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Chancenlos – mit Blick auf die Zahlen

"Blue Dolphins" Chancenlos – mit Blick auf die Zahlen

Nach dem Erfolg über Freiburg gehen die Marburger „Blue Dolphins“ gestärkt in die kommende Aufgabe – stehen aber zugleich am Samstag vor einer schwer lösbaren.

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Lisa Koop (BC Marburg)auf dem Weg zum Korb.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Blickt man auf einige nackte Zahlen, spricht kaum etwas dafür, dass dem BC Pharmaserv Marburg am Samstag ab 18 Uhr in der Sporthalle der Mont-Cenis-Gesamtschule in Herne der große Coup gelingt: Der Tabellenzweite hat in der laufenden Runde erst drei Spiele verloren, darunter mit 65:67 äußerst knapp gegen die „Übermannschaft der Liga“, den ungeschlagenen Tabellenführer und designierten Meister TSV Wasserburg.

Herne hat zudem im Hinspiel in Marburg dem Team von Trainer Patrick Unger mit 76:45 eine Lektion erteilt. Der einzige „Ausrutscher“ unterlief der Mannschaft von Coach Marek Piotrowski am 8. Spieltag. Damals feierte Aufsteiger Bad Aibling beim 70:66 gegen Herne seinen ersten Saisonsieg. Die dritte Niederlage folgte am 10. Spieltag (23. November) in Saarlouis (68:73), wo man durchaus mal verlieren kann.
Seitdem gab es sechs Siege in Folge. Was spricht unter Berücksichtigung dieser Aspekte dann eigentlich noch für Marburg? Zumindest die Tatsache, dass das Team zuletzt auch gezeigt hat, dass es gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte gewinnen kann (Saarlouis und wie bereits erwähnt Freiburg).

„Obwohl es in der laufenden Saison in erster Linie darauf ankommt, gegen Teams zu gewinnen, die hinter uns stehen“, sagte Patrick Unger anlässlich seiner Ehrung zum „Trainer des Jahres 2014“ bei der OP-Sportlerwahl im Kaufhaus Ahrens. Dies war vor der Partie gegen Freiburg, die dann gewonnen wurde. Jedoch ist Herne wesentlich stärker einzuschätzen als die Breisgauerinnen. Für Marburg gehe es vor allem darum, nicht noch in akute Abstiegsgefahr zu geraten – die beiden letzten Teams steigen direkt ab.

Wasserburgs Wernthaler hört auf

Sollte Marburg am Ende der Hauptrunde gar Platz acht und damit die Playoffs schaffen, müsste das Team gegen den Tabellenersten ran – und dies wird dann aller Voraussicht nach der schier unschlagbare TSV Wasserburg sein. Doch auch dort läuft nicht alles rund: Jüngst erklärte Headcoach Bastian Wernthaler, dass am Saisonende Schluss ist.

Trotz der Erfolge mit der Mannschaft sowie der Zufriedenheit und guten Zusammenarbeit mit dem Verein hat sich Wernthaler aus mehreren Gründen dazu entschieden, aufzuhören – auch persönliche zählen für den frischen Familienvater dazu. Hinzu kommt aber auch, dass die Mannschaft laut Wernthaler trotz der Dominanz in der Bundesliga nur halbwegs die großen Ziele erreicht habe.
In einer Sackgasse befände sich die Mannschaft nach wie vor im europäischen Wettbewerb. „Wir werden zwar im Eurocup wahrgenommen und nähern uns an das Niveau anderer Teams an, allerdings haben wir es in keiner Saison bis ins Viertelfinale des Eurocup Women geschafft.“

Der ehemalige Frauen-Bundestrainer ist daher der Meinung, dass ein Trainerwechsel für den Fortschritt der Mannschaft, vor allem hinsichtlich des europaweiten Wettkampfes, gut wäre. Solche Probleme hätte man in Marburg wohl auch gern …

von Michael E. Schmidt

Der Spieltag:

Chemnitz – SV Halle (Sa., 16.30 Uhr)
Herner TC – BC Pharmaserv Marburg (Sa., 18 Uhr)
New Basket Oberhausen – Rhein-Main Baskets (Sa., 19 Uhr)
USC Freiburg – TSV Wasserburg (Sa., 19.30 Uhr)
TV Saarlouis – BG Rotenburg-Scheeßel (So., 15 Uhr)
BG Donau-Ries – TuS Bad Aibling (So., 16 Uhr).
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