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Lokalsport Topduell: BC Marburg empfängt Herne
Sport Lokalsport Topduell: BC Marburg empfängt Herne
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00:19 11.02.2019
Ob Katlyn Yohn (links; gegen Hannover) am Sonntag für Marburg gegen Herne spielen kann, wird erst kurzfristig entschieden. Sie hatte sich unlängst eine Zerrung zugezogen.  Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Besser geht eigentlich nicht: Am Sonntag (10. Februar) stehen sich ab 16 Uhr Spitzenreiter BC Pharmaserv Marburg und der Tabellenzweite Herne gegenüber. Ein Duell der Superlative: Auf der einen Seite Marburg, das bislang in 14 Bundesligaspielen nur eine Niederlage kassierte, auf der anderen Herne mit gerade einmal einer Niederlage mehr. Die beiden Mannschaften, die vor der Saison als noch besser eingestuft wurden, hinken derzeit hinterher. Wasserburg und Keltern wurden in der laufenden Spielzeit bereits jeweils fünfmal bezwungen. 

Mit einem Sieg könnte Marburg den Vorsprung auf Herne auf vier Punkte ausbauen. Im Hinblick auf die Platzierung nach der Hauptrunde und vor Beginn der darauf folgenden Playoffs ist dies nicht unwichtig. Insofern müsste dieses Topduell am Sonntag in der kleinen Marburger Georg-Gaßmann-Halle doch auch für Marburgs Chefcoach Patrick Unger einen besonderen Stellenwert haben, oder?

Freier Eintritt für Trommler

Für die heiße Phase der Bundesliga-Saison baut der BC Pharmaserv Marburg auf lautstarke Unterstützung durch seine Fans. Bis zum Saisonende erhalten alle BC-Anhänger, die eine Trommel zu den Bundesliga-Heimspielen mitbringen und damit die Marburgerinnen anfeuern, freien Eintritt. Dies teilte Pressewart Marcus Richter mit.

„Klar wollen wir jedes Spiel gewinnen. Und wir werden auch alles dafür tun. Doch wäre eine Niederlage kein Beinbruch. Ich denke jetzt nicht darüber nach, wer mit wie viel Punkten hinter uns steht. Fakt ist: Die Saison beginnt ohnehin erst mit den Playoff-Spielen in sechs Wochen. Deshalb geht es für mich nicht um irgendwelche Taktiken, die ich mir gegen Herne zurechtlege, sondern darum, mein Team dahin zu bringen, dass es bei den Playoffs konditionell voll auf der Höhe ist“, erklärt Unger.

Neuzugang Darcee Garbin gibt ihr Debüt

Insofern habe das Resultat gegen Herne keine Aussagekraft. Auch dass Wasserburg und Keltern bereits fünf Niederlagen kassierten, tangiert Unger wenig. „Diese beiden Mannschaften haben sich inzwischen personell nochmals verstärkt. Keltern beispielsweise spielte am vergangenen Wochenende erstmals in kompletter Besetzung. Wie stark sie jetzt sind, hat man gesehen“, ergänzt Unger. Er spielt auf den deutlichen 82:62-Sieg eben gegen Marburgs nächsten Gegner, Herne, an (das Hinspiel hatte Herne noch mit 88:60 gegen den amtierenden Meister gewonnen). 

Mit ein Beleg dafür, dass sich in Keltern einiges getan hat. Hernes Trainer Marek Piotrowski versuchte, der klaren Niederlage dennoch auch Positives abzugewinnen. „Man wird nicht nur durch Siege stärker. Ich hoffe, dass die Niederlage die Mannschaft noch mehr zusammenschweißt und sie in Marburg die richtige Antwort gibt“, sagte er gegenüber der „WAZ“.

In Marburg wird auch Hernes Neuzugang Darcee Garbin ihr Debüt geben, die in Keltern noch auf der Bank blieb. Die 24-Jährige ist 1,87 Meter groß und stammt aus Australien. Fraglich ist, ob bei den „Blue Dolphins“ Katlyn Yohn zum Einsatz kommt. Die Amerikanerin hatte sich gezerrt. Definitiv fehlen wird Alexandra Wilke mit Rückenproblemen.

von Michael E. Schmidt