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Sonderschicht fürs Selbstvertrauen

Basketball-Bundesliga Sonderschicht fürs Selbstvertrauen

Nur zwei planmäßige ­Trainingseinheiten des 
BC Pharmaserv Marburg ­lagen zwischen dem ­Pokal-Aus am Sonntag und dem Bundesliga-Auftakt am Mittwoch – und eine Extra-Einheit.

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Das Hinspiel im September gaben die Marburgerinnen um Marie Bertholdt (Mitte) gegen Keltern mit Tatsiana Likhtarovich (links) und Stina Barnert deutlich ab.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Nach dem Verpassen der Pokal-Endrunde ( 56:63 in Göttingen) blieb für den BC keine Zeit zum Trauern. Diesen Mittwoch reist die Mannschaft von Patrick Unger in den Enzkreis und trifft dort auf die Rutronik Stars Keltern.

Der Vizemeister aus der Nähe­ von Pforzheim ließ während der laufenden Spielzeit nur im Eurocup Federn. Dort schied Keltern in der ersten Runde aus. Am Sonntag zog die Mannschaft im Baden-Derby beim Zweitligisten USC Freiburg mit 80:52 souverän ins Pokal-Top-Four ein. In der Bundesliga ­haben sich die Sterne, die erst ihre dritte Saison im Oberhaus absolvieren, als Spitzenmannschaft etabliert. Mit zehn Siegen und zwei Niederlagen liegen sie punktgleich hinter Spitzenreiter TSV Wasserburg.

Der BC steht nach dem zwölften Spieltag mit sieben Siegen auf Rang fünf und trifft diesen Mittwoch auf das offensiv stärkste Team der Liga. Im Schnitt erzielt Keltern 85 Punkte pro Partie. Den größten Anteil an dieser Ausbeute haben Amber Orrange (14,3), Marina Markovic (12,6 / 5,7 Rebounds) und Schaquilla Nunn (11 / 7,2). Mit 69 zugelassenen Zählern rangiert die Equipe aus dem Enzkreis auf dem dritten Rang der Defensiv-Tabelle – gemeinsam mit dem Pharmaserv-Team.

Unger: Brauchen nicht groß rumheulen

Während die Marburgerinnen ihre letzten beiden Ligaspiele für sich entschieden, strauchelte Keltern am vorletzten Spieltag des alten Jahres nach Verlängerung. Kurioser Weise gegen den TK Hannover, den der BC zwei Wochen später in der Georg-Gaßmann-Halle bezwang.

Wir sprachen mit Marburgs Trainer über das Verpassen der Pokal-Endrunde und den nächsten Gegner:

OP: Herr Unger, Sie waren nach dem Ausscheiden in Göttingen relativ ruhig. Waren Sie nicht enttäuscht?
Patrick Unger: Jeder weiß woran es lag: Defensiv haben wir einige Fehler gemacht, was für ein erstes Spiel des Jahres normal ist. Und wir haben von ­außen einfach nicht getroffen. Es war halt ein schlechter Tag. Aber wir brauchen nicht groß rumheulen, dafür haben wir keine Zeit. Wir müssen uns voll auf Keltern fokussieren.

OP: Das Spiel beschäftigt Sie also nicht mehr?
Unger: Natürlich denkt man darüber nach. Aber gute Teams können das abhaken und gleich wieder eine gute Leistung raushauen. Das wollen wir machen. Ein paar unserer Spielerinnen haben am eigentlich trainingsfreien Montag freiwillig Wurftraining gemacht. Dabei gingen manchmal auch zehn Dreier hintereinander rein. Sie können es also noch. Und alle ärgern sich natürlich, dass es Sonntag nicht geklappt hat.

OP: Das Hinspiel gegen Keltern ging mit 71:81 verloren, gefühlt war es aber deutlicher, oder?
Unger: Wir haben eigentlich nur in der ersten Halbzeit mitgehalten. Seitdem haben wir aber viele Schritte nach vorne gemacht. Keltern befindet sich nach einigen Wechseln ein bisschen im Umbruch. Aber es ist ein überragendes Team. Da müssen wir uns taktisch und athletisch auf viele Dinge einstellen und alles in die Waagschale werfen.

OP: Keltern ist in seinem Pokalspiel am Sonntag in Freiburg locker weitergekommen. Für wen ist das ein Vorteil?
Unger: Das ist 50:50. Anders als Keltern konnten wir in Göttingen keine Kräfte sparen. Aber wenn man gefordert wird, ist das oft besser als ein Larifari-Spiel. Vielleicht tut es uns ganz gut, dass wir diesmal nicht in der Favoritenrolle sind, dann spielen wir meist besser.

von Marcus Richter

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