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Alexandra Wilke ist bereit, durchs Feuer zu gehen

Frauen-Basketball-Nationalteam Alexandra Wilke ist bereit, durchs Feuer zu gehen

Die Bundesliga pausiert am kommenden Wochenende, die Nationalmannschaft der Frauen ist gefordert. BC-Coach Patrick Unger ist als Co-Trainer dabei, fünf Marburger Spielerinnen stehen im Kader – auch Alexandra Wilke.

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Alexandra Wilke (links) im Trikot des BC Pharmaserv Marburg. Die 21-Jährige gehört zum Kader der Nationalmannschaft für die Länderspiele in der Schweiz und in Tschechien.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Sie muss bereit sein, durchs Feuer zu gehen“, sagt Patrick Unger über Alexandra Wilke. „Sie muss im Training alles geben, muss weiter an sich arbeiten.“ Dann, so ist der Cheftrainer des BC Pharmaserv Marburg überzeugt, „hat Alex eine ganz große Zukunft. Sie kann eine der Stützen im deutschen Basketball werden.“

Wilke, 21 Jahre jung, steht zum zweiten Mal im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Im November war sie dabei, kam bei den Niederlagen in den EM-Qualifikationsspielen gegen Tschechien (56:89) und in Belgien (60:103) aber noch nicht zum Einsatz. Für die Partien am kommenden Samstag in der Schweiz und vier Tage später in Tschechien ist sie erneut nominiert worden. „Für mich ist das ein tolle Sache“, sagt die gebürtige Berlinerin. In Jugendteams des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) war sie regelmäßig aktiv. „Zur A-Nationalmannschaft zu gehören, zu den besten 13 Spielerinnen aus Deutschland, ist aber noch mal was ganz anderes.“

BC Marburg USC Heidelberg Mit Ball Marburg Nr.22 Paige Bradley : Foto / Michael Hoffsteter

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Für die Partie in der Schweiz rechnet sich die DBB-Auswahl Chancen auf einen Sieg aus, in Tschechien wäre ein Erfolg hingegen eine große Überraschung. Anfang der Woche haben sich die Nationalspielerinnen – darunter auch Marie Bertholdt, Svenja Greunke, Finja Schaake und Stephanie Wagner – und ihre Trainer in Heidelberg getroffen, dort bereiten sie sich auf die beiden Partien vor.

„Ich freue mich mega darauf“, sagt Wilke, will zunächst „im Training so gut es geht helfen“. Zugleich geht es darum, sich für Einsatzzeiten zu empfehlen. „Natürlich möchte ich gern spielen“, sagt sie, stellt aber keine Forderungen. „Wenn ich gefordert bin, will ich mit viel Energie von der Bank kommen.“ Im Marburger Trikot ist ihr das zuletzt sehr gut gelungen.

Beim 84:66-Sieg am vergangenen Samstag im Bundesliga-Heimspiel gegen die AXSE BasCats aus Heidelberg übernahm die Aufbauspielerin vor allem im Schlussviertel Verantwortung – in einer Phase, als die Gäste nach deutlichem Rückstand auf zehn Punkte herankamen und das Spiel zu kippen drohte.

Der BC war längere Zeit ohne Punkt geblieben, als Wilke in der 35. Spielminute einen „Dreier“ nahm, zwar nur den Ring traf, sich aber selbst den Rebound schnappte und Diana Voynova mustergültig einsetzte; die Bulgarin traf zum 73:61. Als Wilke zwei Minuten später vor den Augen ihrer Eltern und ihrer Schwester, die aus Berlin angereist waren, ein Solo zum 79:64 abschloss, war das Spiel endgültig zugunsten der Blue Dolphins entschieden.

Lob von Coach Unger

„Sie muss so spielen, sie hat das drauf“, lobt Unger die 21-Jährige, bescheinigt ihr eine „super Leistung“ in der Partie gegen Heidelberg – nicht nur im letzten Spielabschnitt: „Alex hat ordentlich verteidigt, sie hat das Tempo hochgehalten, sie ist aggressiv zum Korb gezogen und hat sie hat sich was zugetraut.“

Dass sie hin und wieder auch an Verteidigern abgeprallt ist, ist für den BC-Trainer kein Problem: „Wenn sie die Lücke sieht, dann darf sie es versuchen, auch wenn nicht immer alles klappt“, sagt Unger, der Bundestrainer Hermann Paar im Nationalteam als Assistenzcoach unterstützt.

Wilke freut sich über die lobenden Worte ihres Trainers, nimmt sie als Ansporn, konstanter zu werden und sich weiter zu verbessern. Angesprochen auf Ungers Aussage, sie müsse durchs Feuer gehen, schmunzelt sie zunächst etwas. Sie ist sich aber bewusst, was er meint: „Ich muss noch mehr arbeiten. Ich bin dazu bereit.“

von Stefan Weisbrod

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