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Marburg Mercenaries Marburg legt los wie die Feuerwehr
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20:50 13.05.2012
Marburgs Runningback  Eddie Vachon (links) überzeugte bei seiner Premiere in der German Football League gegen die Munich Cowboys im Georg-Gaßmann-Stadion. Quelle: Michael Hoffsteter
Marburg

Der Saisonauftakt der Marburg Mercenaries in der Gruppe Süd der German Football League (GFL) gelang vielversprechend: Vor 950 Zuschauern im Georg-Gaßmann-Stadion gewann die Mannschaft um Head Coach Joe Sturdivant mit 41:23 gegen die Munich Cowboys.

„Unsere erste Abteilung ist gut ins Spiel gekommen und hat losgelegt wie die Feuerwehr.  Sie zeigte, welches Potenzial in ihr steckt. Und zur Halbzeit war schon alles entschieden“, sagte der Mercenaries-Vorsitzende Carsten Dalkowski. Enttäuscht war er hingegen von den Gästen, die sich ambitionierte Saisonziele gesteckt hatten.

Wie schon in den vergangenen Spielzeiten fast traditionell in den Heimspielen legten die Gastgeber einen Blitzstart hin. Die Münchner verloren ihr Angriffsrecht nach dem Kickoff gleich im ersten Drive mit einem Fumble 30 Meter vor der Endzone, die Mercenaries brauchten hingegen nur zwei Läufe des Runningbacks Eddie Vachon und einen guten Pass von Quarterback Joachim Ullrich auf Matthew Sheppard zum Touchdown. Peter Müller – dem später ein Point-after-Touchdown (PAT) misslang – erhöhte auf 7:0.

Ihren nächsten Drive mussten die Cowboys mit einem Punt beenden, ein Lauf Vachons und  zwei Pässe – schon stand der zweite Touchdown Sheppards fest.

Auf den dritten Touchdown brauchten die Zuschauer nicht lange warten. Erneut kamen die Münchner gegen die aufmerksame Marburger Defensive nicht durch und mussten punten. Ullrichs Pass fing Sheppard kurz vor der Endzone, ein kurzer Lauf von Vachon reichte zu sechs Punkten. Mit dem PAT von Müller stand es nach dem ersten Viertel bereits 21:0 für die „Söldner“. Und sie spielten weiter zügig durch. Nach einem Punt der Gäste legten sie den Ball von der eigenen 33-Meter-Linie auf die Münchner 34-Meter-Linie vor. Nun gab Ullrich das Spielgerät quer auf die Außenlinie zu Sheppard ab, und der Neuzugang lief schnurstracks in die Endzone zu seinem dritten Touchdown. Nach dem 0:28 kämpften sich die Gäste bis auf die Marburger 9-Meter-Marke vor, im vierten Versuch blieben ihnen aber nur drei Punkte mit einem Fieldgoal auf der Habenseite.

Die Gastgeber hielten das Tempo weiter hoch, wobei Vachon seine Klasse zeigte. Elf Meter vor der Endzone spielte Ullrich Philip Prohaska an, dem wenige Schritte zum 34:3-Touchdown reichten.  Nach dem klaren Zwischenstand hatte Ullrich „ausgedient“, für ihn durfte der 19-jährige Nachwuchs-Quarterback Sonny Weishaupt  Praxiserfahrung sammeln.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste, ein Fumble der Gäste brachte den Ballbesitz für Marburg an der Münchner 14-Meter-Linie. Weishaupt legte das „Ei“ in Vachons Hände, und der Runningback strebte über die rechte Seite in die Endzone. Mit dem 41:3 deutete sich ein Debakel für die Gäste an. Dass sie dennoch zu einer Ergebniskorrektur kamen, lag daran, dass die Mercenaries angesichts der deutlichen Führungen einige Gänge zurückschalteten und die „zweite Abteilung“ der Gastgeber verstärkt zu Einsatzzeiten kam.

So durften sich die Cowboys  im Schlussviertel über ihren ersten Touchdown durch Dominique Kandolo freuen, und schließlich ging in der Marburger Mannschaft ein wenig die Ordnung verloren, die München zu zwei weiteren Touchdowns von Philipp Vinzenz und Dominik Diels nutzte.

von Michael Seehusen