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Lokalsport Marburgs Gegner will Revanche fürs Hinspiel
Sport Lokalsport Marburgs Gegner will Revanche fürs Hinspiel
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00:22 25.02.2019
Steht vor ihrer Rückkehr: Marburgs Alexandra Wilke (links, gegen Pamela Effangova von Hradec Kralove). Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

„Alle Spielerinnen sind 
fit, und alle Spielerinnen fiebern diesem Spiel entgegen“, sagt Nördlingens Sportlicher Leiter Kurt 
Wittmann vor der Partie 
am Sonntag (16 Uhr) 
gegen den Tabellen-
zweiten aus Marburg. „Wir erinnern uns noch gut an das Hinspiel“, sagt Wittmann. Erst nach der Verlängerung setzten sich die Blue Dolphins im November 2018 mit 104:99 durch – umstritten, wie der Sportliche Leiter der Bayern findet.

Nicht nur ein Foul monierte das Team um Trainer Patrick Bär seinerzeit kurz vor Schluss gegen sich. „Wir haben uns danach Videomaterial angeschaut, in dem klar zu sehen war, dass ein Drei-Punkte-Wurf von Katie Yohn ein Zwei-Punkte-Wurf war“, sagt Wittmann – und fügt an: „Die Punkte aus dem Hinspiel wollen wir uns zurückholen.“

Bei beiden Teams lichtet sich das Lazarett

Wie beim BC lief es zuletzt für das Team aus dem schwäbischen Landkreis Donau-Ries nicht nach Plan: Von fünf Partien im laufenden Kalenderjahr verlor der Tabellensiebte vier – auch deshalb, weil in Luisa Geiselsöder (Knie) eine Schlüsselspielerin lange fehlte. „Solche Ausfälle können wir kaum kompensieren“, klagt Wittmann, der sich freut, dass die personelle Situation nun wieder deutlich besser ist. „Gegen Marburg macht es immer Spaß, zu spielen“, sagt der Sportliche Leiter.

Positiv blickt auch Marburgs Headcoach Patrick Unger dem sportlichen Duell entgegen. Vor allem deshalb, weil außer der langzeitverletzten Kim Winter­hoff (Unger: „Ich hoffe, dass sie nächste Woche wieder ins Training einsteigt“) alle Spiele­rinnen die gut 350 Kilometer weite Fahrte in die Nördlinger ­Hermann-Keßler-Halle ­antreten können. Nach sechswöchiger Pause ist auch Alexandra Wilke wieder mit von der Partie.

Unger fordert nötige Intensität auf dem Feld

Dass seine Mannschaft die beiden vergangenen ­Topspiele gegen den Herner TC (63:81) und gegen den TSV Wasserburg (65:73) verloren hat, will Unger nicht überbewerten, zumal der Coach Wert auf die langfristige Entwicklung seiner Mannschaft legt. „Diese Entwicklung habe ich gesehen“, sagt der Übungsleiter des BC Pharmaserv. „Seit dem ersten Training nach dem letzten Spiel geht es weiter stetig voran. Dabei kommt zum Tragen, dass wir erstmals seit 
Januar wieder auf einen vollständigen Kader ­zurückgreifen können“, sagt Unger. Der 36-Jährige erwartet „ein sehr gutes Team“, was auch damit zusammenhängt, dass die Nördlingerinnen gegen die Top vier der Bundesliga oft nur knapp unterlagen.

In den kommenden zwei Wochen treffen die Bayerinnen im Kampf um die Playoff-Plätze auf Herne und Wasserburg – also auf zwei weitere Mannschaften aus dem Spitzenquartett. „Wichtig ist, dass wir intensiv verteidigen, generell die nötige Intensität aufs Spielfeld bringen und dass unser Verhalten bei den Reboundsituationen stimmt“, fordert der Marburger Trainer von seinen Schützlingen.

von Marcello Di Cicco