Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 12 ° Regen

Navigation:
Abwehrbollwerk hält Sands Offensive stand

Fußball, Verbandsliga Nord Abwehrbollwerk hält Sands Offensive stand

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung holte der TSV Mengsberg beim hoch eingeschätzten SSV Sand einen Punkt, für den die Selzer-Elf lange größten Aufwand betreiben musste.

Voriger Artikel
Eintracht macht sich selbst das Leben schwer
Nächster Artikel
„Wir haben uns auskontern lassen“

Mengsbergs Daniel Hainmüller (rechts) kann sich mit einem energischen Spurt von seinem Sander Gegenspieler Christian Kellermann absetzen. Foto: Marcello Di Cicco

Sand. „Wenn man uns vor dem Spiel gesagt hätte: ‚Ihr holt einen Punkt‘, hätten wir sofort eingeschlagen. Sand war vorne gut besetzt, aber unsere Verteidigung hat das richtig gut gemacht“, machte Mengsbergs Philipp Kloske nach dem Abpfiff keinen Hehl daraus, dass der Aufsteiger mit der Punkteteilung gut leben konnte. Im Gegensatz zu Sands Coach Peter Wefringhaus: „Wir haben viel zu viele kleine Fehler gemacht, um Spielfluss reinzubekommen. Es war teilweise sehr abgehackt. Immer wenn man das Gefühl hatte, jetzt könnte etwas gehen, wurde ein Fehler gemacht, und dann war der Ball wieder weg.“ Entsprechend unzufrieden war der SSV-Coach nach dem 0:1, das Mike Kleinmann mit einer Direktabnahme ins lange Eck erzielte, nachdem eine Freistoßflanke der Gäste zunächst abgewehrt worden war (20.). „Wann wollt ihr denn mal was machen“, pfiff Wefringhaus seine Elf in der Mitte des ersten Abschnitts zusammen. Mit viel läuferischem und kämpferischem Einsatz sorgte der TSV dafür, dass bei der Heimelf zunächst keine richtige Lust am Fußballspielen aufkam - wenngleich die Heimelf mit zunehmender Spieldauer mehr Ballbesitz hatte. Erst nach einem Doppelpass mit dem ansonsten von der starken Mengsberger Defensive gut aus dem Spiel genommenen Torjäger Tobias Oliev gelang Steffen Bernhardt mit einem Flachschuss ins lange Eck der verdiente Ausgleich (32.). „Schade, dass das 1:0 nicht so lange gehalten hat. Je länger du solch ein Ergebnis hältst, desto mehr Räume hätten wir bekommen. Im Großen und Ganzen ist das Ergebnis aber gerecht, weil wir in der Defensive gut gestanden haben“, lobte TSV-Trainer Mario Selzer, der kurzfristig auf Andrzej Fydrych (Sprunggelenksverletzung) und Marcel Reitz (eingeklemmter Nerv) verzichten musste. Im zweiten Durchgang bot sich das gleiche Bild: Die Platzherren drängten in einem ruppiger werdenden Spiel auf den Ausgleich. Mengsberg bot indes eine kompakte Defensivleistung. „Wenn man hier einen Punkt holt, ist das absolut okay, weil Sand eine Mannschaft ist, die oben mitspielt - auch wenn sie nicht so gut gestartet ist, aber sie hat unheimliche Offensivqualität. Das hat man gerade am Anfang gesehen, als wir etwas Schwierigkeiten hatten, ins Spiel zu kommen. Wir haben uns aber reingekämpft, hatten auch gefährliche Situationen nach vorne und haben so gezeigt, dass wir immer da sind“, zeigte sich Mengsbergs Kapitän René Dingel zufrieden. Das verteidigte der TSV auf der Sander Höhe auch nach der Pause gegen spielbestimmende Gastgeber kompromisslos, ging allerdings etwas fahrlässig mit seinen wenigen Kontermöglichkeiten um und war dennoch durch einen Kopfball von Mike Kleinmann nach einer Flanke seines Bruders Mirco dem 2:1 nahe. SSV-Torwart Mathias Opfermann rettete seine Mannschaft aber mit einem klasse Reflex (66.). Tore: 0:1 Mike Kleinmann (20.), 1:1 Steffen Bernhardt (32.). Sand: Opfermann - Garwardt, Wippel, Wicke, Sommer - Kellermann, Bernhardt, Eckhardt (64. Enzeroth), Moskaltschuk - Oliev, Bayrak. Mengsberg: Berger - Möller, Wesner, Rama, Dingel - Mike Kleinmann, Schmidt - Sanzone (55. Fischer), Hainmüller, Kloske (89. Krätschmer) - Mirco Kleinmann (77. Dorfschäfer). Schiedsrichter: Pascal Immig (Bad Sooden). Gelbe Karten: Bernhardt, Wicke, Garwardt, Bayrak / Schmidt, Mirco Kleinmann, Hainmüller. Zuschauer: 120. Beste Spieler: Kellermann, Bernhardt / Rama, Wesner. Bes. Vorkommnis: Mengsbergs Sportlicher Leiter Martin Kubitschko wird vom Schiedsrichter auf die Tribüne verwiesen (37.).

von Marcello Di Cicco

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokalsport
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?