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Marburg Mercenaries Erstes Heimspiel der Mercenaries
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21:55 03.06.2010
Hier stehen sich zwei Spieler der Mercenaries im Training gegenüber – am Sonntag wird‘s im Heimspiel ernst. Quelle: Archivfoto

Marburg. Der Aufsteiger des vergangenen Jahres hat sich innerhalb kürzester Zeit in der German Football League (GFL) etabliert und zählt inzwischen zu den heißen Anwärtern auf die oberen Playoff-Ränge. In dieser Spielzeit absolvierte Plattling bereits vier Spiele (zwei Siege; zwei Niederlagen).

Die Marburger starteten mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison. Die dritte Auswärtspartie in Weinheim fiel witterungsbedingt aus und soll im September nachgeholt werden.

War es 2009 noch so, dass vor allem die Offense der Black Hawks zu überzeugen wusste, steigerte sich inzwischen auch die Defense unter der Ägide von Neu Head Coach John Rosenberg immens. Die Statistik belegt dies eindrucksvoll, steht die Mannschaft aus Bayern doch bisher auf Rang drei in der Kategorie „Total Defense“. Im Jahr zuvor war man in diesem Bereich noch abgeschlagen Letzter geworden.

„Die eigentliche Stärke der Mannschaft ist und bleibt jedoch ihr Passspiel, das mit der Leistung von Quarterback Jimmy Robertson steht und fällt“, sagt Arik Bredendiek, Pressesprecher der Mercenaries.

Der Mann, der 2009 vom Rensselaer Polytechnic Institute in Troy im Bundesstaat New York nach Plattling wechselte, kann dabei auf so verlässliche Anspielstationen wie den US-Amerikaner Andrew Blakley oder den pfeilschnellen Florian Starzengruber zurückgreifen. Stark aufgewertet wurde dieser Mannschaftsteil vor der Saison noch durch die Verpflichtung von Nationalspieler Pascal Maier, der – wie viele andere im Kader der Black Hawks – den Wechsel aus München wagte. Neue Komponente im Angriffsspiel ist Runningback Jerome Morris, der das Laufspiel der Bayern enorm aufwertet.

Vergangene Saison kassierten die Marburger von den Plattlingern addierte 80 Punkte in Hin- und Rückspiel, eine Statistik, die es in dieser Saison zu verbessern gilt. Dies wird schwer genug, sah doch die Passverteidigung vor allem beim Auswärtsspiel in Schwäbisch Hall, wo man fast 300 Yards durch die Luft zuließ, nicht wirklich sattelfest aus. Doch seitdem sind mehrere Wochen vergangen, in denen hart am System von Joe Roman gearbeitet wurde. Noch immer besteht dazu die Hoffnung, dass Deante Battle am Sonntag eingesetzt werden kann. Der US-Amerikaner hatte sich im Spiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes am Knie verletzt und betrieb seitdem intensive Reha Maßnahmen.

Ob es schon reicht, wird wohl erst kurz vor dem Spiel entschieden“, sagt Bredendiek. In der Offense wird Johannes Thiel längere Zeit mit einer Handverletzung ausfallen.

Marburg freut sich, dass die footballfreie Zeit sein Ende gefunden hat. Kickoff der Partie, das von GFL-Radio mit dem Kommentator Andreas Renner über das Internet live übertragen wird, ist um 16 Uhr.

von Michael E. Schmidt

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