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Marburg nimmt den Titel ins Visier

Marburg Mercenaries Marburg nimmt den Titel ins Visier

Mit einer verjüngten Mannschaft um Quarterback-Routinier Joachim Ullrich starten die Marburg Mercenaries am Sonntag gegen München in die neue Saison.

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Marburg. Im Umbruch, aber mit viel Talent. So oder so ähnlich lässt sich die Situation im Verein der Marburg Mercenaries wohl am trefflichsten beschreiben. Wo bis vor Kurzem noch Veteranen und Routiniers ihre Knochen hinhielten, ist es nunmehr Zeit für den Nachwuchs seine Ziele zu verwirklichen und zu beweisen, dass man auch in den kommenden Jahren eine tragende Rolle in der GFL, der German Football League, spielen kann.

Hochkarätige Neulinge aus den USA und Kanada

Das Gleiche lässt sich problemlos auf den Bereich der Seitenlinie übertragen, wo mit Joe Sturdivant und Micheil Hill zwei junge Trainer stehen, die der Ära nach Joe Roman ihren Stempel aufdrücken wollen. Gespickt wird das Ganze mit schon traditionell hochkarätigen Neuverpflichtungen von jenseits des großen Teiches. Eine explosive Mischung, die nur darauf wartet, losgelassen zu werden: die Saison 2012 kann kommen.

Über den Winter wurde der Trainersuche absolute Priorität eingeräumt. Spätestens nach der einvernehmlichen Trennung von Head Coach Joe Roman, der nunmehr in Kiel als Defensive Coordinator arbeitet, war klar, dass man neben einem neuen Chefstrategen auch eine neue Philosophie, ein neues Image und einen Aufbruch verkörpern wollte. All dies bringt nach Ansicht der Verantwortlichen Head Coach Joe Sturdivant mit, der 2010 noch auf dem Feld bereits der verlängerte Arm seines Head Coaches war und nunmehr seine Ideen vom Football in Marburg alleinverantwortlich umsetzen kann.

Im Schlepptau des Mannes aus Georgia kommt sein Freund aus Kindertagen Micheil Hill an die Lahn, der für seine Offense ebenfalls frischen Wind und etliche innovative Ideen mitgebracht hat. Jener Mannschaftsteil für den Hill verantwortlich ist, hatte zwar einen gewissen Aderlass zu verzeichnen, jedoch ist man bei den „Söldnern“ sicher, diesen auffangen zu können. Exemplarisch wird dies vor allem auf der Position des Wide Receivers deutlich, wo ambitionierte Nachwuchsspieler wie Erich Heinz, Fithi Stefanos und Philip Prohaska (neben US-Import Matt Shepherd) nunmehr einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung gehen und zu absoluten Leistungsträgern heranreifen müssen. Eine Rolle, die ihnen Präsident Carsten Dalkowski ohne jede Einschränkung zutraut: „Es ist ja nicht so, dass die Jungs einfach so ins kalte Wasser geworfen werden. Zwar konnte man sich im Zweifelsfall immer noch ein bisschen auf die ‚alten Hasen‘ verlassen, aber das ist nun mal jetzt rum. Es ist Zeit, sportlich erwachsen zu werden“, so Marburgs erster Mann, der auch gleich die Stärken und Schwächen des diesjährigen Kaders parat hat: „Ich denke, wir sind auf den meisten Positionen stark, jedoch dünn besetzt. Soll heißen, dass wir uns keine großen Ausfälle leisten dürfen. Dies gilt gerade für den Bereich der Defense.“

Letztgenanntem Mannschaftsteil wurde dann auch vor der Spielzeit am meisten frisches Blut zugeführt. Aus den USA bzw. Kanada verstärken Greg Billinger (Vanderbilt), Willie Sharpe (University of Toronto) und Markihe Anderson (Florida) die Abwehr des fünfmaligen Süddeutschen Meisters.

Voehringer soll Vachon zu Verschnaufpausen verhelfen

In der Offense freut man sich über die Verpflichtung von Darius Voehringer (Paderborn), der als bester Scorer der Regionalliga in die Universitätsstadt kommt und quasi über Nacht eine Position füllte, die eigentlich vakant war. In Eddie Vachon (Foto: Sebastian Leis) holte Marburg einen amerikanischen Runningback. „Aber dahinter klaffte ein großes Loch. Darius kann den Ball auch auf diesem Level problemlos tragen und gibt unserem eigentlichen Starter so immer wieder die Möglichkeit, zu Kräften zu kommen. Eine immens wichtige Personalie“, sagt Coach Sturdivant zu seinem neuen Schützling, der in Kassel studiert.

Weiterhin stießen in Person von Jonas Beckmann (Dortmund) und Sonny Weishaupt (Wiesbaden) noch zwei ambitionierte Quarterbacks zum Kader, die – so die Hoffnung – einmal Veteran Joachim Ullrich beerben könnten. Der Spielmacher hat sich im Spätherbst seiner Karriere dazu entschlossen, noch eine weitere Saison dranzuhängen.

Mit dem jungen und ambitionierten Team aus Marburg will es Ullrich noch einmal wissen und bei der Vergabe der Titel wieder ein Wörtchen mitreden.

von Arik T. Bredendiek

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