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Breidenbach verliert in Gießen mit 3:5

Fußball-Verbandsliga Breidenbach verliert in Gießen mit 3:5

Am Ende von 92 unterhaltsamen Minuten hatte nur der VfB Gießen nach dem 5:3 (4:1)-Sieg gegen den FV Breidenbach Grund zum Jubeln. Zuvor waren die Hinterländer viermal in Folge auswärts ungeschlagen geblieben.

Gießen. Mehr Unterhaltungswert geht nicht: Acht Treffer, eine Ampelkarte, ein Roter Karton und ein verschossener Strafstoß. Das Verbandsliga-Derby war das Eintrittsgeld wert.

Der FVB schien in Unterzahl bei 0:4-Rückstand einem Debakel entgegenzusteuern. „Wir haben gegen einen in der ersten Halbzeit bärenstarken Gegner verdient verloren, begünstigt allerdings durch viele Fehler im Defensiv-Verbund“, analysierte Breidenbachs Trainer Torsten Opitz. „Nach 38 Minuten dachte ich, wir nehmen ein Päckchen mit nach Hause. Doch die Moral, welche die Jungs trotz Unterzahl an den Tag gelegt haben, war aller Ehren wert. Die letzten 20 Minuten machen Mut.“

Zu 100 Prozent war VfB-Übungsleiter Daniyel Bulut mit seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Zum Ende hin haben wir uns selbst unnötig in die Bredouille gebracht. Die drei Gegentore und die Gelb-Rote Karte ärgern mich“, so Bulut.

Nach der Nullnummer in der Vorsaison deutete sich die Niederlage der „Blauen“ schon früh an. Es waren gerade einmal 115 Sekunden gespielt, da überlief Maximilian Oberschelp nicht zum letzten Mal Julian Kapitza. Den Querpass leitete Raul Kouami D‘Almeida weiter an den am langen Pfosten lauernden Maro, und der vollendete. Der Schock saß tief, denn in der Folgezeit offenbarte die FVB-Abwehr-Viererkette eklatante Schwächen. Nur zwei Minuten später der zweite Genickschlag, als D‘Almeida zum ersten von insgesamt vier Malen zuschlug (7.). Als dieser in der zwölften Minute der FV-Abwehr wieder einmal davonlief und durch Torwart Tobias Dünhaupt nur noch durch ein Foul gebremst werden konnte, sah Dünhaupt Rot, und Schiri Wlodarczak zeigte auf den Punkt. Weil die Gäste aber ohne Ersatzkeeper angereist waren, musste Felix Baum ins Tor - und der wehrte den Strafstoß von Hendrik Dechert ab und verhinderte auch danach Schlimmeres. Gegen die weiteren Treffer von D‘Almeida war er jedoch machtlos.

Per Freistoß betrieb Janick Wagner vor der Pause Ergebniskosmetik und auch die Treffer von Papa Yaw Afriyie und Denis Brandl per Strafstoß zum 3:5-Endtand zeugen von der intakten Moral der Hinterländer.

VfB Gießen - FV Breidenbach 5:3 (4:1). Tore: 1:0 Maro (2.), 2:0, 3:0, 4:0 D‘Almeida (7., 17., 38.), 4:1 Janick Wagner (44.), 5:1 D‘Almeida (53.), 5:2 Papa Yaw Afriyie (58.), 5:3 Dennis Brandl (75., FEM). Gießen: Olujic - Proske, Erben, Kaguah, Bender - Oberschelp (90. Traut) , Acker (70. Vural), Gaudermann - Dechert, Maro D`Almeida (65. Mukasa). Breidenbach: Dünhaupt - Kapitza, Hinterlang, Katic (26. Müller), Brandl - Wagner (67. Yildirim), Michel, Damm, Jan Reiprich - Afriyie (78. Bögel), Baum. SR: Timo Wlodarczak (Bebra). Zuschauer: 220. Gelb: Dechert, Mukasa / Brandl. Gelb-Rot: Dechert (Gießen, 88.). Rot: Tobias Dünhaupt (FVB, 12. wegen Notbremse). Bes. Vork: Felix Baum (FVB) hält Strafstoß von Dechert (12.). Beste Spieler: Oberschelp, Kaguah, Acker, D`Almeida, Maro / Hinterlang, Brandl, Baum.

von Herbert Lenz

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