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Blau-Gelbe belohnen sich nicht

Fußball-Verbandsliga Mitte Blau-Gelbe belohnen sich nicht

Ein gutes Dutzend an Einschussmöglichkeiten - doch nur ein Treffer: Die SF BG Marburg verharren nach einer unnötigen 1:3-Pleite gegen Dietkirchen im Abstiegssumpf.

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Marburgs Jonas Herberg (rechts) setzt gegen Dietkirchens Yannick Wenig zum Schuss an, ein Torerfolg bleibt ihm hier wie auch im gesamten Spiel aber verwehrt.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Was uns passiert ist, passiert in der Bundesliga jedes Wochenende“, stellte Andreas Sinkel fest. So nüchtern die Erkenntnis des SF/BG-Trainers klang, so enttäuscht fiel so mancher Spieler des Aufsteigers nach dem Schlusspfiff der gut leitenden Unparteiischen Katrin Rafalski (Großenritte) zu Boden - einmal mehr vor Enttäuschung. „Gerade in der ersten Halbzeit machten wir das, was wir uns vorgenommen hatten: den Gegner früh pressen. Das klappte gut, nur: Wir müssen auch das Tor machen“, schlug Marburgs Linksverteidiger Jan Eberling in dieselbe Kerbe wie sein Coach. „Ich mache meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf. Die Spieler sind bei diesem Wetter 90 Minuten gegangen. Der Fußballgott und das Glück waren aber nicht auf unserer Seite. Wenn man seine Chancen nicht nutzt, wird man eben bestraft“, bemühte Sinkel eine Fußball-Weisheit.

Denn sein Team hätte nach einer halben Stunde schon gut und gerne mit 3:0 führen können - wenn nicht sogar müssen, boten die von Beginn an spielbestimmenden, zweikampfstärkeren und lauffreudigeren Gastgeber den etwa 150 Zuschauern allein im ersten Durchgang ein Festival im Vergeben teils hochkarätiger Torchancen. Zu ungenau beziehungsweise nicht zwingend genug agierten Iori Shintani (3., 13.) und Jonas Herberg (13., 16.). Doch in Keeper Marvin Göltl hatte auch der stärkste Dietkirchener seinen Anteil daran, dass die Punkte in den Limburger Stadtteil gingen. Göltl lenkte Shintanis Bogenlampe übers Tor (29.), verhinderte nach einem Kopfball von Alexander Lauer den Ausgleich (78.).

Zu diesem Zeitpunkt lief die Heimelf nur noch einem knappen Rückstand hinterher - dank André Berger, dessen Kopfball in die Maschen die Sportfreunde hoffen ließ (74.). Bis dahin hatte Marburg auch nach dem Kabinengang klare Feldvorteile, drang aber seltener in die gefährlichen Räume ein und ließ den letzten Tick Effizienz vermissen - im Gegensatz zu den Gästen. „Wir beherrschten Dietkirchen, der Gegner war aber sehr effektiv“, erkannte Sinkel an, während sich Eberling über die ersten zwei Gegentore ärgerte: „Die waren charakteristisch für unsere Runde. Das waren saudoofe Dinger, die du eigentlich nicht kriegen kannst.“ Nach einem langen Ball setzte sich Nils Haubrich gegen Enrico Zucca durch und vollstreckte aus halblinker Position zur 1:0-Führung (33.). Mit dem Pausenpfiff traf Michael Schmitz nach einem Einwurf aus der Drehung zum 2:0-Halbzeitstand.

Gegen aufopfernd kämpfende Platzherren sorgte Schmitz nach einer kurzzeitigen Unordnung in der SF/BG-Defensive für den 3:1-Endstand - kurz nachdem Sinkel die Viererkette auf eine Dreierkette umgestellt hatte (86.). Dass Christopher Schwarz Herbergs Schuss auf der Torlinie klärte (87.) und dass Herberg aus kurzer Distanz das leere Tor verfehlte (88.), passte an einem aus SF/BG-Sicht verkorksten Tag ins Bild.

von Marcello Di Cicco

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