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Birte Thimm - Expertin in Sachen Pokal

Basketball: Top4 Birte Thimm - Expertin in Sachen Pokal

Aus ihrer Oberhausener Zeit weiß Birte Thimm, wie man den Pokal gewinnt. Vor einer Wiederholung dieses Triumphs mit dem BC Pharmaserv Marburg steht zunächst die denkbar höchste Hürde - der TSV Wasserburg.

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Marburgs Birte Thimm (links) muss sich im Heimspiel gegen Wasserburg des Drucks von Shey Peddy (rechts) und Soana Lucet erwehren.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Ich habe mehrere Seiten miterleben dürfen oder müssen“, sagt Birte Thimm. „In Oberhausen habe ich beim Top4 erfahren müssen, wie es ist, die einzige Mannschaft ohne Medaille zu sein.“ Ein Pokalfinale verloren hat sie mit NB Oberhausen ebenfalls. Aber auch den größten Triumph ihrer Basketballkarriere gefeiert, als sie 2012 den Titel gewann. „Das war auf jeden Fall eine gute Erfahrung“, sagt die 29-Jährige. Mit NBO besiegte sie im Endspiel die Rhein-Main Baskets mit 84:72 - damals gegen ihre jetzige Blue-Dolphins-Teamkollegin Svenja Greunke.

Gesprochen haben Thimm und Greunke vor der Top4 genannten Pokalendrunde, die an diesem Wochenende in der Marburger Gaßmann-Halle ausgetragen wird, nicht über das Finale von einst. „Ich möchte ja keinem weh tun“, sagt die BC-Kapitänin mit einem Augenzwinkern.

Außenseiterrolle behagt den Blue Dolphins

Zumindest gilt der Nichtangriffspakt für ihre Teamkolleginnen. Denn zusammen mit Greunke würde sie nur allzu gerne dem großen Favoriten TSV Wasserburg weh tun. Am Samstag (17 Uhr) geht es für den BC Marburg gegen die deutsche Übermannschaft der vergangenen vier Jahre. Die letzte Niederlage der Oberbayern datiert vom 25. April 2014, als Wasserburg im Playoff-Halbfinale in Herne 73:83 unterlag. Die Serie und anschließend die Meisterschaft entschied trotzdem der TSV für sich.

„Wir gehen definitiv nicht als Favorit ins Match“, sagt Birte Thimm vor dem Aufeinandertreffen mit dem Liga-Krösus. „Aber das ist gar nicht so schlecht. Genauso sind wir in die Saison gestartet und haben deshalb die Erwartungen in der ersten Saisonhälfte übertroffen.“

Zudem sieht Thimm durchaus Parallelen zwischen den Blue Dolphins dieser Saison und Oberhausen vor vier Jahren - als NBO übrigens in Wasserburg Pokalsieger wurde. Auch damals hatte Thimm mit Oberhausen die Bundesliga-Hauptrunde als Fünfter abgeschlossen. Auch damals war ihr Team nicht als Favorit ins Top4 gegangen.

Erinnerungen an den Titelgewinn

„Es war das letzte Jahr von Julia Gajewski als Trainerin“, blickt die Nationalspielerin zurück und erinnert sich noch an eine entscheidende Auszeit, als das Finale gegen die Rhein-Main Baskets zu kippen drohte. Taktische Dinge habe Gajewski, die ein gutes Gespür für die Mannschaft gehabt habe, gar nicht angesprochen, sondern nur gesagt: „Genießt den Moment. Und jetzt ab aufs Spielfeld.“ Der Ausgang ist bekannt.

Auf die positiven Dinge arbeitet auch BC-Trainer Patrick Unger in der Vorbereitung hin. „Wir haben Videoscouting gemacht, um die guten Szenen im Kopf zu haben“, verrät Birte Thimm. Davon gab es im Bundesliga-Heimspiel gegen Wasserburg einige. Bis zum Ende des dritten Viertels gestalteten die Blue Dolphins die Partie ausgeglichen, erst dann setzte sich der Favorit ab und mit 68:56 durch. „Wir konnten mehr als mithalten“, sagt die Flügelspielerin. Damit es diesmal zur Sensation reicht, müsse Marburg „die kleinen Dinge richtig machen“, sagt Thimm. Und wie es mit dem Pokalsieg geht, weiß sie ja auch.

  • Halbfinals: Rutronik Stars Keltern - Herner TC (Sa., 14 Uhr), BC Pharmaserv Marburg - TSV Wasserburg (Sa., 17 Uhr), Spiel um Platz 3 (So., 12 Uhr), Finale (So., 15 Uhr).
  • Das Zwei-Tages-Ticket kostet 20 Euro (ermäßigt 18 Euro), das Tages-Ticket 14 Euro (ermäßigt 12 Euro), Kartenvorverkauf bei MW Computer (Weidenhäuser Str. 6, 35037 Marburg), Informationen für Bestellung per E-Mail unter www.top4.bc-marburg.de.

von Holger Schmidt

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