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Antje Krause überzeugt in Winschoten

Ultra-Langlauf Antje Krause überzeugt in Winschoten

Antje Krause vom Ultra Sport Club Marburg ist bei den Weltmeisterschaften über 100 Kilometer hervorragende 8:22:08 Stunden gelaufen.

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Im Ziel bejubelte die Marburgerin Antje Krause ihre gute Zeit über die 100-Kilometer-Distanz. Foto: Heiko Krause

Quelle: Heiko Krause

Winschoten. Die Bedingungen für schnelle Zeiten waren gut. Der Kurs war flach, die Luft kühl und trocken, einzig der Wind beeinträchtigte die Läuferinnen und Läufer. Für die Marburgerin Antje Krause war es bereits der achte Einsatz im Nationalteam. Erst im April vertrat sie die deutschen Farben in Turin beim 24-Stundenlauf. Im Norden der Niederlande bedeutete ihre Leistung Platz 27 in einem Weltklassefeld. In der gleichzeitig ausgetragenen Europawertung lief sie auf Rang 20.

Mehr als die Platzierung bedeutete der Marburgerin aber ihre Leistung. Seit fünf Jahren war sie nicht mehr so schnell unterwegs. 2014 wurde sie von einer Verletzung gestoppt, die schnelle Zeiten über 100 Kilometer verhinderte. In diesem Frühjahr verpasste sie mangels ausreichender Vorbereitung mit gelaufenen 8:44 Stunden in Seregno in Italien auch die Norm für den jetzigen Einsatz um neun Minuten.

„Ich bin wieder im Team, ich kann es noch“

Für die Mannschaft wurde sie aber doch nominiert, und diese Entscheidung des deutschen Leichtathletikverbandes zahlte sich aus. Krause rechtfertigte ihren Einsatz, denn mit Branka Hajek (LAZ Salamander Kornwestheim) lief in 8:17:04 Stunden nur eine Deutsche schneller als sie. Mit ihrer Zeit ist Krause nun auch Dritte der nationalen Jahresbestenliste 2015. „Ich bin zurück auf der Straße, ich bin wieder im Team, ich kann es noch“, freute sie sich überschwänglich nach ihrem Zieleinlauf. Ein bisschen habe sie doch gezweifelt, seit drei Jahren sei sie keine schnelle 100er-Zeit mehr gelaufen, so die 43-Jährige.

Glücklich war sie vor allem, dass die Renntaktik aufging. Die erste Hälfte wollte sie etwas schneller laufen, „ich verliere auf den zweiten 50 immer etwas“. Auf der Zehnkilometerrunde lief sie außerordentlich gleichmäßige Zeiten und verlor tatsächlich nur wenig. „Bei Kilometer 80 wusste ich, dass es auf jeden Fall unter 8:30 Stunden werden“, das habe sehr geholfen, denn natürlich seien die Beine schwer gewesen.

An der Spitze wurden Weltklasseleistungen gelaufen. Überlegener Welt- und Europameister wurde mit schwedischem Rekord Jonas Buud in 6:22:44 Stunden. Seine Landsfrau Kajsa Berg sicherte sich den kontinentalen Titel in 7:20:48 Stunden. Weltmeisterin wurde die Amerikanerin Camille Herron in herausragenden 7:08:35 Stunden.

Für den Paukenschlag aus deutscher Sicht sorgte Florian Neuschwander (Spiridon Frankfurt), der bei seinem ersten 100er in 6:49:13 Stunden die begehrte Sieben-Stunden-Marke unterbot und mit dem neunten Platz auch in die Top-Ten lief.

von Heiko Krause

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