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Blau-Gelb sorgt erneut für Spektakel

Fußball, Gruppenliga Blau-Gelb sorgt erneut für Spektakel

Erneut sorgten die SF BG Marburg für ein denkwürdiges Spiel. Kinzenbach bestimmte lange Zeit das Geschehen, ehe die Marburger in den letzten Minuten ihre Aufholjagd starteten.

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Manato Ikari (rechts, gegen Kinzenbachs Eugen Dreiling) brachte die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg nach dem 0:3 mit zwei Treffern heran, ehe Haberzettl den Punkt sicherte. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die vierte Minute der Nachspielzeit läuft am Marburger Zwetschenweg. Gespannte Stille herrscht, als Clemens Haberzettl zum Strafstoß antritt. SG-Keeper Mykhalo Bilenkyy ahnt die Ecke, ist gegen den platzierten Schuss jedoch machtlos. Was folgt ist grenzenloser Jubel auf Seiten der Sportfreunde und Enttäuschung bei den Gästen.

Diese hatten über weite Strecken die Partie im Griff gehabt. Mit aggressivem Zweikampfverhalten und frühem Pressing unterbanden die Gäste den Spielaufbau der Sportfreunde. Die Blau-Gelben hatten zwar mehr Spielanteile, erspielten sich aber nur selten Torchancen. Immer wieder stand auch das junge Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt des hitzigen Spitzenspieles. In der 17. Minute entschied Schiedsrichter Bosko Nedovic auf Strafstoß für Kinzenbach, nachdem Patrick Werner im Kopfballduell mit Manato Ikari gefallen war. Marburgs Torwart Timo Möller erwischte den Schuss von Steffen Spottka zwar noch, schaffte es aber nicht, den Ball entscheidend abzuwehren (18.). Nur fünf Minuten später tauchten die Kinzenbacher erneut vor dem Marburger Tor auf. Der Heimelf gelang es nicht, den Ball vernünftig zu klären, sodass Werner aus 23 Metern ins rechte Toreck vollendete. Nur eine Minute später ließen die Marburger ihr Können aufblitzen. Nach einer schönen Kombination scheiterte Manuel Hermann aus halbrechter Position an Bilenkyy.

In Hälfte zwei bemühten sich die Kombinierten um druckvolles Spiel. Allerdings entstanden im Mittelfeld Lücken, die Kinzenbach für Konter nutzte. In der 49. Minute klärte Ikari einen Schuss von Spottka auf der Linie. Drei Minuten später wurde einem Tor von Dennis Feldbusch wegen Abseits die Anerkennung verweigert. In der 69. Minute entschied Schiedsrichter Nedovic nach einem Foul von Mario Giuda an Spottka erneut auf Strafstoß. Spottka trat selbst an, doch Möller parierte den Schuss, doch im Nachsetzen zeigte sich Spottka schließlich erfolgreich. Die Marburger gaben sich aber nicht auf und drängten weiter auf einen eigenen Treffer. In der 80. Minute köpfte Innenverteidiger Ikari einen Freistoß von Giuda zum 1:3 ins Tor. Ikari blieb nun in der Spitze, was sich bezahlt machte. Zunächst herrschte jedoch Aufregung, als Bilenkyy Haberzettl zu Fall brachte, ein Pfiff des Schiedsrichters aber ausblieb (84.). Auf der Gegenseite parierte Möller einen Schuss von Lukas Pandera (86.). Nach einer Flanke von Manuel Hermann schoss Ikari schließlich Maurice Jauernick an den Rücken, der den Ball unhaltbar abfälschte (90.). Die Marburger warfen nun alles nach vorne. Ikari verlängerte in der Schlussminute einen langen Ball per Kopf auf Jauernick, der im Strafraum gefoult wurde. Der anschließende Elfmeter von Haberzettl markierte den Schlusspunkt dieses denkwürdigen Spiels. „Die Mannschaft hat heute erneut Moral bewiesen“, freute sich Marburgs Trainer Armin Dahlhoff. Gleichzeitig betonte der Trainer, dass die Blau-Gelben zu einem glücklichen Punktgewinn gekommen waren. „Kinzenbach war die beste Mannschaft gegen die wir bisher gespielt haben, und wir hätten uns über eine Niederlage nicht beschweren dürfen“, betonte Dahlhoff.

Tore: 0:1 Steffen Spottka (17., FEM), 0:2 Patrick Werner (23.), 0:3 Spottka (69.), 1:3, 2:3 Manato Ikari (80., 90.), 3:3 Haberzettl (90.+4, FEM). SF BG Marburg: Möller - Kleemann (59. Berger), Canevese, Ikari, Schnitzer - Weidenhausen (68. Giuda), Pierrets - Haberzettl, Jung, Hermann - Hacker (76. Jauernick). Kinzenbach: Bilenkyy - Kaplan, Dreiling, Gündüz, Koritkowski (26. Fink) - Zuhric, Werner - Feldbusch, Spottka, Mattig (78. Döring) - Pandera. Schiedsrichter: Bosko Nedovic (Walburg). Zuschauer: 180. Gelbe Karten: Canevese, Jauernick, Giuda / Spottka, Werner, Gündüz. Bes. Vorkommnisse: Möller pariert Foulelfmeter von Spottka (69.). Beste Spieler: Ikari / Kaplan, Spottka, Werner.

von Julius Mayer

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