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Lokalsport Marburgs Gegner heißt wieder Hannover
Sport Lokalsport Marburgs Gegner heißt wieder Hannover
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00:16 11.12.2018
Marburgs Alex Kiss-Rusk (rechts, gegen Birte Thimm) hatte in der Liga gegen Hannover einen schweren Stand. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Schön war es nicht am vergangenen Wochenende. Aber erfolgreich. Wieder einmal. In der Basketball-Bundesliga landete der BC Marburg seinen zehnten Saisonsieg (wobei einer aus der Wertung fällt, da die Fireballs Bad Aibling ihre Mannschaft zurückgezogen haben). Mit 60:51 setzte sich der ungeschlagene Tabellenführer in der heimischen Georg-Gaßmann-Halle gegen Hannover durch (wir berichteten).

Schlechte Trefferquoten prägten allerdings die Partie. „Es wird nicht viele Spiele geben, in
denen Tonisha Baker null von neun wirft oder in denen Alex Kiss-Rusk ihre ersten fünf Versuche allesamt verfehlt“, ist BC-Trainer Patrick Unger vor dem erneuten Duell am Sonntag zuversichtlich, dass mehr Würfe fallen werden. Die Spielerinnen seien selbstbewusst genug, ein schwächeres Spiel abzuschütteln in dem Bewusstsein, über die Defensive eine Begegnung für sich entscheiden zu können. Allerdings: Auch beim Bundesliga-Sechsten fanden nicht viele Bälle den Weg durch die Reuse.

Ansetzungen

Pokal, 3. Runde:

BBC Rendsburg - Giro­Live Panthers Osnabrück (Freitag, 20 Uhr),
Bender Baskets Grünberg - Eisvögel USC Freiburg (Sa., 14 Uhr),
TS Jahn München - Herner TC (So., 10 Uhr),
SG Bergische Löwen - Xcyde Angels Nördlingen (So., 15.30 Uhr),
Flippo Baskets Göttingen - Eintracht Braunschweig,
TK Hannover - BC Pharmaserv Marburg (beide So., 16 Uhr),
TV Saarlouis Royals - Rutronik Stars Keltern (So., 18 Uhr),
Rhein-Main Baskets - Fireballs Bad Aibling (kampflos für Rhein-Main).

Deshalb ist für Unger auch noch längst nicht klar, welches Team den Platz am Sonntag als Sieger verlässt und ins Viertelfinale einzieht. „Wir können locker verlieren“, sagt der Coach und gibt sich gelassen. „Das hätte auch am Samstag passieren können.“ Eine Pokalsensa­tion, wie es der TK Hannover auf seiner Internetseite nennt, wäre ein Marburger Ausscheiden aus Sicht des Trainers jedenfalls nicht.

Fast wirkt es, als wäre Unger die Erfolgsserie ein wenig unangenehm. „Es geht darum, das Team weiterzuentwickeln“, predigt der 35-Jährige weiterhin stoisch. „Unser Kader gibt es nicht her, dass wir sagen: Wir wollen ins Finale.“ Stattdessen lautet die Aussage: „Wir wollen das Maximale rausholen.“

Unger sieht Auswärtsspiel nicht als Nachteil

Das Maximale am Sonntag wäre ein Sieg. Unger erwartet einen Gegner, der wie beim Bundesliga-Spiel gut verteidigt – so wie es seine Mannschaft auch im dritten und vierten Viertel gut gemacht habe. Er selbst will „an ein paar Stellschrauben drehen“ und rechnet damit, dass auch Hannover einige Änderungen vornehmen wird. So bereitet sich Unger darauf vor, dass die Gastgeberinnen versuchen werden, Katie Yohn aus dem Spiel zu nehmen. Die BC-Distanzschützin hatte in der Liga mit 19 Punkten maßgeblichen Anteil am Sieg.

Beide Teams werden in der dritten Pokalrunde voraussichtlich in Bestbesetzung antreten können. Unger rechnet damit, dass auch Birte Thimm spielen wird. Die Ex-Nationalspielerin, die vor zwei Jahren von Marburg nach Hannover gewechselt war, hatte einen Schlag ins Gesicht bekommen. „Sie ist taff genug, um auch mit gebrochener Nase zu spielen“, weiß Unger aus seiner Erfahrung mit der ehemaligen BC-Kapitänin. Darin, dass sein Team auswärts ran muss, sieht Unger keinen Nachteil. Im Gegenteil: „Ich habe den Eindruck, wir spielen auswärts noch einen Tick aggressiver.“

DBBL spricht Göttingen
 Sieg gegen Saarlouis zu

In der Bundesliga ist das Spiel zwischen den Saarlouis Royals und den Flippo Baskets Göttingen mit 20:0 für Göttingen gewertet worden. Außerdem wurde den Royals ein Punkt abgezogen, wie die Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) mitteilte. Saarlouis hatte die Partie sportlich mit 77:72 gewonnen, dabei allerdings Nadjeschda Ilmberger eingesetzt, für die keine Spielgenehmigung vorlag.

von Holger Schmidt