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Lokalsport Acht Titel für heimische Wakeboarder
Sport Lokalsport Acht Titel für heimische Wakeboarder
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00:33 15.10.2018
Noam Morad fliegt spektakulär durch die Luft. Der Marburger holte in der Altersklasse U 19 die ­Silbermedaille bei den Hessenmeisterschaften. Quelle: Thorsten Richter
Niederweimar

Der Wettkampf wurde erstmals in Eigenregie vom neu gegründeten Wake­boardclub Marburg-Niederweimar durchgeführt. Nach wie vor bildeten die „Marburg Open“ aber den traditionellen Abschluss der Wettkampfsaison.

Die beiden Trainer des Wakeboardclubs, Vanessa Weinhauer und Tim Kahle, führten ihr Team mehr als erfolgreich durch den Wettkampf und überzeugten auch bei ihren eigenen Auftritten.

Vanessa Weinhauer bestritt in der offenen Frauenklasse ihren ersten Wettkampf nach einer einjährigen, verletzungsbedingten Pause und siegte in gewohnter Souveränität vor der ebenfalls für Marburg startenden Kristin Kraus, die mit dem starken zweiten Platz zufrieden sein durfte.

Weltmeisterschaft in Buenos Aires

Für Weinhauer stand die Sorge um ihr Knie im Vordergrund – nach überstandener Feuerprobe kann sie jetzt für die Weltmeisterschaft im Februar 2019 in Buenos Aires planen. In Argentinien möchte sie ihren Weltmeistertitel verteidigen.

In der gut besetzten Königsklasse „Open Men“ erreichte Tim Kahle mit einem sehr starken zweiten Lauf Platz zwei in der Gesamtwertung und sicherte sich damit den Hessenmeistertitel. Dabei ließ Kahle unter anderem den amtierenden Deutschen Meister hinter sich. Dritter wurde der Auszubildende am Hot Sport Seepark Bastian Loh.

In der zweiten Sportart, dem Wakeskaten, belegte Tim Kahle den dritten Platz. Hierbei steht der Fahrer barfuß oder mit Schuhen auf dem Brett, das keine Bindung hat. Weniger spektakulär als das Wakeboarden mit teils meterhohen Sprüngen werden beim Wakeskaten eher technisch anspruchsvolle Tricks gezeigt, bei denen das Brett beispielsweise unter dem Fahrer rotiert.

Bei den Jüngsten startete ­Mylène Haschker, die erst vor kurzem am Hot Sport Seepark mit dem Wakeboarden angefangen hat, erfolgreich bei den „Mini Girls“ (U 11). Mit einem dritten Platz in der offenen Wertung erreichte sie den Titel als Hessenmeisterin. Gleiches gelang in der Altersklasse U 15 („Girls“) Alia Hermann, die knapp vor Anjana Kuhl Zweite in der offenen Wertung wurde. Somit gingen die Titel Hessenmeisterin und Vize-Hessenmeisterin auch nach Marburg.

Ansari-Brüder holen jeweils einen Titel

Theo Ansari belegte in der „Boys“-Kategorie, im größten Starterfeld des Wettkampfes, Platz acht. Sein Bruder Anton Ansari erreichte im Wakeboarden Platz zwölf und im Wake­skaten den Silberrang. Somit holten beide Brüder jeweils einen Hessenmeistertitel nach Hause. Bei den „Junior Men“ (U 19) ging ein Marburger Trio an den Start.

Nach einem spannenden und nervenaufreibenden Finale konnte sich Noam Morad Platz sechs sichern, was gleichbedeutend war mit Silber bei den Hessenmeisterschaften. Tom Marquardt wurde Siebter und Mark Sontowski belegte den achten Platz sowie den ­dritten Platz bei den Wake­skatern.

Bei den „Master Men“ (Ü 30) hatten die Marburger mit Jürgen Zepp nach seinem dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft wenige Wochen zuvor ein heißes Eisen im Feuer. Er schaffte es, sein Können erneut unter Beweis zu stellen und gewann souverän den Hessenmeistertitel.

Bei den „Veteran Men“ (Ü 40) zeigte Reiner Kahle starke Nerven und überzeugte mit seinem zweiten Lauf. Er wurde ebenfalls Erster in der Gesamtwertung und somit auch Hessenmeister. Dirk Törner erreichte bei den „Veteran Men“ im Wakeskate den vierten Platz und wurde Vize-
Hessenmeister.

Wenngleich die sportlichen Erfolge für das gesamte Sportler- und Helferteam nicht unwichtig waren, freuten sie sich besonders über den reibungslosen Ablauf und die Anerkennung von den übrigen Sportlern für die nette Atmosphäre, gutes Essen und den gelungenen Wettkampf.

Team um „Chief Judge“ freut sich

(Chef-Schiedsrichterin) Vanessa Weinhauer schon auf die nächste Saison und die Hessischen Meisterschaften bei den Marburg Open 2019.
Dann werden wie bei dieser Auflage wieder viele fleißige Hände nötig sein. So kam die gesamte Verpflegung aus privaten Kochtöpfen und vom Bediener der Wakeboardanlage über die Schiedsrichter, Lebensretter zu Wasser und Land, Moderatoren bis hin zu den vielen Auf- und Abbauhelfern waren Ehrenamtler im Einsatz.

Kostenlos stellte auch die Familie Gerkau die Wakeboardanlage zur Verfügung, sodass dem Wakeboardclub Marburg-Niederweimar ein kleines Plus bleibt, das in die Jugendarbeit gesteckt werden soll.

von Oliver Weinhauer