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Ältere Junioren zieht‘s zu den Senioren

Meldezahlen im Jugendsport Ältere Junioren zieht‘s zu den Senioren

Positive, aber auch negative Tendenzen in Sachen Spielbetrieb-Meldezahlen gibt es im heimischen Fußball, Handball, Basketball und Volleyball zum Saisonstart zu vermelden.

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Gerade bei den jüngeren Kindern erfreut sich der Basketball auf Bezirksebene großer Beliebtheit. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die jungen Fußballer sind bereits in die neue Spielzeit gestartet. Für die Basket-, Hand- und Volleyballer geht es bald los. Eines haben alle Mannschaftssportarten auf Kreis- und Bezirksebene gemein: So wie in der abgelaufenen Saison wird nicht gespielt. Denn während in einigen Altersklassen der Zulauf an Nachwuchs groß ist, sind die Zahlen in anderen Bereichen teils alarmierend.

Basketball

Im Basketball-Bezirk Gießen ist die Meldefrist zwar schon abgelaufen. „Erfahrungsgemäß gibt es da aber bis zum Saisonstart in zwei Wochen noch Rückzüge. Da ist immer viel Bewegung drin“, weiß Jugendwartin Christiane Müller.

Generell sei nicht die Tendenz erkennbar, „dass die Meldungen deutlich zugenommen haben“, sagt Müller, die aber auch erfreuliches zu berichten hat: „In der U11 werden es immer mehr Mannschaften. Bis vor drei Jahren waren da nur der BC Marburg und der TSV Grünberg aktiv.“ Abgenommen haben dagegen die Zahlen im Bereich der weiblichen U19. „Diese Spielerinnen spielen eher schon im Seniorenbereich“, sagt Müller.

Einen ähnlichen Trend gibt es im männlichen Pendant, der U18. Dort dürfen die Spieler des älteren Jahrgangs nicht gleichzeitig in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) und in der Jugend-Oberliga spielen.

Handball

„Nach wie vor ist die Tendenz leicht rückläufig – wobei ich von vielen Vereinen die Rückmeldung bekomme, dass der Zuspruch aus deren Sicht gefühlt stagniert“, sagt Angelika Ferber, Jugendwartin des Handballbezirks Gießen.

Generell sei – wie in anderen Sportarten auch – erkennbar, dass es bei den A- und B-Jugendlichen weniger Mannschaften gebe, „weil dann schon viele Spielerinnen und Spieler in den Seniorenbereich wechseln“, begründet Ferber, die in dieser Saison die wenigen Meldungen in der männlichen Jugend C „erschreckt“. „Allerdings muss man dazu sagen, dass dieser Bereich in der vergangenen Saison superstark besetzt war“, gibt Ferber zu bedenken. Los geht die Runde für die Handballer ab Mitte September.

Fußball

Als „nicht besorgniserregend“ bezeichnet Kreisjugendwart Reiner Schrauf die aktuellen Meldezahlen für den Fußballkreis Marburg. „So lange die SF BG Marburg in manchen Altersklassen fünf Mannschaften stellen können, ist die Welt noch in Ordnung“, sagt Schrauf mit einem Augenzwinkern.

Im Bereich der Jahrgänge 2007/2008 (F- und E-Junioren) sei der Trend etwas rückläufig – „aber auch, weil es diesmal etwas weniger Mädchen gibt. Das waren sonst immer relativ viele“, erklärt Schrauf. Einen „Abfall“ gebe es zudem im Bereich der A- und B-Junioren.

Bei den C- und D-Junioren sei die Zahl der gemeldeten Spieler und Mannschaften dagegen konstant. „Allerdings haben einige Vereine eine erste und zweite Mannschaft gemeldet, die dann zurückzieht, weil sie manchmal personell dünn besetzt sind“, erläutert der Kreisjugendwart.

Einzige neue Jugendspielgemeinschaft im Kreis ist die JSG Stadt Neustadt, in denen sich als Folge der Gründung des Jugendfördervereins Stadtallendorf/Ostkreis (die OP berichtete) der SV Borussia Momberg, der TSV Speckswinkel sowie der VfL Neustadt zusammengeschlossen haben.

Auch für den Fußballkreis Biedenkopf stellt Jugendwart Herbert Schöck ein gutes Zeugnis aus: „Es wurden genauso viele Mannschaften wie in der Vorsaison gemeldet“, sagt Schöck. In der JSG Lahn gibt es eine neue Jugendspielgemeinschaft, in der Kinder aus Biedenkopf, Kombach und Eckelshausen spielen.

Volleyball

„Die Biedenkopf-Wetter Volleys und Blau-Gelb Marburg sind die einzigen Vereine im Kreis, die durchgängig von der U12 bis zur U20 Mannschaften stellen. Da kann man sein Kind bedenkenlos hinschicken, weil Kontinuität gewährleistet ist“, meint Volkmar Hauf, Landesleistungswart im Hessischen Volleyballverband. Dies solle aber nicht bedeuten, dass anderenorts keine Jugendarbeit stattfinde, betont Hauf.

Auch der ASV Rauschenberg und TSV Kirchhain, die im Jugendspielbetrieb dabei sind, aber auch die „großen Vereine“ wie der TSV Eintracht Stadtallendorf und VfL Marburg böten Spielmöglichkeiten. „Gerade Mädchen können im Erwachsenenbereich gut spielen. Teilweise sind einige Kreisklasse-, Kreisliga- und Bezirksliga-Teams mit Jugendlichen durchsetzt. Das ist gewollt, da Volleyball keine Kontaktsportart ist“, begründet Hauf.

Eine Einschränkung gebe es im Bereich der männlichen U18 und U20, wo das Spielen im Seniorenbereich aufgrund der unterschiedlichen Netzhöhe nicht möglich sei. „Das ist ein Nachteil und auch ein Grund dafür, warum es im Volleyball mehr Mädchen gibt als Jungs“, meint Hauf.

von Marcello Di Cicco

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