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Auf die Gerätepunkte kommt es an

Kunstturn-Bundesliga: KTV gegen Chemnitz/Halle Auf die Gerätepunkte kommt es an

Für die Kunstturner der KTV Obere Lahn geht es am Samstag (18 Uhr) gegen Chemnitz/Halle um mehr als einen Sieg - auch die Gerätepunkte könnten in der Endabrechnung entscheidend sein.

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Bei der knappen Niederlage gegen Stuttgart patzte Fabian Lotz am Barren. Gegen Chemnitz/Halle peilen die Turner der KTV Obere Lahn einen klaren Sieg an. Foto: Benedikt Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Der Weg nach Karlsruhe ist noch weit. Genau dort möchte die KTV Obere Lahn aber hin, um am 22. November als eines der vier besten Teams Deutschlands um Medaillen zu turnen. Derzeit sind die Biedenkopfer Fünfter. „Aufgrund der Situation werden wir alles daran setzen, möglichst viele Geräte zu gewinnen“, sagt KTV-Trainer Albert Wiemers vor dem Duell mit Chemnitz/Halle am Samstag (18 Uhr) in der Halle der Lahntalschule.

Die angesprochene Situation wäre eine andere, hätten die Hinterländer am vergangenen Wochenende Spitzenreiter Stuttgart besiegt. Die Chance war sogar da, erst der letzte schwäbische Turner Daniel Weinert entschied das enge Duell mit 5:0 Scorepoints zum 37:36 für Stuttgart.

Vorwürfe an den Biedenkopfer Schlussturner Thore Gauch, von den Ausgangswerten schwächer als sein Gegner, gab es seitens des Trainers trotzdem nicht. „Thore hat zwar unter seinen Möglichkeiten geturnt“, sagt Wiemers rückblickend. „Aber wer will es ihm verdenken? Auf ihm lastete ein Riesendruck. Hätte er sauber durchgeturnt, wäre er der Held des Tages gewesen. Es ist so, als würde man im Fußball den entscheidenden Elfmeter danebensetzen.“

Der Traum vom erneuten Erreichen des großen Finals um Gold, wo es im Vorjahr gegen Wetzgau nicht ganz zum großen Wurf reichte, scheint damit geplatzt. Jetzt hofft die KTV-Riege auf Schützenhilfe der Stuttgarter gegen Meister Wetzgau, damit es wenigstens noch mit dem kleinen Finale klappt. Die andren Konkurrenten KTV Straubenhardt (in Cottbus) und TG Saar (bei Schlusslicht Siegerländer KV) stehen dagegen vor vermeintlich leichten Aufgaben.

Auch die KTV Obere Lahn sollte keine Probleme haben, gegen MTT Chemnitz/Halle zu bestehen. Ohne den nach Straubenhardt abgewanderten Andreas Bretschneider, der bei der WM in China den als Weltneuheit angekündigten Doppelsalto mit zwei Schrauben am Reck doch nicht zeigte, haben die Ostdeutschen in Matthias Fahrig nur einen Turner in ihren Reihen, der den Hinterländern gefährlich werden könnte. Das „Sprungwunder“ (Wiemers) laboriert jedoch an einer Fußverletzung und war bei der klaren 4:69-Niederlage in Straubenhardt nicht am Boden im Einsatz.

Die Biedenkopfer können dagegen in Bestbesetzung antreten. „Es kann sein, dass es an dem einen oder anderen Gerät Umbesetzungen geben wird“, kündigt Albert Wiemers an, dem die Wackler von Fabian Lotz an Pferd und Barren sowie von Waldemar Schiller an den Ringen nicht entgangen sind: „Wir haben über den Wettkampf verteilt Fehler gemacht, die nicht hätten passieren sollen.“ Eigentlich hatte sich Wiemers vor dem abschließenden Gerät, dem Reck, schon mit der Niederlage abgefunden. Doch der Patzer von Stuttgarts Topmann Donnell Wittenburg eröffnete der KTV unverhofft doch noch die Siegchance. „Das war eine Vorlage, die wir nicht haben nutzen können“, blickt Wiemers zurück.

Jetzt sind die Biedenkopfer gefordert, möglichst viele Gerätepunkte zu holen, um noch das Ticket für Karlsruhe zu lösen. Gegen Chemnitz/Halle soll der Anfang gemacht werden. Für den Wettkampf gibt es noch Karten an der Abendkasse.

von Holger Schmidt

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