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Bengelsdorff folgt auf Rödiger

Fußball, Kreisschiedsrichtertag Bengelsdorff folgt auf Rödiger

Die neue Führungsspitze der Kreisschiedsrichtervereinigung Marburg ist zwar jung, aber keineswegs unerfahren. Markus Bengelsdorff ist auf dem Kreistag zum neuen Obmann gewählt worden.

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Der neue Kreisschiedsrichterausschuss Marburg mit Obmann Markus Bengelsdorff (von links), Stellvertreter Jonas Stehling, Beisitzer Stefan Möbus, dem Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit Tim Waldinger, Beisitzer Julius Martenstein, Kreislehrwart Marcus Rolbetzki und Beisitzer Steffen Rödiger. Es fehlt: Beisitzer Christopher Behling. Foto: Tobias Kunz

Bauerbach. Eine kleine Ära geht zu Ende. Nach zwölf Jahren an der Spitze der Kreisschiedsrichtervereinigung Marburg rückt Steffen Rödiger (FV Cölbe) in die zweite Reihe. Zum neuen Kreisschiedsrichterobmann wurde am Dienstagabend beim Kreisschiedsrichtertag in Bauerbach von den 96 anwesenden aktiven Unparteiischen Markus Bengelsdorff gewählt, der im Januar 2015 den Posten des Stellvertreters von Bernd Henge (beide Eintracht Stadtallendorf) übernahm. Zuvor arbeitete der 21-Jährige bereits als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) mit.

„Unsere Nachfolger sind zwar noch jung, ihnen ist die Arbeit aber viel bewusster als uns, als wir vor zwölf Jahren die Führung übernommen haben“, sagte Rödiger gestern über sich und seinen langjährigen stellvertretenden Kreisschiedsrichterobmann Henge und fügte schmunzelnd hinzu: „Wenn wir gewusst hätten, was auf uns zu kommt, hätten wir es uns vielleicht auch anders überlegt.“

Bengelsdorff wird assistiert von Jonas Stehling (TSV Niederweimar), der den Posten des Stellvertreters übernimmt. Der 19-Jährige war ebenfalls im Januar 2015 als Beisitzer zum KSA hinzugestoßen und übernahm seitdem einen Großteil der Ansetzung. Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit bleibt der 20-jährige Tim Waldinger (TSV Speckswinkel), der vor der Umstrukturierung zunächst Beisitzer im KSA war. Komplettiert wird der KSA vom alten und neuen Kreislehrwart Marcus Rolbetzki (FSV Schröck).

In einer ausführlichen Rede blickte Rödiger auf die vergangenen zwölf Jahre zurück. „Freud und Leid lagen oft nah beisammen. In manchen Momenten war ich sehr glücklich, in anderen habe ich geflucht“, sagte er. Grund für den Rücktritt waren für Rödiger Zeitprobleme. „Insgesamt habe ich die Arbeit aber sehr gerne gemacht“, sagt er und betont: „Die Vereinigung ist sehr gut aufgestellt.“

Das war allerdings nicht immer so. Zwar hat die Marburger Schiedsrichtervereinigung aktuell nur einen Referee mehr als noch 2011. In Zeiten schwindenden Interesses am Job des Unparteiischen bedeutet dies aber zumindest keinen Rückschritt. Immerhin hat sich die Spielklassenqualifikation der Mitglieder in der Amtszeit Rödigers deutlich verbessert. Neben Regionalliga-Schiedsrichter Julius Martenstein (FV Cölbe), der von Bengelsdorff neben Stefan Möbus (RSV Roßdorf), Christopher Behling (SG Lahnfels) und Rödiger zum Beisitzer ernannt wurde, freuen sich die Marburger auch über zwei Unparteiische in der Hessenliga sowie neun in der Gruppenliga.

Dennoch könnten die Referees weiteren Nachwuchs gut gebrauchen. „Mit dem Pflichtsoll von zwölf Spielen pro Schiedsrichter allein könnten wir die Anzahl der Spiele gar nicht bewerkstelligen“, führte Rödiger aus, der insbesondere die Mitglieder lobte, die deutlich mehr Spiele pro Saison pfeifen. „Es ist keine Ausnahme, dass auch welche sechzig oder siebzig Spiele leiten.“

Die positive Entwicklung will nun Bengelsdorff weiter fortführen. Getreu dem Motto „Stagnation bedeutet Rückschritt“ erhofft sich der neue Kreisschiedsrichterobmann eine „Verbesserung des Status Quo“. Erhöhte Kommunikation soll zudem dazu beitragen, dass sich das Klima innerhalb der Vereinigung verbessert. „Es kann nicht sein, dass einzelne Kameradinnen und Kameraden andere in der Öffentlichkeit schlechtreden“, stellte Bengelsdorff klar.

Ehrungen: 10 Jahre: Christoph Witzel (TSV Kirchhain), Robert List (SV Bauerbach), Christoph Heuser (FSV Schröck), Sebastian Graff (TSV Amöneburg), Sebastian Geiler (VfL Dreihausen); 20 Jahre: Klaus Knöppel (SV Schönstadt), Bernd Henge (Eintracht Stadtallendorf), Steffen Rödiger (FV Cölbe), Alfred Heldmann (VfB Wetter); 35 Jahre: Hans Bier (TSV Wittelsberg); 45 Jahre: Wilfried Schneider (FVW Unterrosphe); 60 Jahre: Karl-Heinrich Auffarth (FSV Cappel); 75 Jahre: Heinrich Vogel (SG Niederwalgern/Wenkbach).

von Tobias Kunz

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