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Marburg Mercenaries Kleinigkeiten entscheiden Spitzenspiel
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11:12 24.08.2010
Football - Marburgs Bastian Nau zum TD gegen Kiels Falk Horn Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Marburg Mercenaries verloren gestern mit 19:28 gegen die Kiel Baltic Hurricanes im Interconference-Spiel der German Football League.

„Die Kieler stellen momentan das stärkste Team in Deutschland, da ist es keine Schande, gegen sie mit neun Punkten Unterschied zu verlieren“, sagte Mercenaries-Präsident Carsten Dalkowski. „Lange war es ein Spiel auf Augenhöhe, am Ende gewann aber die cleverere Mannschaft.“

Vor 1350 Zuschauern im Georg-Gaßmann-Stadion und mt Lars Hampel – dem Einspruch gegen seine Sperre wurde stattgegeben – kamen die Marburger besser ins Spiel. Die Defense wehrte den ersten Kieler Angriff ab, nach und nach näherten sich die Mercenaries der gegnerischen Endzone und erzielten zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels durch Basti Nau den ersten Touchdown und lagen nach dem PAT (Point-after-touchdown) von Peter Müller mit 7:0 in Führung.

Zwar kamen die Kieler kurz nach Beginn des zweiten Viertels mit dem 26-Yards-Pass des Quarterbacks Jeff Welsh auf Damien Linson zum Ausgleich, doch die Marburger zeigten sich unbeeindruckt. Im Anschluss an den Kickoff beendeten sie ihren Ballbesitz mit dem Touchdown von Florian Bambuch, der den 20-Yards-Pass von Joachim Ullrich mit einem kurzen Lauf in die Endzone zu sechs Punkten verwertete.

Der anschließende PAT wurde aber von den Kielern abgeblockt. Dies war die erste „Kleinigkeit“, die die Marburger schließlich ins Hintertreffen bringen sollte.

Im Anschluss ereignete sich eine der Schlüsselszenen des Spiels: Im vierten Angriffsversuch der Kieler eroberten sich die Marburger mit einem „Quarterback-Sack“ den Ballbesitz, den aber Danny Washington mit einem „Fumble“ wieder abgab. Mit einigen Laufspielzügen über Jermaine Allen und dem abschließenden Pass auf Timo Gross zum Touchdown lagen die „Canes“ mit 14:13 vorne.

Auf einmal war der Spielrhythmus der Mercenaries merklich gestört, nach dem Kickoff mussten sie ihren „Thrive“ mit einem Punt beenden und hatten Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit noch Glück, dass der Kieler Field-Goal-Versuch durch Julian Dohrendorf misslang.

Nach Wiederbeginn versetzte der Touchdown von Linson, der sich nach dem Welsh-Pass in die Marburger Endzone warf, den Sieghoffnungen der Mercenaries einen deutlichen Dämpfer.

Nach dem 13:21 verkürzten die Gastgeber zwar mit dem Sprung von Danny Washington zum Touchdown – doch der zum Ausgleich nötige Zwei-Punkte-Spielzug schlug fehl, denn Ullrichs Pass war für Filip Pawelka unerreichbar.

Stattdessen versetzte Welsh den Gastgebern mit seinem 59-Yards-Wurf auf den völlig freistehenden Gross den Knockout-Schlag.

Kiel hielt nun mit seiner Defense Marburg auf und verlegte sich im Angriff auf das risiko‑ ärmere Laufspiel.

Die Kieler haben den Nordtitel nun so gut wie sicher, und auch den Unterlegenen bleibt ein Trost: Mit der Niederlage der Schwäbisch Hall Unicorns bei den Berlin Adlern haben sie in der Südmeisterschaft weiter gute Karten, dürfen sich aber keinen Ausrutscher erlauben.

Ergebnisse der German Football League: Munich Cowboys - Berlin Rebels 7:43, Stuttgart Scorpions - Dresden Monarchs 30:52, Berlin Adler - Schwäbisch Hall Unicorns 17:10, Braunschweig Lions - Plattling Black Hawks 21:21, Weinheim Longhorns - Essen Assindia Cardinals 6:35, Marburg Mercenaries - Kiel Baltic Hurricanes 19:28.

Gruppe Nord

1. Kiel Baltic Hurricanes 9 192:124 16:2

2. Berlin Adler 10 243:160 16:4

3.Braunschweig Lions 10 231:192 10:10

4. Essen Assindia Cardinals 10 215:209 9:11

5. Berlin Rebels 10 150:142 8:12

6. Dresden Monarchs 10 193:222 8:12

Gruppe Süd

1. Marburg Mercenaries 9 321:175 14:4

2. Schwäbisch Hall 10 362:158 14:6

3. Plattling Black Hawks 10 253:181 11:9

4. Stuttgart Scorpions 10 203:213 8:12

5. Munich Cowboys 11 138:404 4:18

6. Weinheim Longhorns 9 73:394 0:18

von Michael Seehusen

Hier sehen Sie das OP-Video vom Spiel: