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Lokalsport Jetzt soll’s zumindest Bronze werden
Sport Lokalsport Jetzt soll’s zumindest Bronze werden
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12:39 27.04.2018
Die Marburgerin Stephanie Wagner (links) und Hernes Courtney Range wollen an den Ball. Am Freitagabend treffen beide Teams im Hinspiel um Platz drei aufeinander. Quelle: Miriam Prüßner
Marburg

Eine interne Saisonabschlussfeier ist in der kommenden Woche vorgesehen, auch ein Treffen mit den treuen Fans plant das Team des BC Pharmaserv noch, ehe sich Trainer und Spielerinnen in die Sommerpause verabschieden. Und dann – darum geht es jetzt noch – wollen sie zumindest eine Medaille präsentieren. „Es ist nicht cool“, sagt Chefcoach Patrick Unger, „die Saison mit Niederlagen zu beenden. Wir wollen jetzt zumindest Bronze holen.“ So wie in den vorherigen beiden Spielzeiten.

Der Trainer redet nicht drumherum. Nach den beiden letztlich klaren Niederlagen in den Halbfinalspielen gegen die Rutronik Stars Keltern (61:76 auswärts und 62:72 zu Hause) sei er „noch immer ziemlich enttäuscht“, den Spielerinnen gehe es nicht anders. Die „ganze Konzentration“ gelte dennoch den Partien gegen den Herner TC am Freitagabend (19 Uhr; Georg-Gaßmann-Halle) und am Sonntag (17.30 Uhr; H2K-Arena Herne).

„Wir gehen sicher nicht als Favorit in die Spiele“, sagt Unger. Bronze holt das Team, das in der Addition beider Partien mindestens einen Punkt mehr vorzuweisen hat, gegebenenfalls nach Verlängerung. Im Hinspiel könnte es daher am Freitagabend auch ein Unentschieden geben.

Niederlagen in Hauptrunde

In der regulären Bundesliga-Saison haben die Blue Dolphins, am Ende der Hauptrunde Tabellenfünfter, zweimal gegen den HTC, am Ende auf Rang drei, verloren: im November in Westfalen deutlich mit 53:68, im März in eigener Halle knapp mit 62:65.

„Wir müssen besser verteidigen als im Hinspiel und mehr Energie aufs Parkett bringen als im Rückspiel“, sagt Unger, was er für die bevorstehenden Aufeinandertreffen erwartet. Zudem gelte es gegen die ausgeglichen besetzte und sehr aggressiv spielende Herner Mannschaft, die Konzentration hochzuhalten und leichte Ballverluste zu vermeiden. Am besten sei es, selbst zu agieren statt zu reagieren: „Wir wollen versuchen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.“

Ob Tonisha Baker und Alexandra Wilke dabei helfen können, ist noch fraglich. Baker hat sich eine Gehirnerschütterung zugezogen und wird nochmals untersucht. „Sie wird nur spielen, wenn der Arzt sein ‚Okay‘ gibt“, erklärt Unger. Wilke verletzte sich am Dienstag im Training. „Es sieht nach einer Zerrung aus“, berichtet der BC-Trainer und hofft, dass die Aufbauspielerin mitwirken kann.

Unabhängig vom Aufgebot gelte es, zum Abschluss einer langen und anstrengenden Saison mit der Zusatzbelastung im Europacup noch einmal die „letzten Reserven“ zu mobilisieren.

Der Dritte der Deutschen Meisterschaft bekommt zumindest Medaillen, der Vierte hingegen nur Blümchen – „die wollen wir nicht haben“, macht Unger deutlich.

Lizenz ohne Auflagen erteilt

Eine positive Nachricht gab es indes vom Lizenzausschuss der Bundesliga: Dem BC Pharmaserv ist die Lizenz für die kommende Saison ohne Auflagen erteilt worden.

  • Die Finalserie um den Titel beginnt ebenfalls an diesem Freitag. Im ersten von maximal fünf Spielen trifft Keltern um 19 Uhr im Schulzentrum Dietlingen auf den TSV Wasserburg. Das zweite Spiel steigt am Sonntag (16 Uhr) in Oberbayern, dann ist der Serienmeister der vergangenen Jahre Gastgeber.

von Stefan Weisbrod