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BC startet stark, dann dreht Keltern auf

Basketball, Frauen-Bundesliga BC startet stark, dann dreht Keltern auf

Vor der Pause war der BC Pharmaserv Marburg beim Titelaspiranten Keltern ein ebenbürtiger Gegner. Danach kam das Team von Patrick Unger mit der aggressiven Spielweise der Gastgeberinnen nicht mehr klar.

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Marburgs Marie Bertholdt (rechts) bekommt den Ball gegen Kelterns Tatsiana Likhtarovich nicht unter Kontrolle.

Quelle: Harry Rubner

Keltern. Beim Stand von 35:34 für Keltern zur Pause war die Welt der „Blue Dolphins“ noch in Ordnung. Doch dann reichten den Gastgeberinnen rund fünf Minuten, um davonzuziehen. Nach 27 gespielten Minuten führte Keltern mit 55:46 – eine Vorentscheidung, wie sich im weiteren Verlauf der Partie heraustellen sollte.

„Nach dem Seitenwechsel haben wir einfach keinen Zugriff mehr auf das Spiel bekommen. Wir haben uns durch eigene Fehler verunsichern lassen, sind mit der Intensität runtergegangen. Zu viele Ballverluste im Spiel nach vorn und zu viele zugelassene Offensiv-Rebounds waren letztlich der ausschlaggebende Faktor für die Niederlage“, sagte Marburgs Coach Patrick Unger.

Demgegenüber war Kelterns Coach Christian Hergenröther vollauf zufrieden: „Wir haben zuletzt im Training intensiv an unseren Rebounds gearbeitet. Meine Spielerinnen haben gegen Marburg gezeigt, dass es sich gelohnt hat. Ich bin stolz, dass meine Mannschaft so gefightet und all die Vorgaben hervorragend umgesetzt hat.“

In drei Minuten elf Punkte für Keltern

Der BC hatte zwar trotz des zwischenzeitlich großen Rückstands starke Aktionen in der Defensive, agierte aber danach bei den Angriffsaktionen zu überhastet und hektisch, was zu vielen unnötigen Ballverlusten führte. Nach 32. Minuten lag das Team mit 57:68 zurück.

Dennoch keimte bei den 30 mitgereisten Marburger Fans fünf Minuten vor dem Ende wieder leichte Hoffnung auf. Der BC kämpfte sich nochmals nach einem Dreier von Finja Schaake, Marburgs beste Schützin, auf 64:70 heran. Es sollte aber nicht mehr reichen. Keltern traf auch in der Schlussphase gut. „Wir sind mit der aggressiven Spielweise nicht gut klar gekommen“, resümierte Marburgs Spielerin Stephanie Wagner.

Statistik

Keltern - Marburg 84:72 (13:20, 22:14, 27:21, 22:17)
Keltern: Mailis Pokk (16/4 Dreier), Amber Orrange (8), Romina Ciappina (14/4), Lina Pikciute (9), Marina Markovic (10), Carmen Miloglav (2), Tatsiana Likhtarovich (9/1), Schaquilla Nunn (4), Stina Barnert (12).
Marburg: Diana Voynova (6), Paige Bradley (6/1), Svenja Greunke (6), Finja Schaake (23/3), Kim-Malin Winterhoff, Marie Bertholdt (11), Alexandra Wilke (6), Katlyn Yohn (6/2), Tonisha Baker (2), Stephanie Wagner (6).
Zuschauer: 250.

Dabei hätte die Partie für die Gäste nicht besser beginnen können: Im Gegensatz zur Pokalpartie in Göttingen am vergangenen Sonntag, in der Marburg nur 3 von 31 (!) Dreier-Versuchen erfolgreich abgeschlossen hatte, gingen gestern Abend gleich die ersten beiden Dreier ins Netz. Nach acht Minuten lag der BC mit 16:9 in Führung, nach zwölf Minuten gar mit 25:13.

Doch dann folgte der große Auftritt von Romina Ciappina. Die 29-jährige Belgierin wurde eingewechselt und erzielte innerhalb von nur drei Minuten elf Punkte in Folge, darunter drei Dreier. Keltern hatte nun seine stärkste Phase und drehte die Partie auch aufgrund vieler unnötiger leichter Ballverluste auf Marburger Seite. Auffälligste Akteurin bei den „Blue Dolphins“ war vor der Halbzeitpause Finja Schaake. Ihr gelangen in den ersten beiden Vierteln starke 15 Punkte.

von Marcus Richter und Michael E. Schmidt

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