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Lokalsport Bewegungsspaß und neue Sportarten
Sport Lokalsport Bewegungsspaß und neue Sportarten
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08:32 18.05.2018
Knapp 100 ausländische und deutsche Studierende nahmen am ersten Farbenlauf unter dem Motto "Marburg bekennt Farbe" teil - als Zeichen für eine "Universität der Vielfalt und Internationalität". Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Immer im Sommersemester steht an einem Mittwoch der Sport an der Philipps-Universität im Vordergrund. Gestern war es wieder so weit. Studenten und Uni-Angehörige machten mit beim traditionellen Sport Dies, und auch das Wetter spielte größtenteils mit. Das freute natürlich besonders die Vertreter von Freiluft-Sportarten wie Beach-Volleyball oder Fußball und Rudern. Ob Völkerball, Street-Basketball oder Tischtennis: Viele Bälle waren beim Sport Dies im Spiel.
Schneller, höher, weiter: Darum ging es nicht nur. Längst haben sich aber auch ganz ­andere Sportarten etabliert, bei denen es auch um Geschicklichkeit und Denken geht.

Die Palette reichte vom Bogenschießen über Schach und Boule. Die schweren Jungs und Mädels durften ihre Muskeln stählen bei „Calisthenics“-Übungen.
Während die einen bei einer Mountainbike-Tour das freie Fahren auf Trails rund um Marburg erkunden konnten, gab es aber auch Angebote für Menschen, die ein etwas geruhsameres Verständnis von Sport haben. „Wandern für Gemütliche“ hieß die Zauberformel, und die dazugehörige Wanderung führte vom Sportplatz in Münchhausen hoch zum Christenberg.

"Zeichen für Vielfalt und Internationalität setzen"

Erstmals im Programm war der etwa vier Kilometer lange „Farbenlauf“. Er lag Jens Kruse, dem Chef des Zentrums für Hochschulsport (ZFH), besonders am Herzen – als „kulturelles Event“. Initiiert hatte den Lauf unter dem Motto „Marburg bekennt Farbe“ Professorin­ ­Kathrin Siebold, Leiterin der ­Arbeitsgruppe (AG) „Deutsch als Fremdsprache“. „Wir haben­ viel mit ausländischen Studierenden zu tun und empfinden das als eine große Bereicherung“, sagte sie. Den Farbenlauf organisierten die AG, das ZFH und das International Office ­daher als „Zeichen für eine Universität der Vielfalt und Internationalität“.

Das stieß auf großen Zuspruch: Die 100 Anmelde-Plätze waren schnell vergeben, vor allem bei den ausländischen Studierenden, die etwa aus dem asiatischen, afrikanischen, europäischen und nordamerikanischen Raum kommen. Auch eine Gruppe aus dem US-Bundesstaat Wisconsin nahm teil – einschließlich Professorin Kimberly Redding, die sich als Freiheitsstatue verkleidet hatte. Für „Team Deutschland“ traten die Jura-Studierenden Katharina Stolle, Lisa-Marie Schmidt, Florian Paul und Gerland Viviann an. In den vergangenen Jahren hatten sie beim Sport Dies nur zugeschaut, waren aber gestern wie die anderen Läufer voller ­Eifer dabei

von Simone Schwalm und Manfred Hitzeroth