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Lokalsport Am besten noch fünf Erfolge
Sport Lokalsport Am besten noch fünf Erfolge
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13:50 19.02.2018
Marburgs Headcoach Patrick Unger (links) und Co-Trainer Andreas Steinbach. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Magere drei Siege stehen auf dem Habenkonto der 
 „Lions“ aus Halle. In der Rückrunde wurde noch kein Zähler eingefahren. Der Abstieg droht.

Vor der Länderspielpause unterlag das Team von Headcoach Christian Steinwerth in Hannover deutlich mit 67:95. Bei solch einem Ergebnis wird schnell klar, dass es in der Defense verloren wurde und darin sah auch Halles Coach die Hauptursache: „Das war für uns eine niederschmetternde Niederlage nach dem leichten Aufwärtstrend in der Woche zuvor, und einer der Hauptgründe dafür war unsere Verteidigung. Wir müssen es schaffen, hier viel mehr zu investieren, egal, ob im Eins-gegen-Eins, in der Hilfe oder beim Rebound.“

Halle wartet auf Befreiungsschlag

Problem erkannt. Deshalb gab es für Steinwerth für die Länderspielpause eine klare Zielvorgabe: „Der Fokus der Mannschaft muss auf der harten Trainingsarbeit in der Verteidigung liegen, dafür muss jede Spielerin bereit sein, alles zu geben.“

Fehlt nur noch der im Sport oft zitierte Befreiungsschlag. Und dieser soll ausgerechnet am Sonntag gegen den BC Pharmaserv Marburg erfolgen. Doch auch für die Marburgerinnen zählt ab sofort jeder Sieg. Schließlich ist für das Team von Headcoach Patrick Unger Platz drei nach der Hauptrunde noch möglich.

Derzeit rangieren die „Blue Dolphins“ mit 20 Zählern auf Platz fünf hinter Bad Aibling (3., 22 Punkte) und Herne (4., 22 Punkte) dicht gefolgt von Nördlingen Donau-Ries (20 Punkte) und Hannover (18 Punkte). Um eine gute Ausgangssituation vor Beginn der Playoffs zu haben, sollte schon Platz drei oder zumindest Platz vier herausspringen. „In der Tat sollten wir keine Punkte mehr abgeben. Wir sind uns dessen bewusst und wollen selbstverständlich auch unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden“, sagte Andreas Steinbach, Co-Trainer des BC.

Co-Trainer sieht Länderspielpause zwiespältig

Während sich der SV Halle in der Länderspielpause nahezu allein auf sich konzentrieren konnte, stellte der BC Marburg in Alexandra Wilke, Marie Bertholdt, Finja Schaake, Stephanie Wagner und Svenja Greunke fünf Spielerinnen für die EM-Qualifikationsspiele gegen die Schweiz (56:54 am vergangenen Samstag in Fribourg) und gegen Tschechien (67:82 am Mittwochabend in Prag) ab. Mit dabei war auch Patrick Unger als Assistenztrainer der Nationalmannschaft.

Hinzu kamen für Marburg zuletzt die Spiele im Europapokal (in der Central Europe Women League erreichte das Team die Finalrunde). Eine zu hohe Belastung vor der entscheidenden Saisonphase? „Muss man zwei Seiten berücksichtigen: Der Vorteil liegt darin, dass sich viele unserer Spielerinnen international messen können, sie bleiben zudem im Rhythmus. Ein Nachteil, wenn überhaupt, ist, dass wir als Mannschaft während der Länderspiele nicht gemeinsam trainieren konnten“, sagt Steinbach.

Marburger erwarten Begegnung auf Augenhöhe

Marburgs Nationalspielerinnen kamen am Donnerstag aus Prag zurück und hatten Zeit zum Regenerieren. Am Freitag und am Samstag absolvieren alle gemeinsam nochmals Trainingseinheiten. „In denen geht es hauptsächlich darum, sich mit dem kommenden Gegner zu beschäftigen“, erklärt Steinbach. Die gute Nachricht: Alle BC-Spielerinnen sind fit.

Auch wenn Halle auf dem letzten Tabellenplatz liegt, werde Marburg den Gegner „keinesfalls unterschätzen. Die Mannschaften, die unten stehen, sind immer besonders motiviert“, warnt Steinbach, der deshalb eine Begegnung auf Augenhöhe erwartet.

  • Bundesliga Frauen: USC Heidelberg – ChemCats Chemnitz (So., 15 Uhr), SV Halle Lions – BC Pharmaserv Marburg, Veilchen Ladies Göttingen – TK Hannover, TSV Wasserburg – Angels Donau-Ries Nördlingen, Herner TC – Rutronik Stars Keltern, Fireballs Bad Aibling – TV Saarlouis Royals (alle So., 16 Uhr).

von Michael E. Schmidt