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80:63 gegen Herne: Dolphins greifen nach Bronze

Basketball, Bundesliga 80:63 gegen Herne: Dolphins greifen nach Bronze

Nach einem klaren Erfolg gegen den vermeintlichen Angstgegner aus Herne halten die Blue Dolphins im Rückspiel um Bronze die Trümpfe in der eigenen Hand.

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Tonisha Baker gegen (Mitte) gegen Hernes Kristi Bellock

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Der Frust war den Hernerinnen schon im dritten Viertel deutlich anzusehen. Kathari­na Fikiel diskutierte nach einer Freiwurf-Entscheidung mit der Schiedsrichterin, Trainer Marek Piotrowski lief wild gestikulierend an der Seitenlinie entlang. Immer wenn die Gäste aus dem Ruhrgebiet in das Spiel zu kommen drohten, zogen die Blue Dolphins ihnen den Zahn.

Marburgs Julia Gaudermann (rechts) gegen Hernes Emina Karic. Foto: Miriam Pruessner

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Nachdem die Marburgerinnen mit einer 15:0-Serie im zweiten Viertel davon gezogen waren, ließen sie im Anschluss keine Zweifel mehr daran aufkommen, dass sie dieses Spiel gewinnen würden. Die BC-Spielerinnen wirkten entschlossener als der Gegner und konnten letztlich jeden der vier Spielabschnitte für sich entscheiden. In der zweiten Halbzeit pendelte die Höhe der Führung meist zwischen 8 und 18 Punkten - ein echtes Aufbäumen mochte den Hernerinnen nicht gelingen. Mit insgesamt elf Drei-Punkte-Würfen gelangen den Dolphins immer wieder Big Points.

„Marburg war einfach heiß. Sie haben verdient gewonnen“, musste auch Piotrowski nach dem Spiel anerkennen. Seine eigene Mannschaft hingegen könne sich „nur schämen“. Nach drei Siegen in den bisherigen drei Aufeinanderteffen dieser Saison habe sie sich möglicherweise zu sicher gefühlt.

Spielentscheidender Lauf im 2. Viertel

Marburgs Trainer Patrick Unger wollte davon aber nichts wissen. „Wenn Herne heute nicht gewollt hätte, hätten sie schon im ersten Viertel aufgegeben“, so der BC-Coach. Sein Team sei einfach mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gegangen und habe sehr kompakt gestanden. „Wir haben füreinander gespielt und nicht miteinander“, so Unger. Entscheidend sei gewesen, dass die Spielerinnen im dritten Viertel trotz der hohen Führung nicht nachgelassen hätten.

Die Dolphins erwischten einen guten Start und führten bereits nach einigen Minuten mit 11:4. Herne schien jedoch immer besser ins Spiel zu finden und schaffte kurz nach dem Beginn des zweiten Viertels eine 20:19-Führung. Dann aber spielten die Marburgerinnen groß auf. Besonders Julia Gaudermann ging in dieser Phase voran und trug unter anderem mit sieben eigenen Punkten dazu bei, dass es zum letztlich spielentscheidenden Lauf kam. 34:20 hieß es, bevor Herne zur Pause noch einmal auf 37:28 herankam.

Spielerinnen bedanken sich bei Fans

In der zweiten Halbzeit war es vor allem die überragende Katie Yohn, die die Gäste mit ihren Dreiern auf Distanz hielt. Yohn war mit insgesamt 23 Punkten (5 Dreier) beste Werferin und holte zudem 6 Rebounds. Stephanie Lee zeigte mit elf Punkten und sieben Rebounds ebenfalls eine starke Leistung.

Mit Standing Ovations begleitete die Halle die letzten Heimspiel-Minuten der Saison. Das Team bedankte sich anschließend mit einem Plakat für die Unterstützung über die gesamte Saison und feierte den Sieg mit dem obligatorischen Tanz. Ganz sicher ist die Bronzemedaille aber noch nicht. Im Ruhrgebiet steht am Sonntag das Rückspiel an.

„Mit einer Einstellung wie heute haben wir unter den besten Vier nichts verloren. Aber im Sport ist alles möglich. Wir können zuhause frei aufspielen“, gab sich Piotrowski kämpferisch. Unger warnte davor „dass wir uns jetzt zurücklehnen“. Unmissverständlich gab er die Marschroute aus: „Wir spielen auf Sieg und nicht auf Verwalten.“

von Peter Gassner

BC Pharmaserv Marburg – Herner TC 80:63
(17:15, 20:13, 24:18, 19:17)
Marburg: Gaudermann (12), Thimm (11), Schaake, Köppl (4), Yohn (23), Greunke (8), Benet (5), Winterhoff (n.e.), Baker (6), Rodefeld (n.e.), Schwarzkopf (n.e.), Lee (11).
Herne: Fikiel (11), Amojo (n.e.), Bellock, Lappenküper, Takács (2), Van der Velde (2), Karic (12), Greinacher (18), Jones, Mersch (9), Boddie (9).
Zuschauer: 450
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