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Lokalsport Aufregung nach Tritt in die Bande
Sport Lokalsport Aufregung nach Tritt in die Bande
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18:00 07.01.2019
Nachdem Thomas Wellner etwas zu heftig gegen die Bande getreten hatte, musste die Partie seines VfB Marburg gegen Michelbach unterbrochen werden. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Dem Angriffswirbel von Clemens Haberzettl, Matthias Pape und Co. hatten die zweiten Mannschaften von Eintracht Stadtallendorf und BSF Richtsberg nichts entgegenzusetzen und gingen mit 2:8 beziehungsweise 0:10 unter. Lediglich der Gruppenzweite SG Lahnfels zog sich bei seiner 2:4-Niederlage achtbar aus der Affäre. „Wir haben deutlich besser als in der Vorrunde gespielt und schöne Tore erzielt. Vor allem der Fallrückzieher von Ingo Czyrzewski war sehenswert“, kommentierte der Sportliche Leiter „Momo“ Jauernick die Galavorstellung seines Teams.

Bei der SG Lahnfels kam Torjäger Fabian Schmidt nicht wie gewohnt zum Zug. „Ich glaube, wir haben trotzdem unser Soll erfüllt“, zeigte sich Trainer Horst Prenzer zufrieden. Stadtallendorfs Coach Karl-Heinz Jarosch wäre ebenfalls gerne weitergekommen, musste allerdings wegen eines weiteren Turniers in Dutenhofen seine Mannschaft aufsplitten.

VfB blamiert sich gegen Bauerbach II

Für den Aufreger in der Gruppe A sorgte Thomas Wellner vom VfB Marburg, der im Spiel gegen Michelbach I mutwillig die Bande eintrat und damit für eine längere Unterbrechung sorgte. Konkurrent FSV Cappel sah dadurch den Spielverlauf beeinflusst und legte Protest bei der Turnierleitung ein, der jedoch abgewiesen wurde. Der VfB Marburg kam durch den 4:1-Sieg gegen die bereits als Gruppensieger feststehenden Michelbacher wegen der um einen Treffer besseren Tordifferenz weiter, während die Cappeler somit draußen waren. Nach dem 1:1 im direkten Duell gegen Cappel hatte sich der VfB durch eine 1:2-Niederlage gegen Bauerbach II blamiert.

In der Gruppe C legte der FSV Schröck gleich im ersten Spiel mit einem 4:3-Erfolg gegen den stärksten Rivalen BSF Richtsberg den Grundstein zum Gruppensieg. Die zweiten Mannschaften von Michelbach und Wehrda waren chancenlos. In der zeitweise mit über 500 Zuschauern sehr gut besetzten Halle brandete allerdings der meiste Beifall für Wehrdas Schwergewicht Alexander Diessel auf, der ausgerechnet gegen Schröck das einzige Tor seiner Mannschaft erzielte.

Wehrda überrascht mit 6:4 Sieg gegen Titelverteidiger

Wehrdas „Erste“ zog dagegen ebenso wie die SF BG Marburg und der FSV Schröck mit der vollen Punktausbeute in die Endrunde ein. Wobei der 6:4-Sieg gegen Titelverteidiger SV Bauerbach I nicht unbedingt zu erwarten war, was zu diversen Spekulationen führte, ob die Bauerbacher wegen der vermeintlich schwächeren Gegner lieber in die andere Endrundengruppe wollten. Bauerbachs Trainer Stefan Frels machte allerdings deutlich: „Da ist nichts dran. Wir wollten schon gewinnen.“ Trotzdem sprach sich Wehrdas Sportlicher Leiter Stefan Clasani dafür aus, den Modus zu überdenken und die Endrunde erst am Sonntag auszulosen.

Während dem Coach von SF BG Marburg II, Dennis Siepmann, vor allem die 1:6-Niederlage im letzten Spiel gegen den SV Mardorf aufstieß, zeigte sich dessen Trainer Karsten Kuhl mit den Hallenqualitäten seiner Mannschaft zufrieden.
Ebenso wie Turnierleiter Bernhard Nather vom Ausrichter TSV Elnhausen mit den Leistungen der Unparteiischen.

von Kurt Arke