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Ausnahmsweise geht’s mal in den Norden

Football Ausnahmsweise geht’s mal in den Norden

German Football League: Marburg Mercenaries spielen am Samstag bei den Kiel Baltic Hurricanes. Zu ihrem Interconference-Spiel und zugleich ihrer längsten Auswärtsfahrt der Saison brechen die Marburg Mercenaries an diesem Wochenende auf.

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Der überragende Spieler der Marburg Mercenaries, Sean Cooper (links) setzt sich gegen die Stuttgarter Andreas Mecherlein und Daniel Mirus durch.

Quelle: Felix Schneider

Marburg. An der zurzeit sonnigen Ostsee wartet in den Baltic Hurricanes aus Kiel ein ganz harter Brocken auf die Mannschaft von Interims-Head-Coach Filip Pawelka. Beim derzeitigen Tabellenzweiten der German Football League, Gruppe Nord, können die „Söldner“ unbeschwert aufspielen, hat man doch mit dem 28:27-Heimsieg gegen die Stuttgart Scorpions am vergangenen Wochenende das Heimrecht im Viertelfinale der Playoffs bereits in trockene Tücher gepackt. Geschenke verteilen will man an der Kieler Förde indes nicht, geht es doch jetzt darum, sich mit neuer Trainercrew auf die wichtigste Phase im Jahr vorzubereiten.

„Ich hoffe, dass wir die Trotzreaktion, die man vor allem in der zweiten Halbzeit des Spieles gegen Stuttgart gespürt hat mitnehmen können. Wie man im Hinspiel gesehen hat, ist auch in Kiel etwas möglich, auch wenn die Mannschaft seit dem ersten Aufeinandertreffen noch weiter verstärkt wurde“, blickt Pawelka voraus. Nach der Trennung von Defensive Coordinator Daniel Garcia und dem gesundheitlichen Rückzug von Head Coach Tim McNulty „sind wir froh, zunächst einmal eine Übergangslösung für den verbleibenden Rest der Saison 2009 gefunden zu haben“, sagte Pressesprecher Arik Bredendiek. Für die Offense zeichnen zurzeit Michael Daub an vorderster Stelle und Patrick Hansen im Hintergrund verantwortlich.

Die beiden Trainer aus dem Rhein-Main-Gebiet, 2008 noch im Stab der Mercenaries, sagten spontan zu, als es darum ging, dem Ex-Verein unter die Arme zu greifen. Unterstützt werden sie dabei vor allem von Pawelka, Ullrich und Hoppe. Um die Defense kümmern sich nunmehr vornehmlich Linebacker Jason Kelly, Safety Sergej Schmidt und Mathias Dalwig. Dabei wartet in den Baltic Hurricanes eine große Bewährungsprobe auf die helfenden Hände. Schon zu Beginn der Spielzeit als Meisterschaftsfavorit gehandelt, unterstrichen die Schleswig-Holsteiner ihre Ambitionen kurz vor Ablauf der Transferperiode am 30. Juni noch einmal nachdrücklich, als binnen kürzester Zeit drei Hochkaräter verpflichtet werden konnten.

Während andere Spieler in der Kategorie „Vorjahr“ so illustre Teams wie die St. Pauli Buccaneers stehen haben, kommen Linebacker Carl Johan Björk und Defensive End Christian Mohr direkt aus der NFL. Der Schwede, NFLE-Veteran, stößt aus der Practice Squad der Cincinnati Bengals nach Kiel, Mohr kommt von den Cleveland Browns. Auch Neuzugang Jag Bal ist den Marburger Footballfans gut bekannt, schließlich spielte der kanadische Hüne 2008 noch im Dress der Dresden Monarchs. Es gilt also eine harte Nuss zu knacken, aber Runningback Sean Cooper, Überflieger der diesjährigen GFL-Saison ist heiß auf den Nord-Süd-Vergleich. „Ich war gegen Stuttgart nicht wirklich zufrieden und habe mich in dieser Phase auch mit zu vielen Dingen außerhalb des Footballs beschäftigt. Das ist jetzt aber vorbei und ich brenne darauf gegen Kiel wieder zu alter Form zurückzukehren“, sagt der kleine Texaner.

Kick-Off der Begegnung ist am Samstag um 17 Uhr im Holstein-Stadion in Kiel.

von Michael E. Schmidt

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