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Marburg Mercenaries Ein Sieg und keine Verletzten gewünscht
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20:03 09.09.2010

Marburg. Den in der Überschrift geäußerten Wunsch hört man in diesen Tagen oft, wenn man sich im Lager der Marburg Mercenaries umhört. Man steht vor der undankbaren Situation, ein Nachholspiel beim abgeschlagenen Tabellenletzten Weinheim Longhorns bestreiten zu müssen, während man sich im Umfeld schon auf das eine Woche später anstehende Viertelfinale vorbereitet und freut.

„Sicherlich ist das mit der Konzentration nicht ganz einfach, aber wir dürfen den Fehler nicht machen, einen Gegner in der GFL zu unterschätzen“, so Head Coach Joe Roman, der auf das warnende Beispiel der Schwäbisch Hall Unicorns verweist. Zwar gewannen diese gegen die Weinheimer schlussendlich deutlich mit 49:20, taten sich aber bis zur Halbzeit und dem Zwischenstand von 21:12 ausgesprochen schwer.

Im Spiel selbst will man einiges für die anstehenden Play-offs ausprobieren, und dabei die Balance zwischen Abstimmung und Erholung wahren. „Nehmen wir nur das Beispiel Justin Willis. Er soll spielen, um eine noch bessere Abstimmung mit seinem Quarterback zu entwickeln. Auf der anderen Seite sollen beide fit in die Playoffs gehen und sich natürlich nicht verletzen. Das ist ein Drahtseilakt, den es zu bewältigen gilt“, sagt Offensive Coordinator Aaron Fiddler, der keinen Hehl daraus macht, dass das ideale Spiel wie folgt läuft: Frühe – wenn es geht hohe – Führung, um dann einigen Spielern eine Auszeit, anderen wiederum Spielzeit zu geben.

Für die Weinheim Longhorns stehen noch nach einer extrem schwierigen Spielzeit – der GFL Reform sei Dank – die Relegationsspiele gegen den Zweitplatzierten der GFL 2, die Wiesbaden Phantoms, auf dem Programm. Eine letzte Chance für die Mannschaft von Head Coach und Quarterback Shawn McBrayer, die Klasse doch zu halten und im nächsten Jahr einen Neuanfang zu starten.
Dabei wird es vor allem auf die Leistungsträger der Mannschaft ankommen, vor allem auf den US-Amerikaner James Taylor, der bei den Longhorns so ziemlich für alles zuständig ist und die interne Statistik sowohl in „Rushing Yards“ als auch in „Receiving Yards“ anführt. Ganz nebenbei stehen auch noch 22 Tackles in der Defense zu Buche. Eine ähnliche Rolle spielt Kendall Dixon, der sowohl in Offense als auch Defense eingesetzt wird und zur Zeit „Leading Tackler“ des Vereines ist. Eine weitere tragende Rolle im Defensivverbund spielen schon seit langem die beiden Zidek- Brüder Andreas und Markus.
Letztendlich steht ein Spiel auf dem Programm, welches beide Seiten als Generalprobe für den Ernstfall nehmen werden. Alles andere als ein Sieg der Mercenaries, der für das Heimrecht in einem hypothetischen Halbfinale notwendig ist, wäre dabei allerdings eine mittlere Sensation.

Kickoff des nächsten Heimspiels der Mercenaries, dem Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft, ist am 19. September um 15 Uhr im Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg.

von Arik Bredendiek