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Lokalsport BC Marburg bleibt in der Erfolgsspur
Sport Lokalsport BC Marburg bleibt in der Erfolgsspur
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00:19 29.11.2018
Tonisha Baker hatte nicht nur wegen ihrer 21 Punkte großen Anteil am 69:63-Sieg der Marburgerinnen gegen Göttingen. Quelle: Michael Hoffsteter
Göttingen

Spätestens als Paige Bradley 90 Sekunden vor dem Ende der Partie mit einem Drei-Punkte-Wurf auf 68:59 für die Marburger erhöhte, dürfte so jedem Zuschauer in der Sporthalle des Felix-Klein-Gymnasiums klar gewesen sein, dass die Messe gelesen ist – und das, obwohl die bis dahin unterlegenen Gastgeberinnen im letzten Viertel eine sehenswerte Aufholjagd hingelegt hatten.

Mit 15:8 ging der letzte Durchgang an die Flippo Baskets, die es immerhin schafften, von einem 13- auf einen 5-Punkte-Rückstand zu verkürzen, weil der BC in dieser Phase die Zügel etwas schleifen ließ. Dass es am Ende noch mal enger wurde, nahm Unger allerdings gelassen, schließlich vertraute er seinem Team. Während bei Bradley besagter Dreier saß, scheiterten kurz zuvor Cori Coleman und Jennifer Crowder mit ihren Versuchen aus der Distanz, aus der die Niedersächsinnen zu wenig machten: Lediglich einen von zehn Dreiern verwandelten die Göttingerinnen.

Statistik

Flippo Baskets Göttingen – BC Pharmaserv Marburg 63:69.

Viertel: 19:25, 15:18, 14:18, 15:8.

Göttingen: Coleman (10), Crowder (6), Dobroniak, Grudzien (17/ 1 Dreier/ 5 Rebounds), Karambatsa (5/6 Reb.), Lücken (2), Nguyen Manh (4), Pierce (8), Simon (11/5 Reb.).

Marburg: Baker (21/3/4 Assists), Bertholdt (16/8 Reb.), Bradley (6/2), Kiss-Rusk (8/15 Reb.), Klug, Schaake, Wagner (4), Wilke (8/2), Winterhoff, Yohn (6/2/7 Reb.).     

Von einer „ärgerlichen Niederlage“ sprach die Ex-Marburgerin Crowder im Flippo-Dress, weil ihr Team „über weite Strecken gut mitgehalten“ habe.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Team von BC-Headcoach Unger Göttingen früh den Zahn zog. Bereits nach fünf Minuten lagen die Blue Dolphins mit 14:6 in Führung, auch dank einer guten Defensivleistung und vielen Rebounds, die Marburg holte – allen voran Alexandria Kiss-Rusk (15) und Marie Berthholdt (8).

„In der Offensive waren wir richtig gut. Wir haben uns viele Wurfsituationen herausgespielt“, lobte BC-Trainer Unger – genau wie Marburgs Johanna Klug: „Gerade in der Offensive haben wir einen guten Job gemacht. Wenn das Zusammenspiel klappt, dann läuft es einfach.“ Nicht ganz zufrieden stimmte Unger derweil aber die Defensive, denn „da gab es viele Dinge, die wir vor der Länderspielpause noch besser gemacht haben – etwa im Eins 
gegen Eins oder unter dem Korb“. Laut Klug habe man durchaus gemerkt, „dass wir erst wieder in den Rhythmus finden müssen“.

Mit einer 25:19-Führung gingen die Unger-Schützlinge ins zweite Viertel, in der der BC seine Führung weiter ausbaute, vor allem dank der Offensivrebounds. Dass es mit einem Neun-Punkte-Vorsprung in die Pause ging, lag auch an der Dreierquote: Während der BC sechs von 16 Versuchen versenkte, trafen die Baskets Göttingen bei sechs Versuchen kein einziges Mal.

Binnen vier Minuten zehn Punkte draufgepackt

Den besseren Start ins dritte Viertel gelang zwar den Einheimischen, wenn es Ernst wurde, waren die Marburgerinnen aber zur Stelle. Betrug der Vorsprung zwischenzeitlich nur fünf Punkte (22.), sorgten Bradley, Bertholdt (mit dem Rücken zum Korb) und Co. binnen vier Minuten gar für eine komfortable 15-Punkte-Differenz. Dennoch stellte Crowder fest: „In der zweiten Halbzeit haben wir es defensiv gut gemacht. Davon zeugen 26 Punkte. Am Ende haben Kleinigkeiten entscheiden, außerdem wurden unsere Fehler bestraft.“

Für den in der Liga noch ungeschlagenen BC Marburg geht es am kommenden Samstag (19 Uhr) in eigener Halle gegen den Tabellensechsten TK Hannover weiter.

von Marcello Di Cicco