Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Blau-Gelbe brauchen Sieg und Schützenhilfe

Fußball, Verbandsliga Mitte Blau-Gelbe brauchen Sieg und Schützenhilfe

Am Sonntag entscheidet sich am Zwetschenweg, ob die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg nach einem Jahr Verbandsliga wieder den Gang in die Gruppenliga antreten müssen.

Voriger Artikel
Lucas Schäfer rudert in Rio
Nächster Artikel
Schröck möchte zum Abschied punkten

Für Jean Michel Kleemann (rechts, gegen Oberliederbachs Steffen Janke) und die SF BG Marburg schlägt am Sonntag gegen den FV Biebrich die Stunde der Wahrheit.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Ihr müsst! - zwei Worte, die SF/BG-Trainer Andreas Sinkel in den vergangenen Wochen öfters benutzte, wenn er zu seinen Schützlingen sprach.

Doch weil die Heimbilanz der vergangenen Partien gegen Dietkirchen (1:3), Schwanheim (1:6) und Oberliederbach (1:3) aus Sicht des Aufsteigers mehr als enttäuschend ist, bekommen Sinkels Worte eine ganz neue Bedeutung, blickt man auf den anstehenden Spieltag.

Wären Punktgewinne aus jenen drei Partien gut gewesen, um die Lage im Abstiegskampf zu verbessern beziehungsweise um dort eine Vorentscheidung herbeizuführen, so steht vor dem Aufeinandertreffen mit dem FV Biebrich fest: Verlieren die Marburger (29 Punkte), sind sie abgestiegen! Doch auch wenn sie punkten, ist der Klassenverbleib keineswegs sicher.

Da die Sportfreunde nur den direkten Vergleich mit Kinzenbach (30 Punkte) gewonnen haben, dürfte ihnen ein Remis nur dann zum Klassenerhalt reichen, wenn die SG ihr Derby gegen Wieseck nicht gewinnt.

Wieseck und Oberliederbach sind Zünglein an der Waage

Dies erscheint eher unwahrscheinlich, denn Wieseck steht schon seit geraumer Zeit als Absteiger fest und hat sage und schreibe 15 Spiele in Folge - teils sehr deutlich - verloren. Doch Sinkel ist auch guter Dinge, dass sowohl der Kooperationspartner der Blau-Gelben aus der Gießener Vorstadt als auch der letzte Gegner der Marburger alles geben werden. Zum einen, weil Wiesecks Trainer Danny Kaliampos im Derby auf seinen Ex-Klub trifft und zum anderen, weil Oberliederbach mit einem Sieg im Derby gegen Schwanheim (30 Punkte) die beste Saison in der Vereinsgeschichte gespielt hätte. Wie Sinkel weiß, hat die zuletzt mit ihrem fast letzten Aufgebot in Marburg angetretene SG am Wochenende wieder alle Spieler zur Verfügung.

Sinkel: „Kommen uns so vor als wären wir verflucht.“

„Wir müssen gewinnen und sind auf Ausrutscher der anderen angewiesen“, weiß Sinkel, dass seine Elf die beiden direkten Konkurrenten mit einem Sieg zwingen würde, ebenfalls einen Dreier einzufahren.Vorwerfen kann der Marburger Übungsleiter seinem Team nach dem Auftritt gegen Oberliederbach nicht viel, denn: „Siegeswille sowie Lauf- und Kampfbereitschaft haben gestimmt. Wir haben gut gespielt.“

Einmal mehr waren die Ladehemmungen vor dem Tor das Problem, vergab Marburg eine­ Vielzahl an Chancen, mit ­einem Tor seine Ausgangsposition im Saisonfinale entscheidend zu verbessern. „Wir kommen uns etwa so vor als wären wir verflucht“, gesteht Sinkel, den Trainingsleistung und Trainingsbeteiligung seiner Schützlinge unter der Woche aber optimistisch stimmen und der sich selbstkritisch gibt.

„Ich hinterfrage mich immer zuerst. Vielleicht war es nicht gut, das Spiel gegen Schwanheim als ‚Endspiel‘ anzumoderieren. Eine Kugel haben wir aber noch“, gibt sich Sinkel kämpferisch und verspricht den Zuschauern, dass am Sonntag erneut ein Team auf dem Platz stehen wird, das über den nötigen Willen verfügt.

Nach dem heutigen Abschlusstraining soll sich entscheiden, ob Julian Gries nach seiner Verletzung spielt und ob die zuletzt eingesetzten A-Junioren eine Alternative sind. Angeschlagen sind noch Kapitän Jean Michel Kleemann und Jan Eberling.

von Marcello Di Cicco

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?