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Derby mit vertauschten Vorzeichen

Fußball-Verbandsliga Derby mit vertauschten Vorzeichen

Das erste Stadtderby der Saison 2018/19 steigt im Stadion an der Gisselberger Straße. Beide Marburger Clubs wollen nach 
Niederlagen wieder in 
die Erfolgsspur zurückfinden. Der Aufstiegskandidat VfB Marburg fordert diesen Freitagabend, 19.30 Uhr, die kriselnden Sportfreunde.

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Eine Szene aus der Vorsaison: Michael Xenokalakis von den SF BG Marburg (Mitte) wird von VfB Marburgs Artur Besel angegriffen. Nun treffen die beiden erneut aufeinander.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Wie viel sich in einigen Monaten verändern kann: Die Sportfreunde mischten in der letzten Saison bis in den Frühling im Aufstiegskampf mit und beendeten die Runde auf Platz drei, der VfB Marburg zog sich aufgrund einer starken Rückrunde aus dem Abstiegskampf heraus und landete noch auf Platz sieben.

In der laufenden Spielzeit sind die Voraussetzungen bisher umgekehrt. Während die „Schimmelreiter“ sich auf Platz drei tummeln, sind die Erfolgserlebnisse für die SF BG Marburg bisher weitgehend ausgeblieben. Blau-Gelb rangiert auf dem 15. Rang, auf einem definitiven Abstiegsplatz. Zwar lieferten die Sportfreunde am vergangenen Spieltag gegen Ligaprimus FSV Fernwald einen guten Kampf ab, standen nach der 3:4-Niederlage jedoch einmal mehr mit leeren Händen da.

VfB-Angriff doppelt so gut wie der des Gegners

Coach Jan Eberling sieht seine Mannschaft in einer „kleinen Ergebniskrise“, was vor allem daran gelegen habe, dass „wir in den entscheidenden Situationen die Tore nicht gemacht haben.“ Der Spitzenreiter sei zwar spielerisch überlegen gewesen und habe alles in die Waagschale geworfen, Blau-Gelb habe aber eine gute Leistung gezeigt und sich durch die mangelnde Chancenverwertung um Zählbares gebracht. Eberlings Team hat jedoch gezeigt, dass es auch gegen Topteams treffen kann. 13 Tore nach acht Spielen ist nämlich kein Wert zum Prahlen. Vor dem Tor hakt es. Ganz anders beim VfB.

Mit 27 Treffern hat das Team von Coach Harry Preuß mehr als doppelt so viele Treffer erzielt wie die Rivalen vom Zwetschenweg. Doch das 2:3 am Dienstag beim Derby gegen den SV Bauerbach schmerzt. Auch weil der SVB dadurch an den „Schimmelreitern“ vorbeigezogen ist. Dennoch macht Preuß seiner Mannschaft keine Vorwürfe. Diese habe alles versucht.

Besondere Verhältnisse in Marburg

„Wenn wir gegen Blau-Gelb auch so auftreten und unsere Chancen konsequent nutzen, sehe ich uns in guter Position“, sagt Preuß. Sein Team müsse besonders auf das Flügelspiel des Gegners achten. „Sie haben mit Marcel Schmitt über links und Sascha Huhn über rechts starke Leute. Da müssen wir aufpassen“, meint Preuß.

Auf Blau-Gelbs Durststrecke gibt er keinen Pfifferling: „Die Ergebnisse in der Vergangenheit sind unwichtig. Ein Derby hat ohnehin seine ganz eigene Dynamik.“ „Wo gibt es in der Verbandsliga schon ein Derby, bei denen die Kontrahenten nur wenige hundert Meter entfernt ihre Heimstätten haben“, weist Eberling auf das besondere Verhältnis der Vereine hin, das auch für die Zuschauer interessant sei.

„Kühlen Kopf bewahren“

In der letzten Saison waren die beiden Marburger Derbys Garant für gute Unterhaltung – rasant und voller Torraumszenen. Ein Sieger blieb beide Male aus – 2:2 und 3:3. Laut Eberling habe der VfB sehr gute Einzelspieler und sich bisher auch sehr ordentlich geschlagen. „Die bisherigen Ergebnisse zeigen indes auch, dass der VfB verwundbar ist.“

Da wollen Eberling und seine Mannschaft ansetzen: „Wir müssen gezielt an die Sache herangehen und unsere Tugenden auf den Platz bringen. Es gilt, trotz der Kulisse und den Emotionen kühlen Kopf zu bewahren, um das Spiel für uns zu entscheiden.“

Während sich bei den Gästen Clemens Haberzettl noch im Aufbautraining befindet, sind Nils Klug und Anton Jencik Wackelkandidaten. Bei den Hausherren könnte Steven Preuß nach Erkrankung in den Kader zurückkehren.

von Benjamin Kaiser
 und Michael Seehusen

Der Spieltag
VfB Marburg - SF BG Marburg (Fr., 19.30 Uhr),
FSV Fernwald - TuS Dietkirchen (Sa., 16 Uhr),
FV Breidenbach -
SV Zeilsheim,
FC Waldbrunn - DJK Flörsheim,
FC Gießen II - SV Bauerbach,
TSG Wörsdorf - SG Kinzenbach,
Germ. Schwanheim - FV Biebrich (alle So., 15 Uhr),
TSV Bicken - FC Dorndorf (So., 16 Uhr).
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