Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
An der Gau-Spitze droht Vakanz

Breitensport, Turngau Oberlahn-Eder An der Gau-Spitze droht Vakanz

Der Turngau Oberlahn-Eder als größter Sportverband der Region wird sich mittelfristig personell neu aufstellen - zumindest was seine Führung betrifft.

Voriger Artikel
Niklas Schubert schießt Tor zum Titel
Nächster Artikel
Vereine machen aus der Not eine Tugend

Angebote für die Jugend – wie etwa das Gauturnfest – gehören zur Palette des Turngaus Oberlahn-Eder. Das Archivbild entstand 2012 im Marburger Georg-Gaßmann-Stadion.Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Der Kirchhainer Klaus Reese hat noch bis zum Februar nächsten Jahres den Vorsitz im Turngau inne. Dann soll Schluss sein. „Ich möchte das Amt in andere Hände übergeben“, sagt er und weist darauf hin, dass er dies bereits frühzeitig angekündigt habe. Die Crux ist allerdings, dass es nicht so einfach ist, eine geeignete Person zu finden, die in der Lage und auch willens wäre, den Gau mit seinen 26500 Mitgliedern in 157 Vereinen künftig zu führen.

„Es ist eine schöne Aufgabe, die zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet“, sagt Reese. Er selbst schiede keineswegs im Groll. Im Gegenteil: „Ich habe mit einem guten Team zusammengearbeitet und meine persönliche Freude am Vorsitz gehabt. Es macht durchaus Spaß, wenn man etwas gestalten kann, mit dem man sich identifiziert.“ Er erinnert etwa an das Landeskinderturnfest, an die Veranstaltungen „60 Jahre Bergturnfest“ oder „60 Jahre Turngau“.

Dass ein solches Amt nicht mal eben so ausgeübt werden kann, versteht sich von selbst. „Es kostet viel Arbeit“, sagt Reese. Doch es lohne sich.

Dennoch hat sich bislang noch niemand gefunden, der Reeses Nachfolge antreten will. „Wir haben viele Gespräche geführt, sie waren aber nicht von Erfolg gekrönt“, sagt Reese. Auch die Einrichtung einer Findungskommission brachte nicht das erhoffte Ergebnis. „Allerdings haben einige ihre Bereitschaft signalisiert, Aufgaben im Turngau zu übernehmen.“ Denn der Verband, der sich vor allem als Dienstleister der Vereine begreift, ist auch Ausrichter von Großveranstaltungen, macht Angebote in der Aus- und Fortbildung, pflegt das Verhältnis zum Sportkreis und ist bemüht um eine positive Außendarstellung. All diese Betätigungsfelder erfordern Fachwissen und Engagement. „Diese sind im Führungsteam durchaus vorhanden“, betont Reese, der nun die Vereine des Gaus „mit ins Boot holen“ will, um eine drohende Vakanz an der Spitze zu vermeiden. „Es geht nicht nur uns so“, sagt der 68-jährige Oberstudienrat im Ruhestand, der personelle Notstand betreffe auch andere Turngaue in Hessen.

Der Vorstand von Oberlahn-Eder hat seine Mitglieder auf die prekäre Situation hingewiesen und hofft, dass sich aus dem Kreise der Vereine Interessenten für das Ehrenamt finden. Selbst die Idee einer Doppelspitze könne durchaus erörtert werden. „Wir haben an die Bereitschaft zur Mitarbeit appelliert und alle Mitglieder zu einem außerordentlichen Turngautag eingeladen“, sagt Reese, „der findet am Freitag ab 19.30 Uhr im Sportheim des VfL Marburg statt“. Dort befindet sich die Geschäftsstelle des Turngaus. Sie wird von Regina Becker geleitet, die laut Reese „das Tagesgeschäft kompetent regelt“.

Sollte keine Person für den Vorsitz gefunden werden, wäre als folgendes Prozedere eine kommissarische Leitung bis hin zur Auflösung denkbar.

von Bodo Ganswindt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?