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Bauerbach kann den Hattrick schaffen

Fußball: Kreispokal-Finale Bauerbach kann den Hattrick schaffen

Beide Seiten sind sich einig: Im "Traumfinale" des Kreises soll am Samstag der Fußball im Vordergrund stehen, wenn sich um 15.30 Uhr in Bauerbach der SVB und der FSV Schröck gegenüberstehen.

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Bauerbachs Mischa Trier (links) trennt Schröcks Malte Brass vom Ball. Morgen stehen sich beide mit ihren Teams im Kreispokal-Finale erneut gegenüber. Foto: Andreas Schmidt

Quelle: Andreas Schmidt

Bauerbach. Im SV Bauerbach und dem FSV Schröck haben sich die beiden klassenhöchsten Mannschaften im Kreispokal Marburg durchgesetzt. Morgen (15.30 Uhr) steigt das Finalspiel zwischen den beiden Nachbarorten in Bauerbach. Beide Mannschaften sehen das Endspiel auch als Chance, nach bislang durchwachsenen Leistungen neue Kräfte für den ­Ligabetrieb zu mobilisieren.

„Natürlich ist es ein besonderes Spiel, denn es gibt zwischen beiden Vereinen eine gewisse Rivalität“, sagt SVB-Trainer Harry Preuß. „Wir wollen das aber nicht weiter hochschaukeln. Es wird ein emotionales Spiel, das Fußballerische soll dabei aber im Vordergrund stehen“, appelliert der ehemalige Bundesligaprofi an die Zuschauer.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Schröcks Co-Trainer Stephan Banf. „Aufgrund der Nähe hat das Endspiel eine gewisse Brisanz. Ich hoffe aber, dass alles in einem vernünftigen Rahmen abläuft“, sagt er. Jeder Spieler, so Banf, freue sich auf die Partie: „Es wird ein sehr heißes Derby, ich hoffe, dass die Verantwortlichen und die Spieler sich darüber bewusst sind.“

Für beide Vereine bietet das Finale auch die Möglichkeit, dem tristen Liga-Alltag ein Stück weit zu entfliehen. Sowohl Verbandsligist Schröck (Platz 13, neun Punkte) als auch Gruppenligist Bauerbach (Rang elf, zwölf Zähler) befinden sich aktuell im Abstiegskampf.

Deshalb fährt Preuß die Bedeutung der Begegnung auch ein wenig herunter: „Der Fokus liegt auf der Saison. Es hilft nichts, wenn wir am Samstag alles abrufen, aber nächste Woche nicht.“ Gleichwohl ist sich Preuß aber auch sicher, dass „ein Sieg im Finale neuen Auftrieb geben kann“.

Banf sieht das ähnlich. „Unser Blick richtet sich schon auf das Nachholspiel am Mittwoch gegen Dorndorf. Deswegen werden wir bei den angeschlagenen Spielern auch kein Risiko eingehen“, erklärt Schröcks Co-Trainer, der weiß, dass „wir in den nächsten Partien punkten müssen.“

Dennoch hat das Endspiel auch am Elisabethbrunnen einen hohen Stellenwert, schon aus finanzieller Sicht. „Wer gewinnt, hat durch ein Heimspiel die Möglichkeit, den ein oder anderen Euro mehr mitzunehmen“, rechnet Banf vor.

Aber auch aus sportlicher Sicht möchte der FSV morgen siegen. „Ein Endspiel will man natürlich immer gewinnen“, sagt Banf, der sein Team aber nicht in der Favoritenrolle sieht: „Davon zu sprechen, wäre vermessen. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe.“

Auch Preuß sieht durch das Heimrecht keinen Vorteil für sein Team, das den Titel-Hattrick perfekt machen könnte. „Wir wollen uns gut verkaufen, sind aber sicherlich nicht der Favorit“, sagt er. Ohnehin hat Bauerbachs Coach, der erst vor 20 Tagen den zurückgetretenen Sascha Nahrgang ablöste, zurzeit andere Sorgen.

„Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, die in einer festen Struktur steckt. Ich habe eine andere Idee von Fußball und Teamwork als das, was sich hier automatisiert und eingefahren hat“, sagt er. „Ein Team braucht zwar auch Individualisten, aber keine Einzelkämpfer, das versuche ich den Jungs klarzumachen“, erklärt Preuß, der seine Mannschaft „auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ende“ sieht. Der nächste Schritt auf diesem Weg soll morgen erfolgen. Verzichten muss Preuß wohl auf Metin Alkan, Fatih Tokcan und Dennis Lepper. Auf der Gegenseite sind Maximilian Eidam, Luca Ursprung und Roman Herdt angeschlagen.

Bei der Siegerehrung erhalten auch die Halbfinalisten Hatzbach und Rauischholzhausen Gutscheine der Krombacher Brauerei.

von Tobias Kunz

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