Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Lokalsport Eigentorschütze ist jetzt ein Facebook-Star
Sport Lokalsport Eigentorschütze ist jetzt ein Facebook-Star
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:11 31.08.2018
Erzielte ein nicht alltägliches Eigentor: Moritz Rechmann (links; hier im Hessenpokal-Spiel gegen Ederbergland). Quelle: Michael Hoffsteter
Bauerbach

Es war ein absoluter Kunstschuss. Im Verbandsligaspiel zwischen dem SV Bauerbach und dem FC Dorndorf am 15. August prügelte Moritz Rechmann den Ball rund zehn Meter in die Luft. Die „Bogenlampe“ mit Rückwärtsdrall senkte sich über dem Torwart ins lange Eck – ein Traumtor. Doch es fiel auf der falschen Seite!

Der 19-jährige SVB-Verteidiger traf in die eigenen Maschen. Und das zum 0:1. Doch die Hausherren drehten das Spiel letztlich zu einem 3:1. Eben deshalb gab es nach der Partie auch großes Gelächter über das spektakuläre Eigentor. „Noch heute kommt manchmal ein lustiger Spruch darüber. Das wäre sicher anders, wenn das Spiel 0:1 verloren geht“, sagt Rechmann, der sich ansonsten an kein Eigentor in seiner Laufbahn erinnern kann.

Auch der Trainer kann lachen

Auch Stefan Frels kann darüber lachen. „Ich habe Moritz gefragt, ob ich das Video von dem Tor weiterleiten darf. Er war einverstanden“, berichtet der SVB-Trainer. Er wusste um die Wahl zum „Kacktor des Monats“, die bei der Sportsendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ stattfindet. Frels sandte das Video. Seit dem 24. August ist es auf der Facebookseite der Sendung online. „Wegen der Sommerpause war bisher noch keine Wahl. Ich weiß nicht genau, was jetzt weiterhin passiert“, sagt Frels.

Die „Bogenlampe“ sorgt für Lacher und Gesprächsstoff. Mehr als 41.000 Aufrufe hat das Eigentor bereits verbucht. Rechmann ist zu Facebook-Prominenz geworden. „Ich will wegen so etwas eigentlich nicht bekannt werden. Lieber wegen andere Sachen auf Platz“, lacht Rechmann und fügt an: „Als der Ball im Tor lag, dachte ich mir ‚Scheiße, wie kann der denn reingehen?‘“ Vater und Freunde hätte das Video allerdings sehr erheitert.

von Benjamin Kaiser