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1606 Läufer kommen ins Ziel

Nachtmarathon in Marburg 1606 Läufer kommen ins Ziel

Trotz Fußball-WM und hoher Temperaturen verzeichnete der vom Ultra Sport Club Marburg mustergültig organisierte und von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf unterstützte Lauf einen großen Zuspruch.

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Anne-Kathrin Müller und Jamal Sanhaji siegten im Halbmarathon. Fotos: Helmut Schaake

Marburg. Zwar wurde der erhoffte Teilnehmerrekord vom letzten Jahr mit über 2000 nicht erreicht, was dem zeitgleich ausgetragenen WM-Fußballspiel Frankreich - Deutschland und den hochsommerlichen Temperaturen geschuldet war, dennoch war der USC Marburg als Veranstalter mit der Resonanz sehr zufrieden. Mit 1048 Finishern verzeichnete einmal mehr der Halbmarathon das größte Teilnehmerfeld. Immer mehr Freizeit- und Hobbyläufer sehen die 21,1 Kilometer als überschaubare Distanz und als besondere Herausforderung an. Dafür wurde Monate trainiert. Sehr viele Starter über die Distanz kommen aus Marburg und Umgebung.

„Ich wäre gerne etwas schneller gelaufen“

Einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg ohne Konkurrenz landete als Lokalmatador Jamal Sanhaji (SF Blau-Gelb Marburg) in ausgezeichneten 1:11:42,6 Stunden. Er sagte im Ziel: „Ich konnte mich schon früh aus der Spitzengruppe lösen und einen überlegenen Sieg herauslaufen. Nach meinem Marathonerfolg 2012 (2:53:09 Std.) auf dieser Strecke möchte ich natürlich immer in Marburg gewinnen und wäre auch gerne noch etwas schneller gelaufen, aber bei der Wärme und ohne gefordert zu werden bin ich voll zufrieden und dankbar, dass mir mein Arbeitgeber, die Marburger Molkerei, für heute Urlaub gegeben hat.“ Über drei Minuten musste man auf den Zweiten warten. Dies war wie im Vorjahr der Marburger Student und Orientierungsläufer Philipp Müller (TSV Krofdorf-Gleiberg, 1:15:57 Std.). Er wurde erst in der letzten Woche in den Nationalkader berufen und setzte sich gegen den Stammgast, den 45-jährigen Marco Diehl (DVAG-Marathon-Team/1:26:27,8 Std.), der in Marburg schon oft auf einem Podestplatz gestanden hat, durch. Mehr als Platz vier und 1:16:51,6 Stunden hatte sich Hessenmeister David Bernardo-Sabanes (SF Blau-Gelb Marburg) vorgenommen, doch er sagte selber: „Ich bin einfach müde vom Training für den ersten Ironman in zwei Wochen. Jetzt ist Erholung angesagt.“

Dagegen lief für Felix Printer (VfL Marburg) auf Rang fünf alles optimal. Er konnte in der Verfolgergruppe gut mitlaufen und freute sich im Ziel über 1:16:53,8 Stunden - eine Steigerung gegenüber 2013, als er 1:20:14,5 Stunden benötigte. Als 20. im Gesamtfeld erreichte mit der 42-jährigen Anne-Kathrin Müller als schnellste Frau nach 1:25:49,4 Stunden das Ziel. Damit war sie zwei Minuten schneller als die Vorjahressiegerin. Gut sieben Minuten musste man auf Kim Mess (TV Gladenbach) als Zweite der W40 warten. Als 49. im Zielkanal lief sie als Gesamtvierte bei den Frauen mit 1:33:20,1 Stunden fast die gleiche Zeit wie 2013. Einen Platz auf dem Siegerpodest sicherte sich auch die 50-jährige Kasslerin Andrea Bade in 1:34:05,0 Stunden. Dahinter sorgten die Marburgerinnen Anna McLoon als Siegerin der W30 in 1:35,02,6 Stunden und Heike Schneider als W-45-Siegerin in 1:35:52,7 Stunden für Achtungserfolge.

Es wurde schon dunkel, als die Ersten des Marathonlaufs im Unistadion vom Stadionsprecher Arthur Schmidt begrüßt wurden. Nach Platz zwei in 2012 konnte der bereits 53-jährige Dieter Kux (ASC Darmstadt) nach 2:55:23,3 Stunden endlich als Sieger die Arme hochreißen. Gespurtet wurde um die weiteren Podiumsplätze. Den Silberplatz sicherte sich Frank Merrbach (Friedrichroda, 2:56:53,3 Std.) vor dem Marburger Markus Müller (2:56:54,6 Std.). Unter der 3-Stunden-Marke blieben auch Gregor Scharf (TV Heringshausen) als Sieger der M40 (2:58:43,4 Std.) und der Hauptklassensieger, der Marburger Andreas Nauroth (2:59:39,6 Std.).

Bei den Frauen lief Daniela Stander (LT Eichenzell) nach 3:44:48,7 Stunden ins Ziel, dahinter liefen Jenny Weihmaschulte (Team medi, 3:47:19,3 Std.) und Anja Schultheiss (Herborn, 3:50:59 Std.) über die Linie.

Großen Zuspruch fanden die Staffeln, in denen Freizeitjogger mit Hobby- und Leistungsläufern starteten. Die Sieger „Blau-gelber Runners Point Express Gießen“ rasten in der Besetzung Georg Dewald, David Schön, Dirk Alexander und Arnfried vom Hofe wie ein Intercity über die Strecke und lagen nach sehr schnellen 2:34:37,0 Stunden deutlich vor den „Beckenrandschwimmern“ (2:43:08,9 Std.) und dem Team 1 von Vita Fitness Marburg (2:45:02,9 Std.). Platz sechs ging an die Triathleten des TSV Kirchhain (2:55:02,7) vor dem VfL Marburg (2:55:17,8 Std.).

von Helmut Schaake

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