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„Ein bisschen wie beim Eishockey“

BC Pharmaserv Marburg „Ein bisschen wie beim Eishockey“

Von der Endrunde im CEWL-Europacup bringt das Pharmaserv-Team nur den Pokal für den zweiten Platz nach Hause mit. Dennoch ist der Marburger Trainer mit dem Auftreten seines ersatzgeschwächten Teams zufrieden.

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Eine Szene aus der Begegnung der Blue Dolphins gegen Satu Mare in Marburg: Diana Voynova (rechts) setzt sich gegen ihre rumänische Gegenspielerin durch.

Quelle: Nadine Weigel

Brasov. Ein Hauch von Olympia wehte durch die Sporthalle „Dumitru Popescu Colibasi“. Und das nicht nur wegen des Vereinsnamens des Gastgebers, Olimpia. „Es ist ein bisschen wie vorige Woche beim Eishockey“, sagte Patrick Unger nach dem Finale. Die Niederlage sei enttäuschend. „Aber wir können stolz darauf sein, was wir erreicht haben“, sagte der Trainer des BC-Teams. Ähnlich hatten sich vor einer Woche Spieler der deutschen Eishockey-Auswahl nach dem verlorenen Olympia-Finale geäußert, das sie überraschend erreicht hatten.
Schon in der Gruppenphase hatten die Marburgerinnen beide Duelle mit CSM Satu Mare verloren. Ohne zwei Nationalspielerinnen – Finja Schaake lernte zu Hause fürs Examen, Svenja Greunke hatte sich im Halbfinale am Knöchel verletzt – bot der Bundesliga-Fünfte dem Finalgegner über weite Strecken Paroli. Und das gegen eine Mannschaft, die „einen Etat von einer Million Euro“ hat, wie Unger weiß. „Wir haben den Namen Marburg ein bisschen auf die europäische Basketball-Landkarte gebracht“, sagte Unger und berichtete von positiven Rückmeldungen seitens der anderen Teams. „Wir wurden von allen Seiten gelobt, für unser Auftreten und für unseren Basketball“, sagte Unger, „wir sind wohl auf dem richtigen Weg.“

Auch kurz vor Ende noch Hoffnung

Verloren ging das Endspiel gegen den Zweiten der Rumänischen Nationalliga bereits im zweiten Viertel. Nach ausgeglichenem Beginn (17:14 für den BC) herrschte mehrere Minuten Flaute im gegnerischen Korb. Satu Mare zog auf 27:17 davon und holte bis zum Seitenwechsel seinen höchsten Vorsprung heraus (41:28). „Da haben wir ein bisschen energielos und ängstlich gespielt“, haderte Unger.
Aus der Kabine kamen die Hessinnen mit frischem Schwung und verkürzten auf 39:42 (27. Minute). Auch vier Minuten vor dem Ende bestand beim 56:60 noch Hoffnung. Doch die Rumäninnen trafen gut von der Freiwurflinie. Es ist der erste Sieg in diesem Wettbewerb für CSM Satu Mare.
Den Bronze-Rang sicherte sich Gastgeber Brasov durch einen 72:55-Erfolg gegen Alba Iulia.

Im Halbfinale gegen Gastgeber Olimpia Brasov hatten die Marburgerinnen laut ihres Coaches eine „überzeugende Leistung“ gezeigt. Nach Vorteilen für die Rumäninnen im ersten Viertel legte der BC einen starken zweiten Durchgang hin und führte mit 47:29. Beim 47:35 wurden die Seiten gewechselt. In der Endphase des dritten Abschnitts erwischten die Gäste eine Schwächeperiode, Brasov glich kurz nach Beginn des Schlussaktes aus (58:58). Trotz des Ausfalls von Svenja Greunke (umgeknickt) und Diana Voynova (ausgefoult) steigerten sich die Marburgerinnen und gewannen mit 83:68.

Heute fliegt die Mannschaft zurück nach Nürnberg und fährt von dort aus nach Oberbayern. Beim TSV Wasserburg steht morgen ab 19.30 Uhr das Nachholspiel in der Bundesliga an.

Statistik

1. Halbfinale Olimpia CSU Brasov – BC Pharmaserv Marburg 68:83. Viertel: 20:17, 15:30, 19:11, 14:25. Brasov: Al Ash Hab, Chirila (n.e.), Danalache (n.e.), Dumitrache, Handford 23 Punkte / 1 Dreier (3 Steals), Higgins 2 (14 Rebounds), Irimia 18 (8 Reb., 3 St.), Jez 4, Moraru, Pesovic 10/1 (8 Reb., 5 Assists, 5 St.), Pop (n.e.), Radovic 11/1 (9 Reb., 5 Ass.). Marburg: Baker 21/1, Bertholdt 8 (7 Reb.), Bradley 6/2, Greunke 23/1 (9 Reb., 3 Ass.), Voynova 6 (7 Reb., 3 Ass.), Wagner 3/1 (7 Reb., 3 Ass.), Wilke 4, Winterhoff 1, Yohn 11/2.

2. Halbfinale: CSM Satu Mare – CSU Alba Iulia 81:62.
Spiel um Platz 3: CSU Alba Iulia – Olimpia CSU Brasov 55:72.
Finale: CSM Satu Mare – BC Pharmaserv Marburg 69:60. Viertel: 20:17, 21:11, 12:17, 16:15. Satu Mare: Baltic 10 Punkte (9 Rebounds), Denson 7 (8 Reb.), Green 10/2 Dreier (3 Assists), Harrison 13/1,   Mandache 10/2 (6 Reb.), Orosz (n.e.), Solopova 15/1 (7 Reb.), Uiuiu 4. Marburg: Baker 7/1, Bertholdt 8 (10 Reb., 3 Ass., 3 Steals),
Bradley 7/1 (4 Ass.), Greunke (n.e.), Wagner 7/1, Wilke 2, Winterhoff, Voynova 8 (24 Reb.), Yohn 21/5. Zuschauer: 300.

von Marcus Richter

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