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Blau-Gelb II marschiert durch ungeliebte Liga

Fußball Blau-Gelb II marschiert durch ungeliebte Liga

Auf den Ärger folgt Dominanz: Die Reserve der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg ist souverän als Meister der Kreisliga A Biedenkopf in die Kreisoberliga aufgestiegen.

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Partystimmung am Zwetschenweg: Die zweite Mannschaft der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg ist in die Kreisoberliga aufgestiegen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Vor knapp einem Jahr war der Ärger bei den SF BG Marburg groß. Deren Reserve wurde gerade im Rahmen der Klassen-Neueinteilung von der Kreisliga A Marburg in die ungeliebte - weil aus Sicht der Blau-Gelben unattraktivere - Biedenkopfer Staffel verschoben (die OP berichtete). Aller Protest, der sich gemeinsam mit Leidenspartner TSV Elnhausen in der Folge bei den Kreisfußballausschüssen formierte, nutzte nichts, sodass die Marburger widerwillig in der A-Liga des Hinterlandes antreten mussten. Ein ungeahnter Glücksfall? Schließlich marschierten die Sportfreunde daraufhin mit einer derartigen Dominanz durch die Liga, dass erste Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft schon Mitte der Saison kapitulierten. Am viertletzten Spieltag sicherte sich das Team mit einem 4:1 gegen Bottenhorn die Meisterschaft.

Für Trainer Bülent Turgut, der inzwischen sein Amt nach sechs Jahren aus beruflichen Gründen niedergelegt hat, übertüncht dieser Erfolg nicht die Geschehnisse vor der Saison. „Ich bin immer noch sauer“, sagt er, „wir haben damals unerklär­liche Gründe für die Neueinteilung genannt bekommen, das hat keiner verstanden“.

Trotzdem bleibt die Frage: Wäre die Meisterschaft auch in der Marburger A-Liga, die als die stärkere im Vergleich zu ihrem Biedenkopfer Pendant gilt, möglich gewesen? „Da hätten wir uns wahrscheinlich einen Zweikampf mit Hatzbach geliefert“, glaubt Turgut, der den Wechsel in die A-Liga Biedenkopf aus sportlicher Sicht nicht wirklich als Vorteil erachtet. „Die Liga wird von vielen unterschätzt. Sie ist nicht so schwach, wie sie immer dargestellt wird.“

Umso bemerkenswerter sind die Zahlen, die die zweite Garnitur der SF BG Marburg vorweisen kann. Mit insgesamt 77 Punkten lag die Mannschaft am Ende der Saison stolze 16 Zähler vor dem Zweitplatzierten Hartenrod. 110 geschossene Tore stehen für den besten Angriff der Liga, und gerade einmal 22 Gegentreffer für die mit Abstand beste Defensive. Vor allem die Heimbilanz von 15 Siegen in 15 Partien spricht für die Konstanz der Turgut-Schützlinge.

„Ausschlaggebend war der Wille der Spieler. Man hat in diesem Jahr gemerkt, dass die Mannschaft aufsteigen wollte“, berichtet Turgut. Schon in den Jahren davor war sie in der Marburger A-Liga davon nicht weit entfernt: 2013 wurde sie Vierter, 2014 Dritter. Mit einem 18-Mann-Kader legten die Sportfreunde diesmal einen glatten Durchmarsch hin.

In der kommenden Saison werden sich die SF BG Marburg II also in der Kreisoberliga versuchen. Bis auf Daniel Galba (TSV Michelbach) und Arne Steinberg (Nordhessen) bleibt die Mannschaft größtenteils zusammen. Neuer Trainer wird Justin Gries, der vom TSV Elnhausen kommt, selbst aber jahrelang bei den Blau-Gelben gespielt hat. „Er ist sehr kompetent und sollte keine Probleme haben. Ich traue den Jungs einen einstelligen Tabellenplatz absolut zu“, sagt Turgut.

von Yanik Schick

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