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Bitte nicht schon wieder Blümchen!

Basketball-Bundesliga: Spiel um Platz drei Bitte nicht schon wieder Blümchen!

Wasserburg und Saarlouis spielen ab diesem Freitag den Deutschen Meister aus. Sieger ist, wer drei Partien gewonnen hat. Die Entscheidung um Bronze fällt zwischen Marburg und Herne schon am Sonntag.

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Stephanie Lee (links) hat sich aus ihrer Krise gekämpft. Gegen Hernes Sonja Greinacher kommt Arbeit auf sie zu.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Der Herner TC ist in den Saisonspielen vier und fünf gegen den BC auf viel Gegenwehr eingestellt. Die Blue Dolphins hätten viel gutzumachen, meint HTC-Trainer Marek Piotrowski und zielt mehr auf das Spiel um Platz drei im Pokal als auf die ebenfalls gewonnenen Bundesligapartien ab. „Schließlich haben die Marburger zu Hause nur Blümchen bekommen und wir die Medaillen. Das soll jetzt in Herne sicher anders aussehen.“

Nach dem Rückspiel am Sonntag (16 Uhr) in Herne wird feststehen, wer mit Bronze dekoriert wird. Der Grundstein wird schon Freitag (19 Uhr) im Hinspiel in der Gaßmann-Halle gelegt. Wer in beiden Partien zusammen mehr Punkte gesammelt hat, darf sich drittbestes Team Deutschlands nennen.

Hernes Piotrowski hätte sich Spiele um Platz drei gerne erspart

Marburg und Herne kämpfen darum, mit einem guten Gefühl in die Sommerpause zu gehen und nicht mit leeren Händen da zu stehen. Die Chancen dazu sind in diesem Duell größer als gegen Seriensieger TSV Wasserburg, der seit zwei Jahren national ungeschlagen ist und als haushoher Favorit in die Finalserie gegen die Saarlouis Royals geht. Trotzdem würde Marburgs Trainer Patrick Unger lieber um die Deutsche Meisterschaft spielen. „Du willst immer das Beste“, sagt Unger. „Es wäre schön, die Finalserie zu spielen. Dann weißt du, dass du auf jeden Fall eine Medaille bekommst.“

Nun muss sich der Fünfte der Hauptrunde gegen den Dritten das Edelmetall verdienen. Was sich Hernes Coach Piotrowski gerne erspart hätte: „Ich frage mich, ob die Spiele um Platz drei notwendig sind.“ Schließlich sei die Spannung nach dem Halbfinale abgefallen. In vielen Sportarten würden dann einfach zwei dritte Plätze vergeben, was auch Piotrowski für die bessere Lösung hält. Aber: „Wir nehmen den Kampf an.“

HTC hat Respekt vor dem BC Marburg

Der Respekt vor den Blue Dolphins ist groß. „Das ist ein gutes Team mit einem ehrgeizigen Trainer“, sagt Piotrowski, der sich Werbung für den Frauen-Basketball erhofft. „Die Marburger haben eine starke Serie gegen Wasserburg gespielt. Sie waren sehr nah dran im zweiten Spiel. Über einen Sieg hätte sich jeder gefreut, auch wir.“

Im Gegensatz zur erwarteten Dolphins-Niederlage gegen den Meister und Pokalsieger Wasserburg kam das glatte 0:2 der Hernerinnen im Halbfinale gegen Saarlouis überraschend. „Klar sind wir enttäuscht, wir wollten ins Finale“, sagt Piotrowski. Die Royals hätten aber bestätigt, warum sie nur drei Saisonspiele verloren haben und verdient Bundesliga-Zweiter geworden sind.

Stephanie Lee stark verbessert

Noch dazu erwischte Herne in der zweiten Partie keinen guten Tag. So blieb Centerspielerin Katharina Fikiel, die im Pokal in Marburg noch stark aufgetrumpft hatte, gänzlich ohne Punkt. „Wir gewinnen als Team und wir verlieren als Team“, sagt Piotrowski nur und fügt verschmitzt hinzu. „Sie hat sich die Punkte für Marburg aufgespart.“

Viele Überraschungen dürfte es für beide Trainer nicht geben. Zu gut kennen sie den Gegner inzwischen. Allerdings spricht die aktuelle Form dafür, dass Marburg zumindest näher dran sein wird als beim 51:67 im Pokal. Zumal Tonisha Baker wieder fit ist und Patricia Benet - wenn auch unter Schmerzen - das Aufbauspiel der Blue Dolphins lenken kann. Stephanie Lee hat sich außerdem aus ihrem Loch gekämpft. „Die ist nicht da, wo sie am Anfang der Saison war. Aber sie hat sich wieder gefangen“, sagt Unger über seine Centerspielerin. „Es ist eine schöne Sache, dass man sich auf die verlassen kann.“

von Holger Schmidt

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