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Blue Dolphins überzeugen als Team

Basketball-Bundesliga Blue Dolphins überzeugen als Team

Die Marburger Bundesliga-Basketballerinnen haben gegen Aufsteiger Heidelberg einen deutlichen Sieg eingefahren. Während die Gäste vor allem auf Einzelaktionen setzten, beeindruckten die BC-Frauen spielerisch.

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Im Kampf um den Ball: Marburgs Diana Voynova (oben) und Heidelbergs Tiffany Jones-Smith. Der BC bezwang den USC am Samstagabend deutlich mit 84:66.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. 25:7 Assists standen am Ende zugunsten der Blue Dolphins zu Buche. Patrick Unger wusste, warum: „Das war Team-Basketball gegen Eins-gegen-Eins-Basketball“, sagte der Marburger Trainer nach dem 84:66-Sieg des BC Pharmaserv am Samstagabend über die AXSE BasCats des USC Heidelberg. Vor allem in der ersten Hälfte agierten die Gastgeberinnen offensiv mit hohem Tempo und spielten über drei, vier Stationen Spielerinnen unter dem Korb oder auf den Flügeln frei. „So wollen wir Basketball spielen. Einzelaktionen sind auch wichtig, davon hatten wir in der zweiten Hälfte einige gute“, sagte Unger, betonte aber: „Den schöneren Basketball haben wir in der ersten Halbzeit gespielt.“

Statistik

BC Pharmaserv Marburg – AXSE BasCats USC Heidelberg 84:66 (26:15, 21:16, 20:19, 17:16).

Marburg: Wilke 4 Punkte, Bertholdt 10, Schaake 18/2 Dreier, Yohn 16/4 (6 Assists), Greunke 8 (8 Rebounds, 3 Blocks), Winterhoff 2, Baker 6, Bradley 6/2 (6 Assists), Voynova 6, Wagner 8.

Heidelberg: Palenickova 6/1, Jones-Smith 8 (10 Rebounds), Le Mar 9/1, Angol, Chatzitheodoros, Kranzhöfer 6, Meusel, Young 21 (10 Rebounds), Lummer 4, Arthur 8, Zipser 4.

Zuschauer: 470.

47 Punkte gelangen von den Augen von Ex-BC-Spielerin Julia Köppl in den ersten 20 Spielminuten, mit 16 Zählern Abstand gingen die Marburgerinnen in die Pause. Vor allem Katlyn Yohn war „on fire“, Unger bescheinigte ihr ein „hammergutes Spiel“ in der ersten Spielhälfte, in der sie vier „Dreier“ traf und 14 ihrer insgesamt 16 Punkte machte. Das trotz Beeinträchtigung: Seit einiger Zeit hat die US-Amerikanerin mit Schmerzen im Fuß zu kämpfen. „Es wird immer besser. Aber es ist noch nicht so, wie es sein soll“, sagte sie selbst nach dem „auf jeden Fall verdienten“ Sieg.

USC-Coach Czygan klagt: „Wir sind benachteiligt worden“

Nach offenem Beginn (6:6/3. Minute) zog der BC mit einem 11:0-Lauf zum 17:6 (5.) davon, hielt den Elf-Punkte-Vorsprung bis zur ersten Viertelpause (26:15). In den zweiten zehn Minuten baute das Team um Topscorerin Finja Schaake (insgesamt 18 Punkte) den Abstand auf zwischenzeitlich mehr als 20 Zähler aus (47:26/19.), mit 47:31 gingen die Teams in die Kabinen.

Die Marburger Führung sei „absolut in Ordnung“ gewesen, sagte Heidelbergs Trainer Dennis Czygan, „wir haben in der Verteidigung zu oft geschlafen“. Trotz des klaren Rückstands habe er aber das Gefühl gehabt, „dass wir noch gewinnen können“. Die physisch agierenden Gäste, in der ersten Hälfte zu selten zielstrebig und hin und wieder mit Pech beim Abschluss, gaben nicht auf und präsentierten sich nach dem Seitenwechsel konzentrierter. Nach 50:67-Rückstand nach dem dritten Spielabschnitt kamen sie bis auf 61:71 heran (34.), ehe der BC wieder klarer davonzog. „Wir sind ein Team, das immer zurückkommen kann, das haben wir häufig bewiesen“, erklärte Czygan. „Aber wir haben nicht gegen Fünf gespielt sondern gegen eine eindeutige Überzahl“, übte er Kritik an den Schiedsrichterinnen. In den „entscheidenden Phasen“ seien „Pfiffe gekommen, die für mich nicht ganz nachvollziehbar waren. Wir sind benachteiligt worden.“

Tatsächlich jedoch waren keine klaren Fehlentscheidungen auszumachen. 24 Fouls wurden gegen die Marburgerinnen gepfiffen, lediglich 18 gegen die teils sehr hart spielenden Heidelbergerinnen. Unger verwies auf diese Zahlen, wollte Czygans Aussagen ansonsten nicht kommentieren. „Wir konzentrieren uns auf unser Spiel“, sagte er stattdessen, sprach von einer „insgesamt ansprechenden Leistung“. Physisch starke Gegner „liegen uns nicht so, aber diesmal haben wir es gut hinbekommen“, sagte er und erklärte, wieso Page Bradley in der Schlusssekunde trotz klarer Führung noch einen „Dreier“ nahm (und traf): „Das werden wir für den Rest der Saison mit Blick auf den direkten Vergleich mit dem TK Hannover immer so machen, auch wenn wir mit 25 oder 30 Punkten führen.“ Grund: Marburg und Hannover haben jeweils einmal mit drei Zählern Differenz gewonnen. Daher könnte am Saisonende die Punktedifferenz aus allen Partien relevant werden, sollten BC und TK die gleiche Anzahl von Siegpunkten vorzuweisen haben.

Nationalteam mit fünf BC-Spielerinnen und Unger als Co-Trainer

Die Bundesliga pausiert am kommenden Wochenende, Schaake, Alexandra Wilke, Marie Bertholdt, Svenja Greunke und Stephanie Wagner sowie Unger als Co-Trainer sind jedoch im Einsatz - mit der Nationalmannschaft. Die DBB-Auswahl gastiert in der EM-Qualifikation am Samstag in der Schweiz und am darauffolgen Mittwoch in Tschechien.

von Stefan Weisbrod

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Von Redakteur Stefan Weisbrod

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