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Breidenbach ist auf Torhüter-Suche

Fußball-Verbandsliga Breidenbach ist auf Torhüter-Suche

Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, und es war kein sehr gutes Halbjahr: Der FV Breidenbach überwintert auf Platz neun im Verbandsliga-Ranking. Mit Tendenz und viel Luft nach oben.

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Keeper Dominik Geiss zog sich im Training einen Abriss des Bizeps zu. Da Tobias Dünhaupt inzwischen in Berlin lebt und Martin
Lokoc nach zwei Kreuzbandrissen noch außer Gefecht ist, hat der FV Breidenbach ein Torwartproblem.

Quelle: Thorsten Richter

Breidenbach. Konstanz heißt nicht nur eine Stadt am Bodensee. Konstanz ist auch ein Begriff für die Fähigkeit, Dinge unverändert zu machen. Soll sportlich heißen: Drei, vier oder mehr Spiele in Folge erfolgreich zu absolvieren. Der FV Breidenbach war bisher kein leuchtendes Beispiel für Konstanz.

Wenn die „Blauen“ am Samstag, 25. Februar mit der Begegnung beim FC Dorndorf in die Restrunde der Saison 2016/17 in der Verbandsliga Mitte starten, liegen hinter dem Hinterländer Traditionsverein viele Höhen, aber auch Tiefen.

Langenbach-Spiel war der Knackpunkt

Gestartet waren die „Blauen“ mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen. Der Knackpunkt: Das 2:2 beim Aufsteiger SSV Langenbach nach einer 2:0-Führung und der Roten Karte für Felix Baum. Die Folge: Drei Niederlagen in Serie.

Die Heimbilanz ist insgesamt in Ordnung. Im Gunterstal-Stadion absolvierte der Vorzeige-Club aus dem Perftal zehn Spiele. Er fuhr dabei fünf „Dreier“ ein, spielte zweimal Remis und kassierte drei Niederlagen. Die Bilanz in der Fremde fällt eher bescheiden aus: Neun Spiele, zwei Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen. Unter dem Strich stehen deshalb nur 26 Punkte und ein Torverhältnis von 27:30 - allerdings zuletzt mit Tendenz nach oben.

Nach Martin Lokoc hatte Frank Winkler nach seinen Gastspielen beim FSV Cappel und dem VfL Biedenkopf im Gunterstal wieder das Zepter übernommen. Der Diplom-Verwaltungswirt bei der Uni Marburg stand wieder in der sportlichen Verantwortung nach 2008 bis 2012. Seine Zwischenbilanz: „Ich denke, dass wir zwei bis drei Punkte zu wenig haben. Wir haben mehr unglückliche Punkte liegengelassen, als glückliche Punkte geholt.“ Von daher sei es keine sehr gute Saison gewesen. Wichtig sei aber, „dass wir die schlechte Heimbilanz der Vorsaison aufpoliert haben“.

Unter anderem hätten die „Blauen“ beim 0:0 gegen den Liga-Zweiten SV Zeilsheim drei Punkte verdient gehabt. Ebenso einen Zähler bei der 2:3-Niederlage im letzten Spiel des Jahres 2016 gegen den VfB Wetter. Mit jedem Gegner war der FVB auf Augenhöhe, letztendlich haben Kleinigkeiten entschieden.

„Mein Ziel ist es immer, mehr Punkte in der Rückrunde als in der Hinrunde zu holen. Das Defensivverhalten war in Ordnung. Doch die Offensive ist ausbaufähig, weil über die Außenbahnen die Geschwindigkeit fehlte“, sagt Winkler. Zudem hätten die Leistungsträger Felix Baum (nur zehn Treffer) und Johannes Damm fünfmal gemeinsam in der Startformation gestanden, ergänzt der 52-Jährige, der in einem 4-4-2-System mit einer Raute im Mittelfeld spielen ließ.

Langzeitverletzte sollen ins Training einsteigen

Mindestens 23 Punkte mehr als jetzt sollen es am 28. Mai nach dem abschließenden Gastspiel beim FC Eddersheim also sein. Voll einsteigen in die Vorbereitung, die am 23. Januar beginnt, sollen auch die zuvor Langzeitverletzten Johannes Damm, Jannik Jung und Josip Katic. „Dann haben wir auch wieder mehr Variationsmöglichkeiten“, glaubt Winkler.

Das Problem: Aktuell hat der FVB keinen Torwart: Dominik Geiss zog sich beim Abschlusstraining vor der Partie in Biebrich einen Abriss des Bizeps zu. Tobias Dünhaupt hat seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin verlegt und steht nur noch sporadisch zur Verfügung. Und der langjährige Stammkeeper Martin Lokoc hat nach zwei Kreuzbandrissen noch immer kein grünes Licht von den Ärzten bekommen. Für Winkler ist klar: „Wir müssen für die Restrunde einen Torwart holen“.

Das Umfeld lobt der Wetteraner: „Um die Mannschaft herum klappt alles. Dazu gehört auch, die passenden Leute zur Seite zu haben, denn es gehört viel Zeit und Aufwand dazu, sich in der Verbandsliga zu etablieren.“ Seit sechs Jahren spielen die Hinterländer ununterbrochen in der zweithöchsten Spielklasse in Hessen.

von Herbert Lenz

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