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Blue Dolphins gastieren beim Talentschuppen

Basketball-Bundesliga Blue Dolphins gastieren beim Talentschuppen

Am vierten Spieltag treffen sich in Freiburg zwei Mannschaften, die zu den Dinos der Liga gehören und deren Geschichte maßgeblich mitgeschrieben haben.

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BC Marburgs Julia Köppl (rechts) führt den Ball vor der verteidigenden Quenice Davis von den Rutronik Stars Keltern.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Saison ist noch jung, und die meisten Trainer und Funktionären hüten sich davor, allzu früh Prognosen für den weiteren Verlauf zu geben. Auch Marburgs Trainer Patrick Unger gehört zu jenen, die sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen. Denn wollte man den aktuellen Tabellenstand für die Aussichten des BC Pharmaserv Marburg bei den Eisvögeln des USC Freiburg zurate ziehen, dann wäre die Frage nach dem Favoriten schnell geklärt. Während die Blue Dolphins von der Lahn nach Siegen gegen Chemnitz und Keltern mit vier Punkten Rang sechs einnehmen, stehen die bislang noch sieglosen Gastgeberinnen am Ende der Tabelle, das sie natürlich schleunigst verlassen möchten.

Freiburg hatte ein denkbar schweres Auftaktprogramm. In Herne, das aktuell das Topteam der Liga ist, setzte es eine Niederlage, die mit 66:72 allerdings recht knapp ausfiel. Auch gegen den Tabellenzweiten Saarlouis hielt sich die 79:85-Niederlage in achtbaren Grenzen. Lediglich gegen den Deutschen Meister und erneuten Titelfavoriten TSV Wasserburg setzte es mit 57:94 eine deutliche Schlappe.

Nun kommt der BC Marburg nach Freiburg und möchte dort seine Ambitionen auf einen der vorderen Plätze untermauern. Immerhin haben die Blue Dolphins die vergangene Saison als Dritte beendet. Wenn man so will, haben es die Freiburgerinnen am Sonntag also mit dem vierten schweren Brocken zu tun.

Head-Coach Patrick Unger und sein Team spüren noch den belebenden Wind vom Sieg gegen Keltern im Rücken, das nach ganz langer Zeit dem Liga-Krösus Wasserburg eine Niederlage beigebracht hatte. Doch etwa eine einfache Übung für die Blue Dolphins? Unger wiegelt ab: „Natürlich hat uns der Erfolg gegen Keltern gut getan. Wir haben ganz ordentlich gespielt und die Fehler der Gäste gut genutzt, waren aber auch ein wenig vom Glück begünstigt.“ Nach der laut Unger katastrophalen Leistung in Hannover sei dies ein kleiner Schritt in die richtige Richtung gewesen. Unger ist weit davon entfernt, die Partie im Breisgau für einen Selbstläufer zu halte. Er spricht mit großem Respekt von der Arbeit, die in Freiburg seit Jahren geleistet werde. „Freiburg ist die Mannschaft mit den meisten deutschen Spielerinnen. Der Verein setzt konzeptionell auf die Ausbildung der Jugendspielerinnen - das tun wir zwar auch, aber noch nicht in einem solchen Ausmaß.“ Jene jungen Talente erhalten gar die Möglichkeit, im Wettbewerb um den Eurocup mitzuspielen. Gestern Abend trafen sie in der Qualifikationsphase auf das französische Team Flammes Carole Basket Ardennes. Die Eisvögel profitierten von dem Verzicht einiger vor ihnen platzierter Vereine, die offenbar das finanzielle Risiko scheuten.

Wenn sie am Sonntag den Blue Dolphins gegenüberstehen, rechnet Unger mit einem hochmotivierten Team, das unbedingt den ersten Sieg will.

Doch auch die Marburgerinnen möchten den Kontakt nach oben nicht abreißen lassen. Unger hat die Baustellen in seinem Team sowie die Stärken der Eisvögel erkannt und daraus seine Schlüsse gezogen: „Wir müssen mit Freiburgs aggressiver Verteidigung zurechtkommen, im Rebound gut arbeiten und unterm Brett attackieren“

Der Einsatz von Svenja Greunke ist noch nicht sicher. Sie hat im Spiel gegen Keltern einen Schlag auf den Rücken bekommen, dabei ist eine Rippe in Mitleidenschaft gezogen worden. Ansonsten waren bis gestern alle anderen Spielerinnen fit.

von Bodo Ganswindt

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