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Dalkowski wehrt sich gegen Gerüchte

Schulden bei den Marburg Mercenaries Dalkowski wehrt sich gegen Gerüchte

Die neue Saison beginnt zwar erst im Frühling 2016, doch beim Football-Bundesligisten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: neuer Trainer, neue Sponsoren, aber auch alte Schulden.

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Carsten Dalkowski, der Präsident der Marburg Mercenaries, hat die Verpflichtung eines neuen Cheftrainers angekündigt.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. 50.000 Euro. Diese Summe nannten mehrere vereinsinterne Quellen der Oberhessischen Presse. So hoch sei mittlerweile die Verschuldung der Marburg Mercenaries. Nachfragen beim „American Football Verband Deutschland“ (AFVD) blieben erfolglos. „Über solche Sachverhalte geben wir keine Auskunft“, meinte Verbands-Präsident Robert Huber. Dies übernahm Vereinspräsident Carsten Dalkowski höchstpersönlich.

Er ärgert sich über die „haltlosen Gerüchte“, wie er sie nannte. Es sei „bedenklich“, dass vereinsinterne Informationen einfach ausgeplaudert würden. Der Rechtsanwalt erklärte, wie sich die finanzielle Situation des Vereins darstelle: „Wir haben aufgrund eines finanziellen Engpasses 2013 ein Darlehen aufgenommen, das wir ganz normal abbezahlen. Ein Großteil ist bereits getilgt“, sagt der Präsident und versichert, dass die Zahl von 50.000 Euro „viel zu hoch gegriffen“ sei.

Es handle sich jedoch um einen fünfstelligen Betrag. Dalkowski hofft, mit dieser Auskunft Spekulationen einen Riegel vorgeschoben zu haben. Außerdem könne der Verein „zum ersten Mal seit Jahren“ die vom AFVD festgelegten Lizenzgebühren pünktlich zahlen.

Mercenaries wollen um Meisterschaft mitspielen

Nach der desolaten Saison 2015 - Marburg verpasste zum ersten Mal seit 2003 die Playoffs und gewann nur drei von vierzehn Spielen - wolle der Verein wieder um die Meisterschaft in der Gruppe Süd der German Football League (GFL) mitspielen. Dabei sollen Sponsoren helfen.

Die Suche nach neuen Geldgebern habe sich laut Dalkowski „erfolgreicher als gedacht“ gestaltet. Man habe noch zwei weitere Sponsoren „ins Boot“ holen können. So sei der Verein in der Lage, das Budget in der kommenden Saison zu erhöhen. Letztlich festgezurrt werde der Finanzplan für 2016 allerdings erst am 16. Dezember bei einer Vorstandssitzung.

Laut Dalkowski gebe es auf sportlicher Seite weit mehr offene Fragen als beim Finanzplan. Insbesondere der Trainerstab entwickle sich zur „Großbaustelle“. Die Trainer Jimmy Yock und Bastian Nau werden den „Mercs“ in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.

Dalkowski kündigt Cheftrainer aus den USA an

Schwerwiegender ist jedoch der Abschied von Carsten Weber, der im vergangenen Jahr die Marburger Defensive überblickte. Der Coach nahm vergangene Woche den Cheftrainer-Posten beim Zweitligisten Paderborn Dolphins an. Den Verein informierte er einen Tag später über seinen Abschied. „Diese Nachricht hat uns überrascht und wirft uns in der Planung zurück. Wir haben fest mit Coach Weber gerechnet“, erklärt Dalkowski.

Was hat Weber zum Abschied bewogen? „Es hat zwar Gespräche gegeben, aber nicht hinsichtlich meiner Rolle in der kommenden Saison. Zu keiner Zeit war ich mir im klaren darüber, was meine Aufgaben 2016 sein sollen“, sagt Weber.

Für den Coach ein Kommunikationsproblem, für den Präsidenten der gewöhnliche Gang der Dinge. „Es ist völlig normal, dass im November noch keine klaren Aussagen über Trainerposten gemacht werden können. Wir wollen in den nächsten vier Wochen einen neuen Cheftrainer präsentieren. Wie genau der Trainerstab aussehen wird, ist jetzt noch unklar“, informiert Dalkowski.

Klar sei jedoch Folgendes: Der neue Cheftrainer soll ein US-Amerikaner sein. „Wir haben gemerkt, dass wir in der vergangenen Saison Defizite im Trainerstab hatten. Wir brauchen mehr Qualität, und die bekommt man eben nur aus den USA“, erklärt der Präsident. Eine solche Verstärkung koste zwar einiges, doch das erhöhte Budget solle es möglich machen. Gespräche mit Kandidaten seien bereits im Gange.

Probetraining am Sonntag

Bei einer Verpflichtung eines neuen Cheftrainers könne sich auch die Rolle von Matthias Dalwig, Cheftrainer in den beiden vergangenen Spielzeiten, ändern. Das Mercenaries-Urgestein bleibe aber definitiv entweder Offensive- oder Defensive Coordinator. „Wir setzen alles daran, um die vergangene Saison vergessen zu machen“, sagt Dalkowski.

An diesem Sonntag beginnt um 10 Uhr im Marburger Sportpark ein von den Mercenaries organisiertes Probetraining. Interessierte aller Altersklassen sind laut Verein dazu eingeladen.

von Benjamin Kaiser

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