Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Ein Youngster schlägt den Routinier
Sport Lokalsport Ein Youngster schlägt den Routinier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 29.09.2018
Chris Gropengiesser und Tim Rauber (Schauenburg) gewannen die Hinterland-Rallye. Quelle: Edgar Meistrell
Dautphetal

Das Wetter hatte­ durchaus Einfluss auf die „7. ADAC Reifen-Ritter Rallye Hinterland“. Dadurch ließen es die 95 gestarteten Teams etwas vorsichtiger angehen. Am Ende stand der 22-jährige Schauenburger Chris Gropengiesser mit Beifahrer Tim Rauber ganz oben auf dem Siegerpodest.

Tausende Motorsportfans säumten die vier Wertungsprüfungen der Hinterland-Rallye. Um Punkt 13.11 Uhr schickte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich das erste Team auf die Strecke. 64 Teams nahmen den Kampf um Bestzeiten auf den 70 Kilometern auf, 41 von ihnen sahen am Abend das Ziel an der Hinterlandhalle in Dautphetal. Alle Ausfälle hatten mit technischen Problemen zu tun, resümierte ein zufriedener Leiter der Streckensicherung, Tim Scheckel (MSC Holzhausen).

Und auch Rallyeleiter Claus Lixfeld (MSC Salzbödetal) war mit dem Verlauf dieser Veranstaltung sehr zufrieden. Mehr als 400 Helfer sorgten im Rallyezentrum und vor allem an den vier Strecken dafür, dass die Teilnehmer eine tolle Veranstaltung hatten, aber auch, dass die Zuschauer diese sicher verfolgen konnten.

Vorjahressieger scheidet früh aus

Das Konzept mit den ausgewiesenen Zuschauerbereichen habe sich bewährt, sagte Lixfeld. Davon überzeugte sich auch der Regierungspräsident, der sich in Kleingladenbach unter die Motorsportfans mischte. Zuvor hatte Dr. Ullrich im ­Vorauswagen der Retro-Gruppe­ an der Seite von Lars Garten (AMSC Pohlheim) die erste der vier Strecken als Beifahrer absolviert. Auch der Marburger Marco Koch und der Gladenbacher Stefan Assmann zeigten sich den Fans als Vorausfahrer in ihrem grünen C-Kadett.

Auf den Pisten begann gleich die Jagd um Bestzeiten. Vorjahressieger Uwe Kiehm gehörte zu den ersten „Opfern“ und musste früh seinen Wagen wegen ­eines technischen Problems abstellen. Um den Sieg entbrannte ein Zweikampf zwischen dem 22-jährigen Gropengiesser und dem 58-jährigen Routinier ­Rudolf Reindl (Lohkirchen). Beide wechselten sich an der Spitze immer wieder ab, bevor Reindl dann mit einem klaren Vorsprung in die letzte Prüfung „Kleingladenbach“ ging – und auf dem 14,5 Kilometer langen Kurs die Segel streichen musste, weil sein Mitsubishi Evo nicht mehr wollte.

Schlesinger/Diemer gewinnen Retro-Rennen

Gropengiessers Mitsubishi hielt durch und er feierte mit seinem Beifahrer Tim Rauber (Darmstadt) seinen ersten Gesamtsieg bei einer Rallye. 48,02 Minuten benötigten sie für die acht Strecken. Wobei auch ihre­ Zeiten mit dem einsetzenden Regen langsamer wurden. So benötigten die Teams alleine auf dem vierten Kurs nahe Breidenbach gut eine Minute länger als bei trockenen Verhältnissen.

Rang zwei im Gesamtklassement sicherten sich Reiner Hahn und Alexander Kröll (Lich/Schotten) mit einem Rückstand von 48 Sekunden. Den dritten Platz belegten Dennis Rostek und Tobias Braun (Bückeburg/Maikammer) jeweils in einem Mitsubishi Lancer.

Lokalmatador Erik Sindermann kam mit Matthias Pätzold (beide Biedenkopf-Wallau) auf Gesamtrang zwölf. Tim Janssen und Christian Pitzer (beide Dautphetal-Holzhausen) belegten Rang 30 und Wilfried und Kerstin Fränske aus Marburg landeten auf dem 35. Platz.

Bei den Retro-Fahrzeugen, die die Strecken in Form von Gleichmäßigkeitsfahrten absolvierten, hatten am Ende Rainer Schlesinger (Calden) und Horst Diemer (Kaufungen) in einem BMW 2002 die Nase vorn. Von den 31 gestarteten Rallye-Oldtimern kamen 25 ins Ziel.

von Edgar Meistrell