Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Blau-Gelb macht trotz 2:2 Boden gut

Fußball-Verbandsliga: SF BG Marburg - Langenaubach 2:2 Blau-Gelb macht trotz 2:2 Boden gut

Erst geführt, dann in Rückstand geraten und am Ende noch einen Punkt geholt: Das 2:2 gegen den Tabellennachbarn SSV Langenaubach hilft den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg sogar ein bisschen weiter.

Voriger Artikel
Breidenbach agiert glücklos
Nächster Artikel
Fair geht vor beim FSV Cappel

Julian Gries (rechts beim Kopfball, gegen Langenaubachs Nico Müller) traf trotz Verletzung zum Ausgleich.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Denn neben Spitzenreiter Waldgirmes (0:1 gegen Flörsheim) ließ auch der Liga-Zweite Zeilsheim (1:2 gegen Eddersheim) Federn, sodass die Sportfreunde nur noch fünf Zähler vom Aufstiegsrelegationsplatz trennen.

„Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Marburgs Julian Gries nach dem Abpfiff. „Wir haben den Abstand auf Langenaubach gehalten. In Rückstand musst du gegen so eine Mannschaft erst mal zurückkommen, schließlich spielen die als Aufsteiger eine sehr gute Runde“, gab der Mittelfeldspieler zu bedenken, der mit dem 2:2 für das leistungsgerechte Remis sorgte.

„Viertelstunde! Vollgas! Alle Mann!“, schrie Langenaubachs Kapitän Marvin Hartmann zu seinen Vorderleuten, als Gries in der 80. Minute behandelt werden musste, nachdem er sich im gegnerischen 16er ohne Fremdeinwirkung das linke Knie verdreht hatte. Knapp zwei Minuten später: Ausgerechnet jener Julian Gries besorgt nach einem Flachpass von Leon Sinkel in den Strafraum den Ausgleich – ausgerechnet mit dem lädierten linken Bein (80.), das ihn kurz nach seinem Tor zur Aufgabe zwang und so Coach Jan Eberling noch einige Einsatzminuten verschaffte.

Beide Teams suchen die Entscheidung

„Es war sehr schmerzhaft. Ich hatte erst nicht gedacht, dass es weitergeht – es ging aber zunächst. Als ich das Knie durchgestreckt habe, hatte ich aber Schmerzen und entschied, dass ich es lieber sein lasse“, erklärte Gries. Dessen Teamkollegen – wie die jederzeit spielerisch und kämpferisch ebenbürtigen Gäste – suchten in der Schlussphase die Entscheidung.

„Leider hatten wir bei den Schiedsrichter-Entscheidungen etwas Pech“, haderte Eberling mit – in der Tat – so mancher strittigen Entscheidung des Unparteiischen Tobias Lecke (Bebra). Per Kunstschuss über die Freistoßmauer sorgte Luis Stephan aus 25 Metern für den Ausgleich zum 1:1 (56.). „Der Schütze legt sich den Ball fünf Meter vor. Da müssen meine Jungs etwas cleverer sein, das auch monieren“, bemängelte Eberling den ersten Gegentreffer. „Beim zweiten Gegentor gab’s einen Eckball, wo der Spieler den Ball mit der Hand runternimmt – für mich sehr fraglich. Aber an den Schiri-Entscheidungen kann man den Ausgang eines Spiels nie festmachen“, fügte Gries an.

Danecker ärgert sich über zwei verlorene Punkte

„Mit meiner Frau und meinen zwei Kindern hatte ich heute Morgen beim Frühstück auf ein 2:2 getippt. Vor dem Spiel hätte ich das unterschrieben, nach dem Spielverlauf nicht. Gerade in der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, befand SSV-Trainer Tobias Danecker, dessen Elf in einem ausgeglichenen ersten Durchgang mehr Einschussmöglichkeiten verbuchte, jedoch in Rückstand geriet, als Gries den Ball nach einer Flanke von Clemens Haberzettl und einer Torschuss-Vorlage von Enrico Zucca aus kurzer Distanz in die Maschen bugsierte (35.).

„Aufgrund der personellen Situation war das vollkommen in Ordnung. In den vergangenen zwei Tagen hatten wir viel mit Verletzungen und Krankheiten zu tun“, verriet Eberling, der noch kurzfristig auf den erkrankten Jean Michel Kleemann sowie Anton Jencik (Eberling: „Die Rückmeldung vom Hessischen Fußball-Verband fehlte noch“) verzichten musste.

  • SF BG Marburg - SSV Langenaubach 2:2 (1:0)
  • Tore: 1:0 Julian Gries (35.), 1:1 Luis Stephan (56.), 1:2 Sahim Damar (64.), 2:2 Gries (82.). SF BG: Olujic - Sinkel, Weidenhausen, Herberg, Bepperling - Zucca (67. Huhn), Balmert, Lauer, Haberzettl - Gries (83. Eberling) - Czyrzewski (74. Löwer). Langenaubach: Eminovic - D. Wadolowski, Müller, Hartmann, Buhl (76. Celjo) - P. Wadolowski, Damar, Stephan, Hinkel (59. Schulz) - Schneider, Uzun. Schiedsrichter: Tobias Lecke (Bebra). Zuschauer: 150. Gelbe Karten: Czyrzewski, Herberg, Weidenhausen / Buhl, Uzun. Beste Spieler: Lauer, Sinkel, Haberzettl, Gries / Uzun, Damar, Stephan.

von Marcello Di Cicco

Voriger Artikel
Nächster Artikel