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Lokalsport Noemi Ristau bricht sich den Knöchel
Sport Lokalsport Noemi Ristau bricht sich den Knöchel
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14:32 08.01.2019
Noemi Ristau hat sich den Knöchel gebrochen. Im März will sie aber wieder angreifen. Quelle: Privatfoto
Kühtai

Die Enttäuschung ist ihr anzuhören: „Es ist echt blöd, ich bin wirklich frustriert“, sagt Noemi Ristau im Telefongespräch mit der OP. Die blinde Skifahrerin aus Marburg befindet sich derzeit mit der deutschen Nationalmannschaft im Trainingslager in Österreich. Und genau dort ist das Unglück nun passiert. Beim Einfädeln stürzte die 27-Jährige so unglücklich, dass ihr Knöchel brach. „Ich kann mir das gar nicht erklären. Ich war nicht schnell unterwegs und der Sturz war auch eigentlich nicht so doll“, erklärt Ristau am Dienstagmittag, kurz bevor sie ins Klinikum nach Innsbruck gebracht wird. Dort soll der glatte Bruch des Außenknöchels operiert werden. Ristau wird nach der OP mindestens sechs Wochen ausfallen.

Auch wenn die Prognose dieser Verletzung „ganz gut“ aussieht, wie sie sagt, bedeutet es dennoch, dass die Weltmeisterschaft im Januar ohne die Marburgerin stattfinden wird. Ein herber Schlag für die erfolgreiche Skifahrerin, die im vergangenen Jahr an den Paralympischen Spielen in Pyeongchang teilnahm. Denn bisher lief die Saison ausgesprochen gut an: Anfang Dezember gewann sie in Pitztal den Riesenslalom und damit die Deutsche Meisterschaft.

Aber Noemi Ristau, die im Jugendalter ihr Augenlicht verlor, gewinnt dieser Zwangspause etwas Positives ab: „Es hätte auch schlimmer sein können. Hätte ich mir den Innenknöchel gebrochen, würde ich noch viel länger ausgefallen.“
Positiv ist auch, dass sie in der Nationalmannschaft bleiben kann. Wenn alles nach Plan läuft, will sie bis März wieder fit sein. Dann findet der Weltcup in Spanien statt. Ristau bleibt kämpferisch: „Dann will ich wieder angreifen.“

von Nadine Weigel

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Mittwochsausgabe der OP.