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Brands ist letzter Deutscher im Turnier

Tennis, Marburg Open 2016 Brands ist letzter Deutscher im Turnier

Sehenswertes und zum Teil spektakuläres Tennis sahen die zahlreichen Zuschauer gestern auf dem Sparkassen-Court.

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Der Deutsche Daniel Brands schlägt eine Vorhand im Viertelfinal-Match gegen den Argentinier
Nicolas Kicker. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Mein Aufschlag kam ganz gut“, sagte Daniel Brands nach der umkämpften Partie gegen den beliebten argentinischen Tausendsassa Nicolas Kicker. „Ich bin eigentlich zufrieden, bis auf die Tatsache, dass ich im zweiten Satz nicht aggressiv genug agiert und so Nicolas ins Spiel gebracht habe. Aber er war auch stark, hat wenig Fehler gemacht und seine Chancen genutzt.“

Marburg Open - Daniel Brands (GER). Foto: Thorsten Richter (thr)

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Viele der Zuschauer hatten eher Kicker als den Sieger auf ihrer Rechnung. Doch Brands ging in der gebotenen Ruhe zur Sache, schlug bombastisch auf und machte, wenn es nötig wurde, sein druckvolles Spiel von der Grundlinie. Im siebten Spiel legte der deutsche „Lulatsch“ ein Break vor. Kicker fand in dieser Situation kaum Mittel, Brands in die Bredouille zu bringen. So schloss Brands den ersten Satz nur folgerichtig mit 6:4 für sich ab.

Der zweite Satz sollte für Kicker die Wende bringen. Immer dann, wenn er Brands ins Laufen brachte, boten sich ihm gute Chancen. Doch deren Zahl war recht überschaubar. Brands konnte sich einmal mehr in brenzligen Situationen auf seinen guten Aufschlag verlassen. Nach 6:6 musste der Tiebreak die Entscheidung über den Satzgewinn bringen. Da hatte ausgerechnet Kicker die besseren Karten. Er gab nur einen Punkt ab, sodass der Entscheidungssatz fällig wurde. Dem drückte Brands klar seinen Stempel auf. Während Kickers Aufschläge an Härte und Präzision verloren, konnte sich der Deutsche mit präzisem Spiel durchsetzen. Er schaffte das Break zum 3:1 und hatte beim Stande von 5:3 drei Matchbälle. Den ersten schlug er als Ass und hatte damit den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht. Dort trifft er auf den Tschechen Jan Satral.

Im Semifinale steht auch der Belgier Yannik Reuter. Er setzte ein weiteres Ausrufezeichen mit seinem Sieg gegen den Italiener Andrea Arnaboldi. Allein der erste Satz dauerte eine Stunde und acht Minuten. In dieser Zeit verrichteten beide Spieler Schwerarbeit. Sie agierten absolut auf Augenhöhe, obwohl zunächst alles nach einem Spaziergang für Reuter aussah. Der Belgier nahm dem Italiener gleich zweimal den Aufschlag ab und führte bereits 3:0, ehe Arnaboldi wieder ins Match fand und nun seinerseits die Breakpunkte machte und gar mit 4:3 in Führung ging. Reuter hatte Mühe, zum 4:4 auszugleichen. Beim Stand von 6:5 hatte Arnaboldi gar einen Satzball, aber Reuter rettete sich in den Tiebreak. Den dominierte zunächst der Italiener, der 3:0 vorne lag. Doch Reuter ließ nicht locker, egalisierte, hielt bis zum 6:6 den Satz offen und hatte dann ein wenig Glück auf seiner Seite, als ihm die entscheidenden Punkte gelangen.

Die Geschichte des zweiten Satzes ist kurz. Arnaboldi hatte sich bei einem Ballwechsel offenbar eine Verletzung zugezogen und nahm eine Behandlungszeit durch eine Physiotherapeutin in Anspruch. Bis dahin hatte Reuter bereits ein Break vorgelegt. Der Italiener kämpfte weiter. Doch der Belgier setzte souverän die letzten Punkte zum 6:1.

Ergebnisse: Einzel, Viertelfinale: D. Brands (GER/6) – N. Kicker (ARG/9) 6:4, 6:7(1), 6:3; J. Satral (CZE) – [Q] D. Kuzmanov (BUL) 6:7(8), 6:1, 6:2; Reuter (BEL) – A. Arnaboldi (ITA) 7:6(6), 6:1; M. Trungelliti (ARG) – D. Gimeno-Traver (ESP) 6:3, 6:4.

Doppel, Halbfinale: J. Cerretani (USA/1) / P. Oswald (AUT) – A. Motti (ITA) / H. Peng (TPE) 6:2, 3:6 14:12; Viertelfinale: M. Reyes-Varela (MEX/4) / M. Schnur (USA) – [Alt] A. Arnaboldi (ITA) / F. Gaio (ITA) 6:1, 6:3.

Spiele heute

Sparkassen-Court: 16 Uhr, D. Brands (GER/6) – J. Satral (CZE); [Q] Y. Reuter (BEL) – M. Trungelliti (ARG) (nicht vor 18 Uhr).

S&S-Court: 17 Uhr, M. Reyes-Varela (MEX/4) / M. Schnur (USA) – T. Bednarek (POL/2) / S. Betov (BLR).

von Bodo Ganswindt

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