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Breidenbach kommt unten nicht raus

Fußball-Verbandsliga Breidenbach kommt unten nicht raus

Der FV Breidenbach hat den erhofften Befreiungsschlag durch die 3:4 (2:2)-Niederlage gegen Aufsteiger SV Niedernhausen verpasst.

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Ein Zweikampf wie eine Tanzeinlage: Breidenbachs Johannes Damm (links) gegen Dominic Voss. Foto: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Breidenbach. Nach eine halben Stunde herrschte beim FV Breidenbach trotz der nasskalten Temperaturen eitel Sonnenschein. Nach dem Spiel war es dann Frust pur, wieder einmal.

Am Sonntag, 15. März, fegten Felix Baum, Johannes Damm und Co. Viktoria Kelsterbach mit 6:0 vom Platz. Seitdem ist Schluss mit lustig. Aus den letzten fünf Partien fuhren die „Blauen“ mickrige zwei Zähler ein. Die Folge: Das Abstiegsgespenst geht weiter um im Gunterstal.

„Dieses Spiel dürfen wir niemals verlieren. Wir hatten mehr Spielanteile und mehr Torchancen, kassieren aber drei Tore nach Standards. Das war ein bisschen viel“, sagte FVB-Spielertrainer Steffen Schmitt. Sein Blick ging dabei ins Leere. Trotz einer 2:0-Führung nach 30 Minuten stand sein Team am Ende mit leeren Händen da.

In einer flotten und teilweise sehr ansehnlichen Partie spielten die Gastgeber aus einer sicheren Abwehr heraus und setzten in der 17. Minute ein erstes Ausrufezeichen: Abwehr-Chef Steffen Schmitt schaltete sich ins Angriffsspiel ein, sein Pass fand den richtigen Adressaten Johannes Damm, der spielte in die Schnittstelle auf Felix Baum. Der FV-Torjäger umkurvte Gästetorwart Nicolas Westbeld, sein Schuss klärte Julian Linke noch, doch Baum setzte nach und beförderte das Spielgerät zur 1:0-Führung in die Maschen. Nur 120 Sekunden später: Nach einer herrlichen Flanke von Papa Yaw Afriyie schraubte sich Baum am höchsten, diesmal aber verhinderte die Oberkante der Latte das 2:0.

Und dennoch kam der FV-Express so langsam ins Rollen und wurde nach 30 Minuten belohnt: Nach einem butterweichen Freistoß von Janick Wagner lauerte Jan Kneifel am kurzen Pfosten und per Linksschuss veredelte der Blondschopf die Maßflanke zum 2:0.

Doch die Freude bei den Gastgebern währte nur drei Minuten. Nach einer Ecke und einer Kopfballvorlage nickte Dominic Voss den Ball völlig freistehend zum 1:2-Anschlussstreffer ein. Wiederum 180 Sekunden später: Kevin Detloff schlug einen Freistoß in die Strafraum, und mit dem Rücken zum Tor stehend bugsierte Maximilian Meuth den Ball mit dem Hinterkopf zum 2:2-Ausgleichsteffer ins lange Ecke.

Die Gastgeber brauchten viel Zeit, um sich von diesen beiden Nackenschlägen zu erholen - konnten in der 55. Minute aber wieder einmal auf ihre „Lebensversicherung“ setzen: Nach einer Flanke von Benni Bender stoppte der Breidenbacher Torgarant Baum den Ball mit der Brust und gegen seinen Linksschuss hatte Westbeld keine Abwehrchance.

Doch auch die erneute Führung war kein Garantieschein für den lang erhofften „Dreier“: In der 66. Minute marschierte Hoch über das halbe Spielfeld, ohne entscheidend gestört zu werden. Wieder stand Meuth völlig blank und hämmerte das Spielgerät unter den Querbalken.

Sechs Minuten später hatte Baum den erneuten Führungstreffer auf dem Fuß, fand aber diesmal in Westbeld seinen Meister. Statt eines möglichen 4:3 für die Gastgeber, hieß es in der 88. Minute 3:4. Nach einer Ecke durch den eingewechselten Ricardo Antonio zögerte der für den gesperrten Martin Lokoc zwischen den Pfosten stehende Tobias Dünhaupt mit dem Herauslaufen, Voss bedankte sich und wuchtete den Ball per Kopf zum vielumjubelten Gästesiegtreffer in die Maschen. Ein Kopfball von Afriyie und ein Schuss von Damm verfehlten in der Nachspielzeit ihr Ziel.

FV Breidenbach – SV Niedernhausen 3:4 (2:2)

Tore: 1:0 Felix Baum (17.), 2:0 Jan Kneifel (30.), 2:1 Dominic Voss (33.), 2:2 Maximilian Meuth (36.), 3:2 Baum (55.), 3:3 Meuth (66.), 3:4 Voss (88.). Breidenbach: Dünhaupt – Brandl, Katic, Schmitt, Wellner – Bender, Damm, Kneifel (65. Pium ), Wagner (75. Müller) – Baum, Afriyie. Niedernhausen: Westbeld – Detloff, Pilling, Linke (75. Nordholt), Hoch – Ihm, Düvel, Meuth, Sefa (86. Schenk) – Ulm (80. Antonio), Voss. SR: Marco Cremer (Finnentrop). Zuschauer: 150. Gelb: -/ Linke. Beste Spieler: Bender, Baum / Ihm, Meuth, Voss.

von Herbert Lenz

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