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Marburg Mercenaries Mercenaries reisen als Favorit zur Premiere
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20:14 07.08.2009
Mit vollem Einsatz wirft sich Marburgs Tobias Ochs (weißes Trikot) beim letzten Heimspiel gegen Weinheim in einen Angriff der Gäste. Am Sonntag spielen die Mercenaries bei den Plattling Black Hawks. Quelle: Felix Schneider

Marburg. Trotz inzwischen jahrelanger Zugehörigkeit zur zweiten beziehungsweise ersten Bundesliga gibt es für die Marburg Mercenaries an diesem Wochenende eine Premiere zu feiern.

Während sich in der Heimat die Zehnkämpfer anlässlich des „Thorpe-Cups“ mit den Amerikanern messen, fahren die American Footballer zu ihrem Auswärtsspiel in die bayrische Provinz, um mit den Black Hawks aus Plattling die Klingen zu kreuzen. Diese Begegnung hat es zuvor noch nie gegeben, so dass die Mercenaries voller Vorfreude Richtung Bayern reisen.

Dabei geht die Reise bereits am Samstag los. Um die recht strapaziöse Fahrt angenehmer zu gestalten wird in Regensburg übernachtet, von wo aus es nach einem späten Frühstück am Sonntagmorgen gen Plattling geht.

Beim zuletzt erstarkten Aufsteiger erwartet vor allem die Defense von Coordinator Daniel Garcia ein heißer Tanz. Denn obwohl die Mannschaft des neuen Head Coaches Roland Ertl zurzeit die „Rote Laterne“ des Schlusslichts in der Südgruppe der German Football-League trägt, hat man durchaus Möglichkeiten jeden Gegner vor allem mit dem Passspiel in Verlegenheit zu bringen.

In Jim Robertson verfügen die Gastgeber über einen sehr akuraten und wendigen Spielmacher, der mit Blakley, Farghali und Starzengruber auf mehrere gute Anspielstationen zurückgreifen kann. Sehr zum Leidwesen der Bayern ist das Laufspiel jedoch bisher über eine Statis tenrolle nicht wirklich hinausgekommen.

Sorgenkind war zumindest bis zum Rauswurf des mitunter streitbaren Trainers Jason Olive die Defense, und dies obwohl man dort mit dem US-Amerikaner Earl Stephens, Ex- Nationalspieler Sebastian Borowski und Julian Hennek über erfahrene Spieler verfügt. Zuletzt – beim Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Weinheim –gab es allerdings eine erhebliche Leistungssteigerung.

Die Mercenaries fahren nicht nur mit komplettem Kader Richtung Süden, man kann nunmehr sogar endlich auf zwei langersehnte Verstärkungen zurückgreifen. Sowohl Linebacker Thomas Allbrecht (Neuzugang von den Darmstadt Diamonds) als auch Safety Jamaal Jonas, der sich vor der Saison die Achillessehne gerissen hatte, spielen ihre ersten Minuten im Dress des neuen Vereines.

Im Hinblick auf die Playoffs wird Jonas wohl aber noch geschont werden und nur vereinzelt „playing time“ erhalten. Über die Favoritenrolle in dieser Partie wird man nicht lange rätseln müssen und so wäre auch alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung für die „Söldner“. Kick-Off der Partie ist am Sonntag um 15 Uhr im Karl-Weinberger-Stadion.

von Arik Bredendiek