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„Müssen Druck auf Quarterback Carey ausüben“

Marburg Mercenaries „Müssen Druck auf Quarterback Carey ausüben“

Das Auftaktspiel der Marburg Mercenaries am Sonntag gegen die Munich Cowboys ist gleich eine echte Standortbestimmung für die Saison.

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In der Vorsaison stürzte sich Marburgs Sean Overhoff (links) auf Münchens Punter Denis Gabriel. Am Sonntag muss das neue Team der Mercenaries zupacken.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Meister Schwäbisch Hall Unicorns und die Marburger gehen als Topfavoriten ins Rennen um die Playoff-Plätze in der Südgruppe der German Football League (GFL). Dahinter werden aber schon die Cowboys aus der bayerischen Landeshauptstadt gehandelt, die erstmals auf Importspieler aus den USA setzen. „München hat einen wirklich guten Coach“, lobt Mercenaries-Cheftrainer Joe Sturdivant sein Gegenüber James Craig.

Der Head Coach der „Söldner“ hat aber seinerseits Pläne, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen, und will sich von diesem Ziel nicht von den Münchnern abbringen lassen. An der Einstellung möchte Sturdivant arbeiten. „Meisterschaften werden nicht geschenkt, man muss sie sich nehmen“, erklärt der 27-Jährige.

Die Cowboys, so vermutet Sturdivant, werden es viel mit Luftangriffen versuchen. „Sie werden den Ball bestimmt 50-mal werfen“, glaubt der Trainer. „Wir müssen Druck auf Quarterback Pat Carey ausüben“, lautet deshalb die Marschroute für die Mercenaries-Defense. Sturdivant will den Gegner dazu bringen, sein Bestes abrufen zu müssen, um zu gewinnen. Es dürfe nicht passieren, dass man es den Münchnern zu leicht mache und sich selbst schlage. Für die Abteilung Attacke heißt das Rezept, ein gutes Laufspiel zu etablieren.

Das Spiel am Sonntag (16 Uhr im Georg-Gaßmann-Stadion) steht anlässlich des Muttertages unter dem Motto „Bring your Mama“. Mütter erhalten als Gäste ein kleines Begrüßungsgeschenk durch den Verein überreicht.

Etwas Besonderes wird der Kickoff für die Mercenaries auch deshalb, weil es die Saison eins nach Pierre Ehlich ist. Der Offensive-Line-Spieler war im vergangenen November an Leukämie gestorben. „Ich denke, dass die anderen auch für ihn spielen werden“, sagt Joe Sturdivant. „Sie werden ihn sicherlich im Hinterkopf haben während der Saison.“

von Holger Schmidt

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