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Bundestrainer hofft auf „Hexenkessel“

Basketball Frauen, EM-Qualifikation Bundestrainer hofft auf „Hexenkessel“

Mit einem Sieg gegen die Ukraine möchte die deutsche Frauenbasketball-­Nationalmannschaft diesen Mittwoch, 19 Uhr, den Grundstein für eine erfolgreiche EM-Qualifikationsrunde legen.

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Mit derselben Formation wie gegen Serbien am vergangenen Samstag tritt die deutsche Mannschaft diesen Mittwoch gegen die Ukraine an. Vom BC Pharmaserv Marburg sind Julia Gaudermann (Mitte unten), Svenja Greunke (oben, Vierte von rechts) und Birte Thimm (unten, Zweite von links) dabei.

Quelle: Marko Metlas

Marburg. Mit drei Marburgerinnen im Team tritt die deutsche Frauenbasketball-Nationalmannschaft am Mittwochabend erstmals seit sieben Jahren in der Georg-Gaßmann-Halle an.

Mit den Ukrainerinnen erwartet das Team von Bundestrainer Bastian Wernthaler dabei ein schwerer Brocken, den es für 
die EM-Qualifikation aus dem Weg zu räumen gilt. Nach dem 57:100 in Serbien stehen die Korbjägerinnen des Deutschen Basketball Bundes (DBB) bereits unter Druck und müssen „einem schweren Pfund hinterherlaufen“, wie es DBB-Sprecher Christoph Büker formuliert.

Die klare Niederlage kam jedoch nicht ganz unerwartet. Europameister Serbien feierte den Titelgewinn beim ersten Heimspiel seit dem Turnier mit 6 500 Zuschauern – eine für das Frauenbasketball außergewöhnliche Kulisse.

Testspiele in 
Polen machen Mut

„Wir haben keine gute Leistung gezeigt und hätten besser dagegenhalten müssen“, ärgert sich Wernthaler zwar, doch der Titelverteidiger sei einfach zu stark gewesen und habe „auf einem ganz hohen Emotionslevel“ gespielt. Aus der Erfahrung könne man jedoch „ganz viele Erkenntnisse ziehen“.

Gerade im ersten Viertel (17:23) habe man ordentlich mitgehalten. Was danach nicht gut lief, habe man aufgearbeitet und abgehakt. Seit Sonntag bereitet sich die Mannschaft in Marburg vor. Am Dienstag gab es noch zwei ­Trainigseinheiten, am Mittwoch steht vormittags ein Wurftraining an.

Mit derselben Formation wie in Belgrad sollen die Ukrainerinnen geschlagen werden, um den zweiten Platz in der Qualifikationsgruppe anvisieren zu können. Die sechs besten von neun Gruppenzweiten qualifizieren sich für die EM-Endrunde 2017 in Tschechien. „Wir sind jetzt rund eine Woche zusammen und haben in der kurzen Zeit viel geschafft“, gibt sich Wernthaler optimistisch.

In zwei Testspielen gegen Polen (56:66 und 69:75) habe die Mannschaft gezeigt, „dass wir gegen ein Team, das regelmäßig bei der EM dabei ist, mithalten können“. „Wir wachsen immer mehr zusammen – ob das Früchte trägt, werden wir am Mittwoch sehen“, so Wernthaler.

Ängstlichkeit soll im Heimspiel abgelegt werden

Damit der wichtige Sieg gelingt, muss die deutsche Mannschaft vor allem die ukrainische Topspielerin Alina Iagupova in den Griff bekommen. Der Superstar der Osteuropäerinnen „ist eine der besten Eins-gegen-eins-Spielerinnen der Welt“, so Wernthaler. „Sie einigermaßen auszuschalten ist sicherlich ein wichtiger Faktor.“ Eine Spielerin allein könne dies vermutlich nicht lösen, speziell gefragt sei dabei aber unter anderem Birte Thimm.

„Sie ist unsere Defensivspezialistin und als Führungsspielerin sehr wichtig“, sagt Wernthaler über die Marburgerin. Thimm genieße in der Mannschaft ein sehr hohes Ansehen. Svenja Greunke als „sehr intelligente Spielerin auf der Innenposition“ helfe der Mannschaft ebenso weiter, wie auch Julia Gaudermann. Die Jung-Nationalspielerin Gaudermann stehe im Kader, „um den anderen die ein oder andere Entlastungspause geben zu können“. Von ihrem Beitrag in den bisherigen Spielen zeigt sich Wernthaler angetan: „Sie macht das hervorragend.“

Wie auch der Rest des Teams haben alle drei Dolphins in Serbien „in manchen Situationen zu ängstlich agiert“, meint Wernthaler. Vor heimischen Publikum soll das am Mittwochabend anders laufen – Wernthaler baut in dieser Hinsicht auf die Marburger Zuschauer. „Wir hoffen, dass die Halle gut gefüllt ist und zu einem kleinen Hexenkessel wird. Vielleicht können wir dann aus der Stimmung Kraft ziehen.“

  • Karten sind an der Abendkasse noch zum Preis von 10 Euro (8 Euro ermäßigt) zu haben.

von Peter Gassner

 
EM-Qualifikationsspiele der deutschen Mannschaft
Serbien – Deutschland 100:57
Deutschland –Ukraine, Mittwoch, 19 Uhr
Deutschland – Luxemburg, 20. Februar 2016
Deutschland – Serbien, 24. Februar 2016
Ukraine – Deutschland, 19. November 2016
Luxemburg – Deutschland, 23. November 2016
 
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Ohne Chance zum Auftakt

Vor dem richtungweisenden Spiel gegen die Ukraine morgen Abend in Marburg musste die Basketballnationalmannschaft der Frauen eine empfindliche Niederlage bei Europameister Serbien einstecken.

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